Sie möchten erfahren, wie ehrenamtliches Engagement Ihr Studium bereichern kann?

Entdecken Sie die Geschichten von BTU-Studierenden, die sich während ihres Studiums freiwillig engagiert haben. Ihre Erfahrungen zeigen, wie Ehrenamt dabei hilft, wertvolle Kompetenzen aufzubauen, neue Kontakte zu knüpfen und neue Perspektiven auf das Leben und Studieren in Deutschland zu gewinnen.

Natasha – BTU-Buddy-Programm

,,Ich wollte schon immer ins Ausland gehen, um dort mein Studium fortzusetzen. Die Vorstellung, in ein neues Land zu ziehen, einen Neuanfang zu machen und das Leben von Grund auf neu zu starten, klang zwar total beängstigend – aber gleichzeitig auch unglaublich aufregend. Ich bin nach Deutschland und an die BTU gegangen, um eine bessere akademische Zukunft zu haben, aber auch, weil ich wusste, dass das Leben mehr zu bieten hat als meine Heimatstadt und die Stadt, in der ich meinen Bachelor gemacht habe.

Doch je näher der Tag meiner Abreise rückte, desto stärker wurde meine Angst – eine Angst, die mich fast überwältigte. Die Angst vor dem Unbekannten, den unzähligen Terminen und Interviews und dem ganzen Papierkram. Ich habe jeden Teil des Prozesses genossen, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht ständig angespannt war.

Ich hatte keinen offiziellen BTU-Buddy, aber ich habe Kontakt zu einem älteren Studenten aufgenommen, der mir bei einem der chaotischsten Prozesse geholfen hat: der Wohnungssuche. Er hat auch die ersten Wochen in Cottbus weniger überwältigend gemacht und das Leben in Cottbus leichter und ruhiger erscheinen lassen.

Ich bin mir sicher, dass viele Studierende, die gerade denselben Prozess durchlaufen, dieselbe Achterbahn der Gefühle erleben wie ich damals. Die gute Nachricht ist: Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Genau dafür gibt es das BTU Buddy-Programm. Es ist eine Gruppe von Freiwilligen wie mir, die bereits all das durchgemacht haben, was du bald erleben wirst. Und wir sind hier, um dich von Studierenden zu Studierenden bei allem zu begleiten.

BTU Buddy-Freiwillige sind Studierende der BTU, die ihre Zeit anbieten, um dir den Start in Cottbus zu erleichtern und weniger verwirrend zu machen.

Wir sind auch schon vor deiner Ankunft in Deutschland für deine Fragen und Zweifel da. Neuen Studierenden, die nach Cottbus kommen, stehen wir mit Rat und Tat zur Seite.

Ich hoffe auch, dass viele weitere Studierende als Freiwillige zu uns stoßen, denn das BTU Buddy-Programm ist eine Plattform, um neue und aktuelle Studierende zu vernetzen. Es ist ein sicherer Raum, um neue Freundschaften zu schließen, alte zu pflegen und einen positiven Einfluss auf das Leben derjenigen zu haben, die gerade erst ihre Reise beginnen.''

Reza – Amnesty International

Ein kleiner Schritt kann einen großen Unterschied machen! Für Reza Ranjbar wurde ehrenamtliches Engagement zu einer Möglichkeit, über die Universitätsblase hinauszuschauen, seine neue Umgebung kennenzulernen und aktiv zur Gesellschaft beizutragen.

Mein Name ist Reza Ranjbar. Ich komme aus dem Iran und studiere derzeit im Masterstudiengang Environmental Engineering an der BTU Cottbus-Senftenberg.

 Bevor ich nach Deutschland gekommen bin, hatte ich bereits mehrere Jahre Erfahrung im Studium und in der Arbeit im universitären Umfeld in meinem Heimatland gesammelt. Der Schritt ins Ausland war für mich jedoch ein wichtiger Wendepunkt. Er hat mir neue Möglichkeiten, neue Kulturen und neue Erfahrungen eröffnet. Gleichzeitig hat er mir gezeigt, dass der Aufbau eines Lebens in einem neuen Land nicht nur aus Studium und akademischem Erfolg besteht. Natürlich sind Universität und Bildung sehr wichtig, aber Integration bedeutet auch, Kontakte zu knüpfen, die lokale Gesellschaft besser zu verstehen und zu lernen, wie man mit Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen zusammenlebt. Für mich ist ehrenamtliches Engagement ein wichtiger Weg geworden, genau das zu erleben. 

Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit bei Amnesty hatte ich die Möglichkeit, Menschen außerhalb des universitären Umfelds kennenzulernen und mehr darüber zu erfahren, was in der Gesellschaft jenseits der akademischen Perspektive geschieht. Für internationale Studierende ist das sehr wertvoll. Es hilft dabei, die Stadt und die Menschen um sich herum aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Man bleibt nicht nur in der Universitätsblase, sondern fühlt sich stärker mit dem Ort verbunden, an dem man lebt. 

Ehrenamtliches Engagement gibt einem außerdem die Möglichkeit, für etwas einzustehen, an das man glaubt. Jede Person kann einen Bereich wählen, der ihr wichtig ist. Manche Menschen möchten Kinder oder ältere Menschen unterstützen, andere setzen sich für Tiere, die Umwelt oder Menschenrechte ein. Entscheidend ist nicht, wie groß der Beitrag ist. Auch ein kleiner Schritt kann eine positive Wirkung haben. 

Gleichzeitig ist ehrenamtliches Engagement nicht nur für die Gesellschaft von Vorteil. Man selbst bekommt ebenfalls viel zurück. Man lernt Menschen vor Ort kennen, versteht besser, wie die lokale Gemeinschaft funktioniert, und entwickelt Fähigkeiten, die für das Studium, das spätere Berufsleben und die persönliche Entwicklung hilfreich sein können. Außerdem trifft man Menschen, die einem dabei helfen können, Situationen besser zu verstehen, die in einem neuen Land zunächst unbekannt oder ungewohnt wirken. 

David – Internationaler StuRa

Interessierst du dich für studentische Politik und möchtest mehr erfahren? Lies das Testimonial von David Camilo Zambrano Chacon und entdecke die wichtige Arbeit des StuRa Internationales.

„Ich bin nach Deutschland gekommen, weil ich entdecken wollte, was das Leben außerhalb von

dem bietet, was ich bisher kannte. In Kolumbien bin ich aufgewachsen und wusste, wie dort vieles funktioniert – die Kultur, das System und der Alltag. Trotzdem war ich immer neugierig darauf, etwas Neues zu erleben. Die BTU hat mir eine internationale Umgebung und spannende Themenbereiche rund um Natur und Nachhaltigkeit geboten, und ich wollte diese Erfahrung selbst machen.

In ein neues Land alleine zu ziehen, war aufregend, aber auch überwältigend. Plötzlich musste ich lernen, mit einem komplett neuen System umzugehen: Bürokratie, Wohnungssuche, Steuern, Online-Plattformen und eine neue akademische Kultur. Gleichzeitig musste ich mir ein neues Leben aufbauen, Kontakte knüpfen, arbeiten und die Sprache lernen. Trotz der Herausforderungen habe ich diese Zeit sehr genossen, weil sie mir geholfen hat, mich selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, was ich für mein Leben möchte.

Während meiner ersten Semester war ich hauptsächlich damit beschäftigt, all diese neuen Dinge zu organisieren, und war deshalb nicht sehr aktiv in studentischen Initiativen. Als ich das Leben in Deutschland und an der BTU besser verstanden hatte, habe ich entdeckt, wie viele Möglichkeiten und Unterstützungsangebote es für Studierende gibt.

Den Studierendenrat (StuRa) habe ich nach meinem Auslandssemester wieder neu entdeckt. Ich hatte vorher schon davon gehört, aber nie wirklich verstanden, was genau dahintersteckt. Während meines Auslandssemesters hatte ich viel Kontakt mit dem Studierendenrat meiner Gasthochschule und habe gemerkt, wie wichtig studentische Mitbestimmung sein kann. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass StuRa auch noch stärker mit internationalen Studierenden zusammenarbeiten kann – und ich wollte dazu beitragen.

Der StuRa ist eine Verbindung zwischen Studierenden, der Universität und anderen Akteuren in der Region. Unser Ziel ist es, das Studentenleben zu verbessern und die Zeit an der Universität für alle angenehmer zu machen. Durch die International Department konnte ich mich auf verschiedene Arten einbringen: von der Unterstützung von Studierenden in schwierigen Situationen und bei Konflikten bis hin zu Ideen für Verbesserungen in Kursen, kulturellen Veranstaltungen und Kooperationen mit regionalen Events.

Was ich an dieser Erfahrung besonders schätze, ist, dass ich gesehen habe, wie sehr Menschen sich wirklich für die Studierendengemeinschaft einsetzen und wie viel positive Veränderung entstehen kann, wenn Studierende aktiv werden. Ich habe nicht nur gelernt, mich an der Universität und in der Stadt besser zurechtzufinden, sondern auch verstanden, wie wichtig Beteiligung und Vertretung sind – besonders für internationale Studierende.

Ich möchte andere internationale Studierende ermutigen, sich in Initiativen wie dem StuRa einzubringen. Es ist eine tolle Möglichkeit, unsere Perspektiven einzubringen und die Erfahrungen zukünftiger Studierender mitzugestalten. Ich glaube, dass wir nur erhalten können, was bereits gut funktioniert, und gleichzeitig verbessern können, was noch wachsen darf, wenn wir aktiv daran mitarbeiten.“