Tarakos Anwendertage in Magdeburg
Am Mittwoch, gegen 13 Uhr begrüßte Geschäftsführer Dipl.-Ing. Herbert Beesten eine bunte Mischung von ca. 40 Vertretern diverser Planungsunternehmen, Maschinenherstellern, Logistikdienstleistern sowie Vertretern von Hochschulen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden Details der kommen Version des TaraVRBuilder vorgestellt. Ein besonderes Interesse fand das neue Ray-Tracing Modul für fotorealistische Bilder. Auch die Wegenetze und die Kooperation mit dem Modellbibliothekenanbieter CADENAS wurden mit Interesse angenommen. Ebenso wurde ein Plugin für AutoCAD vorgestellt, welches Elemente zwischen Tara und AutoCAD kompatibel umwandelt. Daraufhin wurde in einem weiteren Vortrag des Unternehmens DEMAG das Forschungsprojekt OPTIMUM vorgestellt, bei dem eine Modellfabrik mit digitalem Zwilling (mit Hilfe von TaraVRControl) aufgebaut wurde.
Bei der folgenden Kaffeepause kamen sich die Teilnehmer bei ersten Fachgesprächen etwas näher.
Der zweite Vortragsblock wurde eingeleitet durch einen Vertreter des IfAK, welcher eine Möglichkeit der drahtlosen Kommunikation zwischen Komponenten von Produktionssystemen vorstellte. Dieser Vortrag war jedoch sehr technisch und wenig anwenderorientiert.
Der folgende Vortrag des Möbelherstellers Burger Küchenmöbel zeigte die Anwendung von TaraVR bei der Planung von Erweiterungen der Produktions- und Lagerfläche. Auch die abendlichen Vorträge zeigten diverse Einsatzgebiete und Anwendungsbeispiele. Beim letzten Vortrag des Abends stellte das Unternehmen CADENAS ihr Geschäftskonzept vor und trat in den Dialog mit den Nutzern, um ihre Anstrengungen im Bereich der Logistik- und Produktionsanlagen entsprechend der Nachfrage anzupassen.
Ein Highlight des Tages fand gegen 16 Uhr statt. Die Gruppe teilte sich zum Besuch des Elbdome, das größte 360° 3D Labor Europas. Man führte die Gruppe in das nur 5 Minuten entfernte Gebäude und leitete sie in einen (fast) kugelförmigen, großen Raum. In diesem wurde die Gruppe von einem Mitarbeiter begrüßt und die Türen wurden geschlossen. Es folgte ein virtueller Spaziergang durch eine Modellfabrik, welche in TaraVRBuilder erstellt wurde. Mit Hilfe von Shutter-Brillen und einem Controller in der Hand konnte man sich durch die komplette Fabrik bewegen, so als wenn man in ihr wäre. Auch die tatsächliche Bewegung des Menschen wurde erkannt, weswegen man um die einzelnen Elemente herumlaufen konnte, als wären sie tatsächlich im Raum.
Zu Demonstrationszwecken wurde die Gruppe auch in einen digitalen Wald, Berge, verschiedene Häuser, Städte (in einer Auflösung von 11k) und sogar auf ein Holodeck geführt.
Bei der gemeinsamen Abendveranstaltung mit Buffet folgte ein intensiver Erfahrungsaustausch in sämtlichen Bereichen. Besonders die Philosophien der größeren Unternehmen wurden kritisch hinterfragt und mit Weisheiten der erfahrenen Geschäftsleute abgeglichen. Im Allgemeinen war es eine interessante Möglichkeit um Netzwerke zu bilden und Erkenntnisse für das eigene (Berufs-)Leben aufzunehmen.
Am nächsten Morgen wurde der vorherige Tag zunächst rekapituliert. Anschließend wurden weitere Vorträge zu Praxisbeispielen, ein Vortrag über Punktwolken und über den Umgang mit der allgemeinen Maschinensprache AML gehalten. Gegen 12 Uhr standen die Entwickler der Software bereit, um Wünsche und Verbesserungsvorschläge entgegenzunehmen. Diese Möglichkeit nahmen viele, besonders die erfahrenen, Nutzer dankend an. Es wurden einige Wünsche bezüglich der Bedienbarkeit, der Modellerstellung und anderen Spezifika im Programm gewünscht.
Das Fazit für den Lehrstuhl ist ein enormer Wissenszuwachs im Bereich der Darstellung und Simulation mit dem Programm TaraVRBuilder sowie einige Kontakte mit Praktikern. Eventuell wären auch Forschungskooperationen mit einigen Vertretern der Wirtschaft denkbar.
