Ausstellung zu brisanter Thematik: "Einblicke und Ausblicke - Welzow am Rande des Tagebaus“
Bis zum 28. August 2017 kann diese 39. Kunstausstellung in der Galerie des Kraftwerkes Schwarze Pumpe der Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG) besichtigt werden. Eröffnet wurde sie am 6. April vor beeindruckender Kulisse mit 280 Besuchern. Gestaltet wurde die Fotoausstellung "Einblicke und Ausblicke - Welzow am Rande des Tagebaus" von einer studentischen Projektgruppe vom Studiengang Soziale Arbeit unter der Leitung von Prof. Dr. sc. Agnes Saretz und der Wissenschaftlichen Mitarbeiterin Anja Raschke.
Die hohe Aktualität der Ausstellung hob das Mitglied des Vorstandes der LEAG, Uwe Grosser, insbesondere im Hinblick auf die Bekanntgabe des Revierkonzeptes des Unternehmens für die Lausitz hervor.
Kreative Ideen für die Region gefragt
Offene Worte fand Prof. Dr. Agnes Saretz. In Ihrer Laudatio sagte sie: "Wichtig ist diese Präsentation, weil die Lausitz, die Lausitzer gerade jetzt unendlich viele kreative Ideen für die Weiterentwicklung der Region hinein in die Zukunft entwickeln müssen, und dazu benötigen wir nicht nur Netzwerke und Finanzen, sondern auch interessierte, begeisterungsfähige junge Menschen." Die Professorin verwies vor dem Hintergrund der Entscheidung, die Erweiterungspläne für den Tagebau Welzow-Süd bis 2020 auf Eis zu legen, auf die große Verantwortung der LEAG für Menschen der Region, die Sicherheit für Ihre Lebensplanungen benötigen, und die Landschaft der Region. "Machen Sie das Leben in den Umsiedlungsgebieten lebenswert!" sagte sie.
Die Soziale Arbeit im Kontext von Bergbau, Umsiedlung und Rekultivierung begann bereits 2005 mit dem Forschungsprojekt zur "Sozialverträglichkeit der Umsiedlung des Ortes Haidemühl" und mündet derzeit im Forschungs-und Begleitprojekt des Instituts für Soziale Arbeit "Zur Transformation einer traditionellen Bergarbeiterstadt. Soziales Leben und Handeln in einer Niederlausitzer Gemeinde". Intensiv befassen sich Studierende und Dozentinnen mit dieser Thematik, erforschen Veränderungsprozesse der Stadt und begleiten Kinder, Jugendliche und vor allem ältere Menschen im Gesamtzusammenhang mit Tagebau.
Schönheiten und Problemlagen
Die Fotos entstanden auf verschiedenen Touren durch Welzow und im angrenzenden Tagebau, wobei die Studierenden sowohl Schönheiten der Stadt als auch Problemlagen rund um den Tagebau, aber auch sogenannte Kleinigkeiten festhielten. Alle 52 in der Ausstellung gezeigten Fotos sind durch Kurzkommentare der Autorinnen und Autoren ergänzt. Im Vordergrund stehen vier inhaltliche Schwerpunkte: Tagebau, Stadt Welzow, Rekultivierung und Umsiedlungsgebiet.
Weitere Erläuterungen zur Ausstellung gab die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Anja Raschke, die insbesondere auf zwei Arbeiten mit den Titeln "Sitzen auf gepackten Koffern" und "Das Gleis des Lebens hat viele Weichen" einging und aufzeigte, dass die Gesamtheit aller Fotos und deren Bildtitel in eine ergänzende harmonische Symbiose münden.
Prof. Dr. Agnes Saretz dankte den Studierenden oder bereits Absolventinnen und Absolventen Anja Höhne, Dorothea Mucha, Dorothea Schulze, Josefine Düring, Mandy Henkel, Luisa Fröhlich, Claudia Weigend, Julia Schimang, Nele Deichsler, Sebastian Kappa, Steve Helmich, Ulrich Schubert sowie den Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Juliane Lehmann und insbesondere Anja Raschke.
Ebenso dankte sie Kerstin Schilling von der Standortkommunikation der LEAG für die umfassende Unterstützung im Zusammenhang mit der Ausstellung sowie den Studierenden der Instrumental- und Gesangspädagogik, Nora Reinhardt, Hanno Nusche, Philipp Hertrampf und Christoph Böhm, die für den musikalischen Rahmen der Vernissage sorgten.
Besichtigt werden kann die Ausstellung bis zum 28. August montags bis freitags - jeweils von 8 bis 16 Uhr, samstags - von 10 bis 16 Uhr.
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