BTU Cottbus–Senftenberg auf dem 22. Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Die BTU Cottbus–Senftenberg gestaltet am Donnerstag, 11. Juni 2015, von 10:00 bis 15:30 Uhr den 22. Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin, Tschaikowskistraße 45–49, mit.

Forschungseinrichtungen sowie Kooperationsnetzwerke aus ganz Deutschland treffen sich hier, um neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu präsentieren, deren Entwicklung mit Unterstützung des Bundes möglich wurde. Vorgestellt werden Ergebnisse aus rund 200 Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterschiedlichster Branchen und Technologien, die den Erfolg der mittelstandsorientierten Innovationsförderung des BMWi veranschaulichen. Erwartet werden über 300 Aussteller - Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie Kooperationsnetzwerke. Die Einladung der Aussteller erfolgte durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf Vorschlag der Projektträger. Mit der organisatorischen Vorbereitung des Innovationstages ist erneut der Projektträger AiF Projekt GmbH beauftragt.

 

Die BTU Cottbus–Senftenberg präsentiert sich mit folgenden Projekten auf dem 22. Innovationstag Mittelstand des BMWi:

 

- Der Lehrstuhl Konstruktion und Fertigung der Fakultät für Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen (Fakultät 3) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Markus Bambach präsentiert Ergebnisse des Projektes „Ressourceneffiziente Herstellung von Industriemessern mittels Fügen durch plastische Deformation“.

 

Im Rahmen dieses Projektes galt es, eine neuartige Verbindung zu realisieren, die Mehrkomponenten-Slicermesser frei von schweißtechnischen Optionen ermöglicht. Das treibende Ziel dabei stellte die Chance auf Reduktion der Zerspanungsarbeit der bislang aus einer Blechplatine/-ronde gespanten Messer dar. Dadurch senkt sich der Aufwand für die Herstellung und voraussichtlich der Fertigungskosten. Weiterhin gewinnen umgeformte Messer an Steifigkeit, und dies ist mit Hinblick auf die Auslenkung der gekrümmten Messerscheiben bei den Betriebsdrehzahlen von bis zu 6.000 Umdrehungen pro Minute äußerst vorteilhaft.

 

Die Ergebnisse der Betrachtungen werden gemeinsam mit der ASTOR Schneidwerkzeuge GmbH aus Storkow vorgestellt.

 

www.kuf.tu-cottbus.de

 

 

- Auch die Vertreter des Bereiches Fertigungstechnik / Tribologie um Prof. Dr.-Ing. Ralf Winkelmann aus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik (Fakultät 5) wurden in diesem Jahr erneut vom BMWi aufgefordert, die Ergebnisse eines Forschungsvorhabens auf dem Innovationstag Mittelstand zu präsentieren.

 

Gemeinsam mit einem mittelständischen Unternehmen wurde ein Verfahren zum prozesssicheren und porenfreien Schweißen mit Leichtmetalldrähten entwickelt.

 

Es handelt sich um einen Beitrag, welcher bei den Vertretern der Mobilität produzierenden Industrie besondere Aufmerksamkeit gefunden hat. Eine im Projekt nachgewiesene, sehr deutliche Reduzierung der Porosität der Schweißung ist die Basis dafür, hoch beanspruchbare Verbindungen herzustellen. Diese Arbeit liefert einen Beitrag dafür, leichter und sicherer mit Werkstoffen geringer Dichte, wie Aluminium und Magnesium, zu konstruieren und zu fertigen.

 

www2.fh-lausitz.de/fhl/mb/labor/tribologie/Index.html

 

 

 

- Das Institut für Inverse Modellierung (IIM) stellt gemeinsam mit dem süddeutschen Unternehmen REHM die Ergebnisse einer verbesserten Schweißprozessführung vor, womit das IIM ein weiteres Mal demonstriert, dass es den Brückenschlag zwischen fachgebietsübergreifender Grundlagenforschung und konkreten praxisrelevanten Technologielösungen herstellen kann.

 

Unter Leitung von Prof. Dr. rer. nat. habil. Johannes Kruscha, konnte das IIM mit drei Teilprojekten bereits im von DFG und AiF getragenen Gemeinschaftsvorhaben „Lichtbogenschweißen-Physik und Werkzeug“ eine viel beachtete Stellung in der deutschen Forschungslandschaft einnehmen und in diesem Zusammenhang auch auf die projektbezogene Zusammenarbeit mit sechs technischen Universitäten zurückblicken.

 

Mit der einmaligen Kombination verschiedener Kompetenzgebiete (Theoretische Physik, Plasmaphysik, Kathodenprozesse, Regelungstechnik, Elektrotechnik, Modellierung, Datenanalyse, automatisierte Bilddatenanalyse, Inverse Modellierung) deckt das IIM ein komplexes Fachgebiet ab, das zur Verbesserung der Regelstrategien und zur Entwicklung neuer Ansätzen der Prozessführung in der Schweiß-Lichtbogentechnologie beitragen kann.

Im Rahmen von fünf ZIM-Projekten mit Schweißgeräteherstellern konnte das IIM in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Teilproblemen lösen, ein relativ geschlossenes Gesamtverständnis der Lichtbogen-Technologie entwickeln und sich damit als nachgefragter Partner der Schweißstromquellenhersteller etablieren.

 

www.inverse-modellierung.de

 

 

 

- Im Rahmen des ZIM-Kooperationsprojektes „Ökoblockstein“ (Kurztitel) entwickelte die Fachgruppe Bauliches Recycling (FG BR) um deren Leiterin PH Dr.-Ing. habil. Angelika Mettke der Fakultät Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik Fakultät 4) in Zusammenarbeit mit Industriepartnern der Recycling- und Betonbranche großformatige Betonblocksteine mit Noppen.

 

Die Innovation besteht darin, dass die zur Betonproduktion notwendigen primären Rohstoffe Sand und Kies bis zu hundert Prozent durch Sekundärrohstoffe substituiert werden, die sonst üblicherweise im Straßenbau eingesetzt werden.

 

Im Teilprojekt der FG BR wurden die bautechnischen und umweltrelevanten Parameter der verschiedenen Sekundärrohstoffe wie rezyklierte Gesteinskörnungen, Schneidsande etc. hinsichtlich ihrer Verwertbarkeit im Betonblockstein analysiert und bewertet. Die entwickelten und im Labor getesteten Betonrezepturen wurden unter dem Aspekt des maximal möglichen Einsatzes von Sekundärrohstoffen optimiert und hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit durch die Projektpartner unter Marktbedingungen geprüft. Produziert werden mehrere Steinqualitäten, welche entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereiches beispielsweise. als Schüttgut- und Lärmschutzwände sowie Unterbau für Rohrleitungen und zur Hangsicherung zum Einsatz kommen.

 

www.tu-cottbus.de/fakultaet4/de/bauliches-recycling/