Projekte

Die zentrale wissenschaftliche Einrichtung "Zentrum für Studierendengewinnung und Studienvorbereitung - College" sieht es als Aufgabe an, ausgewählte Felder im Bereich der Studienorientierungs- und -vorbereitungsphase innerhalb von Projekten zu untersuchen und innovative Lösungen für bestehende Herausforderungen zu finden.

Laufende Projekte im College

In dieser Auflistung finden Sie Projekte, in denen aktuell Mitarbeiter/-innen des College tätig sind.

Motivationsoffensive MINT

Motivationsoffensive MINT

Ziele

Das Projekt verfolgt die Zielsetzung, das Potential von VR- und AR-Erlebniswelten zur Verbesserung des Lehrens und Lernens sowie zur Realisierung neuartiger Lernarrangements zu nutzen, um somit zukunftsfähige Studienvorbereitung und -begleitung voranzutreiben. Konkret sollen VR- und AR-Applikationen entwickelt werden, die die realitätsnahe Darstellung von naturwissenschaftlichen Sachverhalten, beispielsweise die detailgetreue Struktur einer Zelle auf einer VR-Trackingwand, in den Mittelpunkt stellen. Somit wird eine immersive, erlebnisorientierte Wahrnehmung der Wirklichkeit in einer interaktiven Umgebung mit der Fokussierung auf dem „Begreifen“-Effekt ermöglicht. Hierbei werden für unterschiedliche Zielgruppen verschiedene Lehr-/Lernszenarien mit differenzierten Anforderungen eingesetzt. So können geeignete AR/VR-Lernumgebungen gestaltet werden, welche den TeilnehmerInnen ein erfolgreiches und gleichzeitig stressfreies Lernen im naturwissenschaftlichen Bereich offeriert.

Zielgruppen

Die im Projekt entwickelten Angebote richten sich an folgende Zielgruppen:

  1. Studieninteressierte für den naturwissenschaftlichen Bereich
  2. Leistungsstarke Studierende, bezogen auf den MINT-Bereich
  3. Leistungsneutrale und  –schwächere Studierende, bezogen auf den MINT-Bereich
  4. Begabte SchülerInnen mit ausgeprägtem Interesse für Naturwissenschaften

Ergänzend sollen auch Studieninteressierte, die ein berufsbegleitendes Studium anstreben, als Zielgruppe berücksichtigt werden.

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 01.01.2024 – 31.12.2026

Projektmittel

Projektmittel: 1.933.391,70 €

Projektkontakt

Marcel Schulz-Kuna
F +49 (0) 1516-502 12 50
college(at)b-tu.de
 

Beatrix Altmeyer
F +49 (0) 1516-501 88 04
college(at)b-tu.de


Investition in Ihre Zukunft

Das Projekt »Motivationsoffensive MINT« wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.

Das Makermobil: MINT-Förderung im Landkreis Elbe-Elster

Das Makermobil: MINT-Förderung im Landkreis Elbe-Elster

Gemeinsam mit den Projektpartnern, der Stadt Herzberg (Elster) und neuland21 e.V., wird ein MINT-Cluster im Landkreis Elbe-Elster im Projekt „Makermobil“ aufgebaut. Die mobilen MINT-Bildungsangebote, werden in Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche erlebbar gemacht und sollen junge Menschen von MINT-Themen begeistern und motivieren. Ergänzend zu Formaten vor Ort innerhalb Bildungseinrichtungen, werden regelmäßige offene Werkstätten, Reparaturworkshops, Projekttage und MINT-Sprechzeiten im Technikum, dem Medienzentrum der Stadt Herzberg, geplant und angeboten. Durch den Einbezug und die Schulung von Lehrkräften, Eltern und weiteren Engagierten entsteht ein aktiver Kompetenz- und Nutzerkreis des Makermobils. So können eigenständig Formate angeboten und weiterentwickelt werden und die Ausschöpfung des Potenzials des Makermobils auch langfristig abgesichert werden. In Kooperation mit lokalen Akteuren, wie Vereinen, Unternehmen und Vorbildern aus technischen Berufen, wird die Nachwuchsförderung unterstützt und den Kindern und Jugendlichen können mögliche Berufsperspektiven aufgezeigt werden. Die zielgerichtete MINT-Bildung entlang der Bildungskette in Herzberg (Elster) und Umgebung, verbessert nachhaltig die MINT-Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen in der Region und fördert ihr Interesse und ihre Motivation für mögliche berufliche Perspektiven in diesem Bereich. Im Rahmen von MINT Cluster III, einer Förderung regionaler Cluster für MINT-Bildung von Kindern und Jugendlichen, wird das Makermobil vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 01.06.2024 - 31.05.2027

Projektmittel

Projektmittel: 115.050 €

Humanoide Robotik im Bildungskontext: Kommunikation, Mimik und Gestik

Humanoide Robotik im Bildungskontext: Kommunikation, Mimik und Gestik

Ziele

Ziel des Projekts ist die Erforschung, Entwicklung und Evaluation humanoider Robotersysteme am Beispiel von Ami und Azi im Kontext realer Anwendungsfelder. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mensch-Roboter-Interaktion gestaltet werden kann, um Kommunikation, Lernen und Beratung effizient zu unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Untersuchung von Akzeptanz, Wirkung und Mehrwert humanoider Systeme in Bildungs-, Beratungs- und wissenschaftlichen Kontexten. Dabei werden sowohl technische als auch didaktische und gesellschaftliche Fragestellungen berücksichtigt. Langfristig verfolgt das Projekt das Ziel, humanoide Robotik als integrativen Bestandteil moderner Bildungs- und Arbeitsumgebungen zu etablieren und evidenzbasierte Grundlagen für ihren verantwortungsvollen Einsatz zu schaffen.

Pilotanwendungen

Spanischseminar mit Ami
Einsatz von Ami als interaktive Lernassistenz zur Unterstützung des Spracherwerbs durch dialogbasierte Übungsformate. Die Begegnungen mit Ami wurden gezielt vorbereitet und didaktisch eingebettet. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praxisnahen Kommunikationssituationen, wie beispielsweise der Situation von Vorstellungsgesprächen bei spanischen Unternehmen.

Englisch- & Französischunterricht in der 9. Klasse
Integration von Ami in den schulischen Unterricht zur Förderung kommunikativer Kompetenzen und zur Steigerung der Lernmotivation. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit Ami an interaktiven Aufgaben und erprobten verschiedene Gesprächssituationen, um die Sprachkompetenz praxisnah anwenden und erweitern zu können. 

Let´s talk!- Englisch sprechen mit Ami für die Grundschule
Ziel ist es, die mündliche Sprachkompetenz zu fördern sowie die Freude am Englischlernen zu stärken. Im Mittelpunkt steht die aktive Sprachverwendung in einem spielerischen und kindgerechten Kontext. Die Kinder arbeiten mit dem Roboter an interaktiven Aufgaben wie zum Beispiel das gemeinsame Lösen von Rätseln und das Erzählen von Kurzgeschichten. Dabei entstehen authentische Sprechanlässe, die die Kinder anregen, sich aktiv auf Englisch auszudrücken.

Pilotprojekt: Ami als Assistenz im Beratungskontext
In Kooperation mit einer Bank wurde Ami als unterstützendes System im Beratungsgespräch eines Bauberaters erprobt. Ziel war die Untersuchung neuer Formen der Mensch-Technik-Interaktion im Kundenkontakt. Im Fokus stand dabei, die KI-gestützte Kundenkommunikation, datenbasierte Produktempfehlung und die Unterstützung von Beraterinnen und Berater im modernen Vertriebsmanagement.

Ami als Gesprächspartnerin für Mythen in der Pflegewissenschaft
Entwicklung und Einsatz eines dialogbasierten Szenarios zur kritischen Auseinandersetzung mit verbreiteten Annahmen und Fehlvorstellungen in der Pflegewissenschaft.

Studienorientierung mit Ami
Konzeption und Durchführung eines interaktiven Formats zur Studienorientierung mit Fokus auf MINT-Disziplinen. Ausgangspunkt bildeten leitende Fragestellungen wie „Wie viel Mathematik steckt in Amis Lächeln?“, „Kann ein humanoider Roboter ohne Elektrotechnik ‚träumen‘?“ oder „Welche physikalischen Prinzipien ermöglichen Bewegungen wie das Drehen des Kopfes?“. Ziel war es, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und das Interesse an technischen Studiengängen zu fördern.

ESF-Projekt “Biologie-Botschafter Ami - der Lernbegleiter im Biologielabor”
Das Projekt vermittelt grundlegende Laborkompetenzen und verknüpft Theorie mit Praxis. Der humanoide Lernbegleiter Ami unterstützt individuell beim Lernen und gibt gezielte Rückmeldungen. So werden Studierende optimal auf naturwissenschaftliche Anforderungen vorbereitet.

Humanoide Roboter Ami und Azi

Unsere humanoiden Roboterbüsten Ami und Azi bieten verschiedene Funktionalitäten, die in unterschiedlichen Anwendungsbereichen genutzt werden können. Sie wurden von der Firma Engineered Art in Großbritannien gefertigt.

Mimik
Die Roboter verfügen jeweils über 32 Freiheitsgrade, insbesondere im Gesichtsbereich. Dies ermöglicht ihnen die Wiedergabe von fein abgestuften, menschenähnlichen Gesichtsaudrücken, die als Emotionen interpretiert werden können.

Sprache
Integrierte Mikrofone und Lautsprecher ermöglichen eine bidirektionale sprachliche Interaktion mit den Nutzern. Durch Anbindung an diverse Text-zu-Sprache- und Sprache-zu-Text-Dienste können mehr als 60 Sprachen verarbeitet und ausgegeben werden.

Künstliche Intelligenz
Die Roboter sind an ein Sprachmodell (LLM) angebunden und können auf Online-Datenquellen zugreifen. Dies ermöglicht die Generierung von kontextbezogenen Antworten sowie die Integration von aktuellen Informationen.

Rollensystem
Die Betriebssoftware ermöglicht die Definition von verschiedenen Rollenprofilen. Diese beinhalten Aufgaben, Persönlichkeitsmerkmale und Informationen. Dadurch kann der Roboter flexibel zwischen verschiedenen Persönlichkeiten wechseln z.B. von einem Lernbegleiter zu einem Studiengangsberater.

Kombinierte Interaktion
Die Roboter kombinieren Sprache, Blickrichtung und Mimik zu einer kombinierten Interaktion. Dadurch entsteht eine deutlich natürlichere Kommunikation im Vergleich zu rein sprachbasierten Systemen.

Humanoide Robotik im Bildungskontext: Motorik und Bewegung

Humanoide Robotik im Bildungskontext: Motorik und Bewegung

Ziele

Pilotanwendungen

Robotik-AG in Kooperation mit dem Steenbeck-Gymnasium
Im Rahmen einer wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft programmieren Schülerinnen und Schüler den humanoiden Roboter „Edi“. Ziel ist die Entwicklung einer kurzen Bewegungseinheit, in der der Roboter als Vorturner agiert und Kommandos gibt. Die Teilnehmenden lernen grundlegende Konzepte der Robotik kennen, insbesondere die motorspezifische Ansteuerung und die Struktur von Bewegungsabläufen. Auf dieser Basis entwickeln sie eigene Programme und verknüpfen einzelne Bewegungen zu einer Sequenz.

Bewegen macht Spaß: Edi und wir in Bewegung!
In Zusammenarbeit mit der Hortgruppe einer Grundschule wird Edi zur Förderung von Bewegung eingesetzt. Die Kinder entwickeln einfache Bewegungsabläufe, die vom Roboter umgesetzt werden. Ziel ist es, Freude an körperlicher Aktivität mit einem spielerischen Zugang zur Robotik zu verbinden. Gleichzeitig lernen die Kinder die Möglichkeiten und Grenzen des Roboters kennen und sammeln erste Erfahrungen mit technologischen Konzepten.

Humanoide Robotik als Akteur in der Architektur
Im Rahmen eines gestalterischen Projekts wurde der humanoide Roboter G1 als aktiver Mitgestalter von Raum untersucht. Ziel war die Entwicklung einer räumlichen Installation, in der Architektur als dynamischer, beweglicher Zustand erfahrbar wird. Die robotischen Bewegungen wurden auf Low-Level-Ebene programmiert, zunächst simuliert und anschließend auf den realen Roboter übertragen. Studierende entwickelten und testeten verschiedene räumliche Konzepte und Materialien, wobei der Roboter als performativer Bestandteil der Raumgestaltung agierte.

Humanoider Roboter Edi

Unser humanoider Roboter Edi verfügt über einen motorgetriebenen Körper, der ihm menschenähnliche Bewegung ermöglicht. Er ist vom Typ G1 der Firma Unitree aus China.

Motorik
Edi verfügt über 23 Freiheitsgrade, hat verschiedene Laufmodi und vorprogrammierte Bewegungssequenzen, die per Controller abgerufen werden können.

Programmierung
Unser Modell verfügt über eine zusätzliche Recheneinheit, mit der gezielt Steuerungsbefehle an jeden Motor gesendet werden können. Somit ist die Programmierung von komplexen Bewegungsabläufen möglich.

Raumwahrnehmung
Edi verfügt über einen LIDAR-Sensor zur Erkennung von Hindernissen sowie über eine 3D-Tiefenkamera für eine präzisere räumliche Wahrnehmung. Werden diese Signale in die Programmierung integriert, sind zukünftig autonome Anwendungen möglich.

Autonome Robotik im Bildungskontext: Umweltforschung und Anwendung

Autonome Robotik im Bildungskontext: Umweltforschung und Anwendung

Ziele

Ziel des Projekts ist die Erforschung, Entwicklung und Evaluation autonomer, mobiler Robotersysteme am Beispiel des Roboterhundes Eli im Kontext realer Umweltanwendungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie autonome Systeme zur Erfassung, Analyse und Reduktion von Umweltverschmutzung eingesetzt werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf der Untersuchung der technischen Leistungsfähigkeit, der praktischen Umsetzbarkeit sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz robotischer Lösungen im öffentlichen Raum. Dabei werden sowohl robotische, umweltwissenschaftliche als auch bildungsbezogene Fragestellungen integriert. Langfristig verfolgt das Projekt das Ziel, autonome Robotik als Bestandteil nachhaltiger Stadt- und Umweltkonzepte zu etablieren und evidenzbasierte Ansätze für den Einsatz in kommunalen Infrastrukturen zu entwickeln.

Pilotanwendungen

„400 Jahre Gift für einen Zug Genuss“ - Umweltbildung und technologische Lösungsansätze
Im Zentrum dieses Pilotprojekts steht ein interaktives Workshopformat für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II. Ziel ist es, für die Umweltfolgen unsachgemäß entsorgter Zigarettenkippen zu sensibilisieren und ein fundiertes Verständnis für ökologische Zusammenhänge zu vermitteln. Die Teilnehmenden setzen sich mit zentralen Fragestellungen auseinander, darunter die Zusammensetzung von Zigarettenabfällen, enthaltene Schadstoffe sowie deren Auswirkungen auf Böden und Gewässer. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Umweltpersistenz von Zigarettenfiltern und deren Bedeutung als weit verbreitetes Abfallprodukt im urbanen Raum. Darüber hinaus werden bestehende Herausforderungen in der Abfallbewirtschaftung thematisiert und gemeinsam Lösungsansätze diskutiert. Ein exemplarischer Ansatz ist der Einsatz autonomer Robotik zur Unterstützung von Reinigungsprozessen im öffentlichen Raum. In diesem Kontext wird der Roboterhund Eli als anwendungsnahes Demonstrations- und Forschungssystem vorgestellt. Ausgestattet mit einer Staubsaugervorrichtung zeigt er beispielhaft, wie technologische Systeme zur automatisierten Erfassung und Entfernung von kleinteiligen Abfällen eingesetzt werden können. Durch die Verknüpfung von Umweltbildung und technologischer Anwendung erhalten die Teilnehmenden sowohl Einblicke in ökologische Problemstellungen als auch in innovative Lösungsstrategien an der Schnittstelle von Forschung und Praxis.

Roboterhund Eli

Eli ist ein autonomer, vierbeiniger KI-Roboter auf Basis des Unitree B2 und dient als mobile Forschungsplattform für Anwendungen in Umweltmonitoring, Inspektion und automatisierter Reinigung.

Mobilität
Eli ist für den Einsatz in komplexen, realen Umgebungen ausgelegt:

  • Fortbewegung in unebenem Gelände sowie im urbanen Raum,
  • Überwindung von Hindernissen und Treppen,
  • Hohe Dynamik und Stabilität bei gleichzeitiger Anpassungsfähigkeit,
  • Künstliche Intelligenz und Rechenleistung.

Eine leistungsfähige Onboard-Rechenarchitektur ermöglicht:

  • Echtzeitverarbeitung von Sensordaten,
  • Autonome Navigation und Entscheidungsfindung,
  • Integration KI-basierter Analyseverfahren,
  • Autonome Systeme und Vernetzung.

Eli verfügt über:

  • Drahtlose Kommunikationsschnittstellen für Monitoring und Fernzugriff,
  • GNSS-basierte Lokalisierung für Außeneinsätze,
  • Erweiterbare Systemarchitektur zur Integration zusätzlicher Sensorik,
  • Modularität und Anwendungserweiterung.

Durch seine flexible Nutzlastintegration eignet sich Eli für:

  • Umweltanalysen und Datenerhebung
  • Experimentelle Forschungsaufbauten
  • Anpassung an spezifische Anwendungsszenarien
  • Anwendungsorientierte Ausstattung

Für das Pilotprojekt ist Eli mit einer Staubsaugervorrichtung inklusive spezifischer Programmierung ausgestattet. Diese dient der Untersuchung automatisierter Reinigungsprozesse und ermöglicht die gezielte Aufnahme von kleinteiligen Abfällen im urbanen Raum.

 

Interaktive Robotik im Bildungskontext: Parcours-Erlebnisse mit Roboterhunden für Kinder und Jugendliche

Interaktive Robotik im Bildungskontext: Parcours-Erlebnisse mit Roboterhunden für Kinder und Jugendliche

Ziele

Das Mitmachangebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Grundschule und eröffnet einen niedrigschwelligen, zugleich fundierten Zugang zur Welt der Robotik. Ziel ist es, technologische Zusammenhänge nicht nur zu vermitteln, sondern durch unmittelbare Erfahrung begreifbar zu machen und nachhaltiges Interesse an MINT-Themen zu fördern. Den Einstieg bildet eine strukturierte Einführung, in der zentrale Fragen aufgegriffen werden. Warum dient der Hund als Modell für mobile Robotik? Welche technischen und biologischen Prinzipien liegen der Fortbewegung zugrunde? Und in welchen realen Anwendungskontexten kommen Roboterhunde heute zum Einsatz, etwa in der Katastrophenhilfe, in der industriellen Inspektion oder in schwer zugänglichen Umgebungen? Im Anschluss folgt eine angeleitete Trainingsphase, in der die Teilnehmenden schrittweise den Umgang mit dem Robotersystem erlernen. Dabei entwickeln sie ein Verständnis für Steuerungslogik, Bewegungsdynamik und Reaktionsverhalten. Ein zentrales didaktisches Element stellt die Rolle des Schülerexperten dar. Nach einer ersten Demonstration absolviert eine Schülerin oder ein Schüler das Trainingsprogramm und übernimmt anschließend eine unterstützende Funktion im weiteren Lernprozess. Der Schülerexperte vermittelt grundlegende Steuerungsprinzipien auf Augenhöhe, begleitet andere Teilnehmende und fördert so kooperative Lernprozesse. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Trainingsphase und dem sicheren Umgang mit dem System wird der Lernprozess in eine vertiefende Praxisphase überführt. Der Parcours dient der Anwendung, Festigung und Erweiterung der erworbenen Kompetenzen unter realitätsnahen Bedingungen.

 

Pilotanwendungen

Der Parcours besteht aus vier aufeinander aufbauenden Stationen:

• Slalomlauf
• Wackelpfote – Brückenüberquerung
• Wolfshöhle – Tunneldurchquerung
• Robo-Dog im Einsatz – Objekt finden

Die Stationen werden nacheinander durchlaufen und können bei Bedarf vereinfacht oder ausgelassen werden.

Station „Slalomlauf“
Ziel:
• Präzises Lenken
• Einschätzen von Abständen
• Ruhiges Steuern bei geringer Geschwindigkeit
• Berührungen der Hindernisse sind nicht erlaubt

Station „Wackelpfote-Brückenüberquerung“
Ziel:
• Gleichmäßige Bewegung
• Bewusstes Tempo
• Beobachtung der Roboterbewegung

Station „Wolfshöhle-Tunneldurchquerung“
Ziel:
• Vorausschauendes Steuern
• Geradeausfahren
• Hindernisse umgehen
• Verständnis für begrenzte Sichtfelder

Station „Robo-Dog im Einsatz-Objekt finden“
Ziel:
• Kombination aus Steuern und Beobachten
• Teamarbeit und Kommunikation

Der Parcours ist so konzipiert, dass er unterschiedliche Kompetenzbereiche adressiert, von motorischer Präzision über analytisches Denken bis hin zu kooperativer Problemlösung. Gleichzeitig ermöglicht er ein motivierendes und sicheres Lernerlebnis, bei dem Fehlversuche als integraler Bestandteil des Lernprozesses verstanden werden. Den Abschluss bildet der „Roboterhund-Führerschein“, der die erfolgreiche Teilnahme dokumentiert und als sichtbares Ergebnis eines erfahrungsbasierten Lernprozesses dient.d technologischer Anwendung erhalten die Teilnehmenden sowohl Einblicke in ökologische Problemstellungen als auch in innovative Lösungsstrategien an der Schnittstelle von Forschung und Praxis.

Roboterhunde Susi, Strolch, Pongo und Perdi

Die eingesetzten Roboterhunde auf Basis des Unitree Go2 fungieren als leistungsfähige und zugleich anschauliche Plattform für die Vermittlung zentraler Konzepte der mobilen Robotik. 

Mobilität
Die vierbeinige, hochdynamische Fortbewegung orientiert sich an biologischen Vorbildern und ermöglicht eine stabile Bewegung in unterschiedlichsten Umgebungen. Dadurch können komplexe Bewegungsabläufe realitätsnah demonstriert und erfahrbar gemacht werden.

Steuerung
Die intuitive Steuerung über mobile Endgeräte oder Controller erlaubt eine präzise Einflussnahme auf das Bewegungsverhalten in Echtzeit. Dies schafft einen direkten Zugang zu grundlegenden Prinzipien der Robotik und Regelungstechnik.

Sensorik
Integrierte Sensoren erfassen kontinuierlich Umgebungs- und Bewegungsdaten und bilden die Grundlage für Stabilität, Koordination und weiterführende Analyseprozesse.

Künstliche Intelligenz
Die Systemarchitektur ist für die Integration KI-basierter Verfahren ausgelegt. Dadurch können perspektivisch autonome Funktionen wie Navigation, Objekterkennung oder adaptive Verhaltensmuster realisiert werden.

Interaktion
Durch das Zusammenspiel von Bewegung, Reaktion und Steuerbarkeit entsteht eine unmittelbare, physisch erfahrbare Mensch-Technik-Interaktion. Diese ermöglicht ein besonders nachhaltiges Verständnis technischer Zusammenhänge und erweitert klassische Lernformate um eine praxisorientierte Dimension.

Biologie-Botschafterin Ami – der Lernbegleiter im Biologielabor

Biologie-Botschafterin Ami – der Lernbegleiter im Biologielabor

Ziel

Das Projekt richtet sich an Studierende im Bachelor- und Masterbereich. Es vermittelt grundlegende Labortechniken und bereitet insbesondere Studierende ohne praktische Vorerfahrung gezielt auf die Arbeit im Biologielabor vor. Der Lernbegleiter Ami ist dabei als Lerncoach eingebunden und unterstützt den Aufbau praktischer Kompetenzen. So können bestehende Defizite gezielt ausgeglichen werden.

Zielgruppe

Die Zielgruppe umfasst vor allem Studierende in der Studieneingangsphase ohne Labor- und Experimentiererfahrung. Angesprochen werden insbesondere Lernende aus heterogenen Bildungskontexten sowie Studierende mit unsicheren Sprachkenntnissen. Darüber hinaus richtet sich das Angebot auch an Studierende im weiteren Studienverlauf, die bestehende Praxisdefizite erkennen und diese mithilfe des Lernbegleiters Ami gezielt ausgleichen möchten.

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 01.01.2026 – 31.12.2028

Projektmittel

Projektmittel: 538.117,15 €


Ansprechpartner/-innen

Milena Gramov
T +49 (0) 3573 85 225
Milena.Dimitrova(at)b-tu.de 


Investition in Ihre Zukunft

Das Projekt »Biologie-Botschafterin Ami – der Lernbegleiter im Biologielabor« wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.

Kompetenzorientierte Förderung des fachbezogenen Studienerfolgs durch KI-Tutoren

Kompetenzorientierte Förderung des fachbezogenen Studienerfolgs durch KI-Tutoren

Ziel

Das Projekt „Kompetenzorientierte Förderung des fachbezogenen Studienerfolgs durch KI-Tutoren“ verfolgt das Ziel, Studierende mithilfe generativer KI gezielt auf modulbezogene Prüfungen vorzubereiten und ihre Selbstlernkompetenz zu stärken. Im Zentrum steht ein personalisierter KI-Lerncoach, der individuelle Lernstände analysiert, adaptive Lernpfade erstellt und kontinuierliches Feedback gibt. Besonders Studierende mit unterschiedlichen Vorkenntnissen profitieren von diesem niedrigschwelligen, individualisierten Zugang. Durch die Verbindung von didaktischen Konzepten und innovativer Technologie entsteht ein motivierendes, selbstgesteuertes Lernumfeld. Langfristig soll so ein nachhaltiger Beitrag zum Studienerfolg und zur Weiterentwicklung digitaler Lernformate geleistet werden.

Zielgruppe

Die Zielgruppe sind Bachelorstudierende technischer Studiengänge aller Fachsemester, die mathematische Grundlagenmodule absolvieren. Angesprochen werden insbesondere Studierende mit unterschiedlichen Vorkenntnissen und individuellen Lernbarrieren, die eine flexible und personalisierte Unterstützung benötigen.

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 01.01.2026 – 31.12.2028

Projektmittel

Projektmittel: 513.307,50 €


Ansprechpartner/-innen

Franziska Pfützner
T +49 (0) 3573 85 337
Franziska.Pfuetzner(at)b-tu.de 

Claudine Lohan
T +49 (0) 3573 85-679
Claudine.Lohan(at)b-tu.de


Investition in Ihre Zukunft

Das Projekt »Kompetenzorientierte Förderung des fachbezogenen Studienerfolgs durch KI-Tutoren« wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.

Exploring Physics – Experimentalvorlesungswoche zur Förderung des Studienerfolgs in MINT-Fächern

Exploring Physics – Experimentalvorlesungswoche zur Förderung des Studienerfolgs in MINT-Fächern

Ziel

Das Projekt „Exploring Physics“ verfolgt das Ziel, den Studienerfolg im Grundlagenmodul Physik durch eine innovative, experimentbasierte Prüfungsvorbereitung zu verbessern. Zentrale physikalische Konzepte werden verständlich und anwendungsbezogen wiederholt, um das Grundlagenverständnis zu stärken. Durch multisensorisches Lernen werden Theorie und Praxis gezielt verknüpft und unterschiedliche Lernkanäle angesprochen. Besonders Studierende mit heterogenen Vorkenntnissen werden durch niedrigschwellige und anschauliche Formate unterstützt. Insgesamt trägt das Projekt dazu bei, Verständnisschwierigkeiten abzubauen und die Prüfungssicherheit nachhaltig zu erhöhen.

Zielgruppe

Die Maßnahme richtet sich vorrangig an Studierende in der Studieneingangsphase, die das Pflichtmodul Physik belegen. Besonders angesprochen werden Studierende aus heterogenen Bildungskontexten, darunter Erstakademiker*innen, beruflich Qualifizierte, internationale Studierende sowie Personen mit Beeinträchtigungen. Auch Frauen in MINT-Studiengängen gehören zur zentralen Zielgruppe.

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 01.01.2026 – 31.12.2028

Projektmittel

Projektmittel: 402.701,25 €


Ansprechpartner

Dr. Olaf Gutschker
T +49 (0) 355 12162500
Olaf.Gutschker(at)b-tu.de 


Investition in Ihre Zukunft

Das Projekt »Exploring Physics – Experimentalvorlesungswoche zur Förderung des Studienerfolgs in MINT-Fächern« wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg.

Jugend forscht

Jugend forscht

Wettbewerb

Der Wettbewerb richtet sich an junge Menschen, die sich für Forschung, Wissenschaft und Technik begeistern. Im Mittelpunkt stehen eigenständig erarbeitete Projekte in den Bereichen:

  • Biologie
  • Chemie
  • Mathematik/Informatik
  • Physik
  • Technik

Die Teilnehmenden präsentieren ihre Arbeiten einer fachkundigen Jury, erhalten qualifiziertes Feedback und tauschen sich mit anderen jungen Forschenden aus. Die besten Projekte qualifizieren sich für den Landeswettbewerb Brandenburg und haben die Möglichkeit, bis in das Bundesfinale vorzudringen.  „Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Wettbewerb wird von der Stiftung Jugend forscht e. V. mit Sitz in Hamburg organisiert und auf drei Ebenen durchgeführt: Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb. Schirmherr ist der Bundespräsident. Ein Kuratorium unter Vorsitz der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend begleitet die Arbeit der Stiftung. Die Durchführung der Wettbewerbe erfolgt in Zusammenarbeit mit engagierten Patenunternehmen aus verschiedenen Branchen, die die Förderung junger Talente aktiv unterstützen.

Unterstützer des Jugend forscht Regionalwettbewerbs Brandenburg Süd:

Kjellberg-Stiftung
Förderverein der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg e.V.
REWE Markt Kerstin Radke oHG / REWE Markt Jan Radke oHG
ZEDAS GmbH
GA Generic Assays GmbH

Projektmittel

Projektmittel: 5.300,00 €


Jungend forscht Wettbewerbsleitung

Michael Schulz
T +49 (0) 1522 2620029

Jugend forscht Patin

Kathrin Erdmann
T +49 (0) 3573 85-226
erdmann(at)b-tu.de


DLR_School_Lab BTU Cottbus-Senftenberg

DLR_School_Lab BTU Cottbus-Senftenberg

Das DLR_School_Lab der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg (BTU) ist Teil der bundesweiten Schülerlaborlandschaft des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und in das College der BTU integriert. Es ermöglicht jungen Menschen einen praxisnahen Zugang zu aktuellen Forschungsthemen.

Ziele

Das DLR_School_Lab fördert das Interesse von Schülerinnen und Schülern an Naturwissenschaften und Technik durch eigenständiges Experimentieren und forschendes Lernen. Im Fokus stehen zukunftsrelevante Themen wie nachhaltige Energiesysteme, umweltfreundliche Mobilität und innovative Technologien sowie die Orientierung im MINT-Bereich.

Experimentierangebote

Das Experimentierprogramm orientiert sich an den Forschungsschwerpunkten des DLR und den Profillinien der BTU. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig an Experimenten und werden fachlich begleitet.

Zum Portfolio gehören unter anderem:

  • Elektrochemie
  • Elektromagnetismus
  • Fallturm
  • Leistungselektronik
  • Mission ISS
  • Rundlauf
  • Solarthermie
  • Wärmespeicher
  • Roboterhund

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II.

Partner

Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt e. V.

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 01.01.2026 - 31.12.2030

Projektmittel

Projektmittel: 550.000,00 €


Kontakt

Stefan Richter
T: +49 (0) 355 69 2752
dlr-school-lab(at)b-tu.de
DLR_School_Lab


MINT-EC-Themencluster Luft- und Raumfahrttechnik

MINT-EC-Themencluster Luft- und Raumfahrttechnik

Ziele

Das MINT-EC-Themencluster Luft- und Raumfahrttechnik verfolgt das Ziel, innovative und forschungsnahe Unterrichtsmaterialien für den MINT-Unterricht zu entwickeln. Im Zentrum steht die Verbindung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Luft- und Raumfahrttechnik mit schulischer Praxis.

Über einen Zeitraum von drei Jahren arbeiten Lehrkräfte länderübergreifend an der Konzeption, Erprobung und Weiterentwicklung von Lehr- und Lernformaten. Dabei sollen insbesondere komplexe Themen wie Aerodynamik, Strömungslehre oder Schwerelosigkeit didaktisch aufbereitet und für den Unterricht in den Sekundarstufen I und II zugänglich gemacht werden.

Zugleich trägt das Cluster dazu bei, Impulse aus der Forschung systematisch in den schulischen Unterricht zu integrieren und das Interesse von Schülerinnen und Schülern an MINT-Studiengängen nachhaltig zu stärken.

Zielgruppen

  • Lehrkräfte und Schulleitungen von MINT-EC-Schulen
  • Pädagog*innen der Sekundarstufen I und II mit Interesse an innovativer MINT-Didaktik

Partnerschulen im Cluster

Partnerschulen im Cluster
Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, Frankfurt (Oder)
Max-Steenbeck-Gymnasium, Cottbus
Max-Born-Gymnasium, Germering
Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium, Forst
Erzbischöfliches Ursulinengymnasium, Köln
Rudolph-Brandes-Gymnasium, Bad Salzuflen
Johanneum Gymnasium, Herborn
Gymnasium Berchtesgaden
Städtisches Jakob-Fugger-Gymnasium Augsburg

Partner

Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt e. V.

Prof. Dr.-Ing. Christoph Egbers
Center for Flow and Transport Modelling and Measurement (CFTM²)
christoph.egbers(at)b-tu.de

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 2024 - 2027


Kontakt

Stefan Richter
ZE Zentrum für Studierendengewinnung und Studienvorbereitung (College)
stefan.richter#1(at)b-tu.de


Abgeschlossene Projekte

Hier finden Sie eine Auflistung der bereits erfolgreich abgeschlossenen Projekte.

Profilgebundene WissensChecks 2.0

Profilgebundene WissensChecks 2.0 Online-Selbsteinschätzung für Studieninteressierte

„Profilgebundene WissensChecks 2.0“ ist ein ESF-gefördertes Kooperationsprojekt von sieben brandenburgischen Hochschulen und Universitäten, die gemeinsam an der Schaffung und Weiterentwicklung von Online-Angeboten zur Studienorientierung, Studienvorbereitung und –begleitung arbeiten. Langfristiges Ziel ist es, durch eine Bündelung hochschulischer Kompetenzen die Entwicklung innovativer Online-Lehr/Lern-Angebote und deren Vernetzung im Land Brandenburg voranzutreiben.

Ziele

Das Projekt basiert auf den Erfahrungen und Vorarbeiten des Pilotprojekts „Profilgebundene WissensChecks“ (2016-2018), in dem Online-Fachtests zur Selbstüberprüfung des Wissensstands von beruflich qualifizierten Studieninteressierten für die Studiengänge Medieninformatik (TH Brandenburg), Holzingenieurwesen (HNE Eberswalde), Informatik und Physik (TH Wildau) entwickelt wurden. Dabei wurde die Entwicklung eines gemeinsamen Fragenpools angestoßen, der es den Verbundhochschulen zukünftig ermöglichen soll, Testfragen strukturiert abzulegen und untereinander zu tauschen.

Das Folgeprojekt „Profilgebundene WissensChecks 2.0“ zielt auf eine Ausweitung der Tests auf weitere Studienprofile und auf zusätzliche Einsatzbereiche in Form von E-Learning-Angeboten zur Studienbegleitung sowie auf den Ausbau der Fachtests zu Studierneigungs- und Interessentests. Begleitend dazu wird der hochschulübergreifende Fragenpool weiterentwickelt. Durch die Kombination der Onlinetests mit medial aufbereiteten Informationen zu Studienablauf, Unialltag und Campusleben wird es Studieninteressierten ermöglicht, Erkenntnisse über ihre fachliche und persönliche Eignung für bestimmte Studienprofile zu gewinnen und gleichzeitig Informationen über die Studiensituation am jeweiligen Hochschulstandort in Brandenburg zu erlangen.

Zielgruppen

Die im Verbundprojekt entwickelten Angebote richten sich an folgende Zielgruppen:

  1. Personen ohne allgemeine Hochschulreife, ohne formale Hochschulzugangsberechtigung und beruflich qualifizierte Studieninteressierte,
  2. Studierwillige mit Allgemeiner Hochschulreife, Fachhochschulreife oder Fachgebundener Hochschulreife,
  3. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II.

Ergänzend sollen auch Studieninteressierte, die ein berufsbegleitendes Studium anstreben, als Zielgruppe berücksichtigt werden.

Ergebnisse

Durch die BTU Cottbus-Senftenberg wurde die Fragen-Datenbank implementiert und zu einer zentralen Fragen-Austausch-Plattform (FAP) weiterentwickelt. Die FAP wurde dabei als System zum Austausch von Online – Frage zwischen den beteiligten Hochschulen auf Basis des LMS moodle mit Erweiterungen durch eine Reihe von moodle - Plugins realisiert, wodurch eine Nutzung der Plugins und auch der gesamten Datenbank durch andere Hochschulen oder Einrichtungen möglich wird. Der Fragenaustausch aller Verbundhochschulen kann dabei über Im- und Export erfolgen, wobei die Erfassung von Metadaten, die Bearbeitung, Vorschau und Suche von Fragen in der Datenbank die Kernfunktionalitäten bilden. Eine zusätzlich entwickelte Schnittstelle bietet die Möglichkeit aus Fragen aus anderen Online – Testsystemen per QTI zu importieren und exportieren.

Basierend auf der Zielgruppenarbeit wurde zudem ein Online Self Assessment (OSA) zu dem Studiengang Maschinenbau der BTU in Form einer 360-Grad-Umgebung mit Bild- und Videopanoramen entwickelt. Gesteuert über Klicksymbole oder über eine Minimap können sich die Nutzer:innen in der virtuellen Welt über den Zentralcampus der BTU bewegen. Sie können virtuell Gebäude betreten und sich über unterschiedliche Themen informieren, z.B. wenn Studierende oder Lehrende ihre Erfahrungen und ihren Bezug zum Maschinenbau mitteilen. Zusätzlich werden Informationen zu Bewerbungsprozessen, Studienfinanzierung oder zum studentischen Leben bzw. Freizeitmöglichkeiten in der Lausitz gegeben. Das 360-Grad-OSA wurde im Rahmen einer Online-Premiere am  24.02.2021 öffentlichkeitswirksam online geschaltet und ist unter https://www.b-tu.de/college/360grad/ abrufbar. Zusätzlich wurde eine Version speziell für VR-Brillen entwickelt, die inhaltlich identisch zu der Browserversion ist und darüber hinaus einen 3D-Effekt beinhaltet.

Projektmittel

Projektmittel: 402.701,25 €

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 01.04.2021 - 30.06.2022


Investition in Ihre Zukunft
Das Projekt »Profilgebundene WissensChecks« wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

StudiPortal Brandenburg

StudiPortal Brandenburg

Bei "StudiPortal Brandenburg" handelt es sich um ein Kooperationsprojekt von acht brandenburgischen Hochschulen sowie dem Netzwerk Studienorientierung, die gemeinsam an der Schaffung und Weiterentwicklung von Online-Angeboten zur Studienorientierung, Studienvorbereitung und -begleitung arbeiten. Im Verbundprojekt obliegt der BTU Cottbus-Senftenberg die Gesamtkoordination des Projekts. Neben der Koordination werden an der BTU zwei Arbeitspakte zur Entwicklung von Komponenten der technischen Implementierung und zur Entwicklung von innovativen Informationsangeboten zur Studienorientierung verantwortet.

Ziele

Der technische und funktionelle Ausbau der Fragen-Austausch-Plattform (FAP) und der zugrundeliegenden Datenbank mit Fach- und Interessensfragen aus den beteiligten Hochschulen bildet hierbei den ersten Schwerpunkt der Projektarbeit. Dies schließt die schrittweise Erweiterung der FAP zu einem Online-Portal durch die Verknüpfung mit Interessentests, Online – Angebote und Online - Assessments der Partnerhochschulen des Projektes ein. Darüber hinaus werden in einem weiteren Schwerpunkt innovative Online-Informationsangebote zu unterschiedlichen Studiengängen konzipiert und umgesetzt. Basierend auf dem Prototyp „BTU 360° Maschinenbau“, der im Vorgängerprojekt „Profilgebundene WissensChecks 2.0“ erstellt wurde, werden weitere 360° Panoramawelten realisiert.

Zielgruppen

Die im Verbundprojekt entwickelten Angebote richten sich an folgende Zielgruppen:

  1. Personen ohne allgemeine Hochschulreife, ohne formale Hochschulzugangsberechtigung und beruflich qualifizierte Studieninteressierte,
  2. Studierwillige mit Allgemeiner Hochschulreife, Fachhochschulreife oder Fachgebundener Hochschulreife,
  3. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II.

Ergänzend sollen auch Studieninteressierte, die ein berufsbegleitendes Studium anstreben, als Zielgruppe berücksichtigt werden.

Ergebnisse

Im Rahmen der Weiterentwicklung der FAP konnte diese zu einer Schulungs-, Kommunikations- und Dokumentationsplattform mit Kursen für verschiedene Arbeitsgruppen zu einem Online-Portal ausgebaut werden. So wurden neben dem Dokumentenaustausch auch Videokon­ferenzen per BigBlueButton und gemeinsam bearbeitbare Dateien für die Projektarbeit bereitgestellt. Mit dieser Erweiterung war die Durchführung von IT-Treffen aber auch von Schulungen während der Corona-bedingten Einschränkungen möglich. Den Projektpartner:innen stand jeweils ein eigener Kursbereich für die Erstellung von Fragen und Tests zur Verfügung. Die BTU entwickelte nach dem Vorbild des im Vorgängerprojekt etablierten Prototypen BTU 360° insgesamt fünf weitere Online Self Assessments für die Studiengänge Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik, Mathematik und Wirtschaftsingenieurwesen. Hierzu wurden studiengangspezifische Inhalte (Akteure und Orte) abgefilmt sowie Fachtexte erstellt und in geklonte Versionen des Prototyps implementiert. Ein Chatbot wurde erfolgreich in eine OSA-Testversion implementiert, um technische Kompatibilität zu überprüfen. Zudem wurde gemeinsam mit der Zielgruppe in Workshops die Befüllung des Chatbots mit Fragen vorbereitet, sodass die tatsächlichen Bedarfe an auszugebenden Informationen an die Schüler:innen angepasst wurde.

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 01.04.2021 - 30.06.2022

Projektmittel

Projektmittel: 305.744.00 €


Investition in Ihre Zukunft
Das Projekt »StudiPortal Brandenburg« wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Online-Plattform "EDUpilot"

EDUpilot - Die Online-Plattform für das College

Das Zentrum für ‚Studierendengewinnung und Studienvorbereitung – College‘ beschreitet mit der Eröffnung der Online-Plattform „EDUpilot“ neue Wege bei der Interaktion mit SchülerInnen, Studieninteressierten und Studierenden, im Veranstaltungs- und Teilnahmemanagement und bei der Ermittlung der Wirksamkeit von Orientierungs- und Vorbereitungsangeboten.boten.

Ziele

Mit „EDUpilot“ wurde eine Plattform geschaffen, die administrative Software an ein Informations- und Veranstaltungsportal (Web-App) koppelt. Darüber erhalten Studieninteressierte regelmäßig Informationen zu allen College-Angeboten zur Studienorientierung und –vorbereitung und können direkt in Kontakt mit College-MitarbeiterInnen treten. Gleichzeitig werden den NutzerInnen in der App potenziell prägende (MINT)Erlebnisse in einer biografischen Zeitleiste angezeigt und können so als Grundlage für ihre künftige Studien- oder Berufsplanung dienen. Durch „EDUpilot“ fördern wir junge Menschen in ihrer biografischen Gestaltungskompetenz und unterstützen sie beim Treffen fundierter Bildungs- und Karriereentscheidungen. In der App werden unterschiedliche Bildungserfahrungen anschaulich zusammengeführt. Über ein Monitoring soll eine Datenbasis für eine wissenschaftliche Begleitforschung entstehen. Eine der Kernfragen wird sein, ob und wie die College-Angebote die Studien- und Berufswahl der College-TeilnehmerInnen beeinflussen. Im Zuge des Registrierungsprozesses für das Nutzerkonto entscheiden die TeilnehmerInnen selbst, ob Sie an der Datenerhebung teilnehmen möchten.

Weitere Informationen finden Sie auf der ProjectTogether-Projektseite von „Wirkung hoch 100“, einer Initiative des Stifterverbands, über die „EDUpilot“ gefördert wird.

Förderzeitraum

Förderzeitraum: 2021 - 2022

Projektmittel

Projektmittel: 44.220,00 €


Ansprechpartner/-innen

Wissenschaftlicher Leiter College

Projektteam

Prof. Dr. rer. nat. habil. Peer Schmidt
T +49 (0) 355 69 3467
F +49 (0) 355 69 2156
college(at)b-tu.de

Kathrin Erdmann
T +49 (0) 3573 85 226
F +49 (0) 3573 85 228
erdmann(at)b-tu.de

Beatrix Altmeyer
F +49 (0) 3573 85 225
F +49 (0) 3573 85 228
Beatrix.Altmeyer(at)b-tu.de

Fantastische BTU

BTU digital entdecken – authentisch, interaktiv, nahbar

Das College der BTU setzt mit der virtuellen Messe auf ein modernes und interaktives Format, um Studieninteressierte gezielt anzusprechen. Die fantastische BTU wurde mit dem Ziel entwickelt, die BTU nahbarer, menschlicher und attraktiver zu gestalten, indem sie die Möglichkeiten digitaler Messeplattformen optimal nutzt. Kern des Konzepts ist eine intuitive Navigation, die den Besucherinnen und Besuchern einen strukturierten Überblick über die Hochschule, ihre Studiengänge und das studentische Leben bietet. Die virtuelle Messe wird direkt auf einer Online-Plattform umgesetzt und ermöglicht den Zugang zu folgenden Bereichen:

  • Lobby mit Begrüßungsvideo
  • Wege ins Studium
  • Studentisches Leben (Hochschulsport, Bibliothek, Stadtleben, Studierendenvertretung)
  • Live-Programm mit Vorträgen und Diskussionsrunden

Ein besonderes Merkmal der fantastischen BTU ist die realitätsnahe Darstellung der Uni, die es ermöglicht, die Hochschule digital zu erleben. Dabei werden die Campus-Standorte in das Messeerlebnis integriert, sodass sich die Besucherinnen und Besucher in einer virtuellen Hochschullandschaft bewegen können. Studiengänge werden durch multimediale Inhalte, darunter Videos, interaktive Präsentationen und Live-Chats, anschaulich vorgestellt. Ein weiteres innovatives Feature ist der BTU-Guide, ein digitaler Begleiter, der die Teilnehmenden durch die Messe führt, Kontakte zu Studierenden und Lehrenden vermittelt und persönliche Einblicke in das Studium an der BTU gibt. Mit diesem Konzept stellt die BTU sicher, dass Studieninteressierte auf eine moderne, intuitive und ansprechende Weise Zugang zu allen relevanten Informationen erhalten. Die virtuelle Messe bietet somit eine ideale Plattform für eine zielgerichtete und erlebnisreiche Studienorientierung.

Servicehotline

Errichtung einer Kontakt- und Servicehotline für Studienanfängerinnen und ‑anfänger

Im Rahmen der Maßnahmen zur Unterstützung von Studienanfängerinnen und -anfängern wurde eine Kontakt- und Servicehotline mit Hilfe eines Kommunikationstools eingerichtet. Ziel dieser Maßnahme war es, die Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger zu erhöhen und ihnen einen erfolgreichen Studienstart zu ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, war es erforderlich, kurzfristig Freiräume im Studierendenservice zu schaffen, damit die Immatrikulationsprozesse effizient und zeitnah bearbeitet werden konnten. Die Hotline übernahm die Beratung und Information zu den Themen Semesterstart, Studienberatung, Wohnen, Finanzen sowie BTU-IT-Service und E-Learning. Durch die Entlastung des Studierendenservices konnten sich diese verstärkt auf die Immatrikulation neuer Studierender konzentrieren. Die Maßnahme wurde als Pilotprojekt im Jahr 2021 durchgeführt. Technisch umgesetzt wurde die Hotline durch die Integration eines Buttons auf der Startseite der Webpräsenz der BTU. Dieser ermöglichte es Studieninteressierten, über verschiedene Kommunikationskanäle wie Audio, Video, Chat, E-Mail und Terminanfragen mit den jeweiligen Ansprechpartnerinnen und ‑partnern in Kontakt zu treten.

Interaktiver Campusrundgang

Interaktiver Campusrundgang mit Actionbound

Im Rahmen der Studienorientierung hat die BTU Cottbus-Senftenberg einen GPS-geführten Campusrundgang mit der App Actionbound konzipiert. Der Rundgang, der eine Dauer von ca. 45 Minuten umfasst, führte die Teilnehmenden zu verschiedenen Stationen auf dem Campus, an denen sie Aufgaben lösen mussten, um weiterzukommen. Die inhaltliche Gestaltung der Tour wurde anhand der Interessen der teilnehmenden Schulklassen ausgerichtet und umfasste thematische Schwerpunkte wie Bauingenieurwesen, Soziale Arbeit und Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP). Das innovative Konzept wurde von den Teilnehmenden durchweg positiv aufgenommen und erhielt sehr gutes Feedback. Allerdings zeigte sich, dass die Genauigkeit des GPS-Signals auf Tablets oder Handys teilweise unzuverlässig war. Perspektivisch soll der Rundgang daher durch den Einsatz von professionellen GPS-Trackern optimiert werden, um eine präzisere Navigation und ein noch besseres Erlebnis für die Teilnehmenden zu ermöglichen.