Ausstellung Boddinhaus in Berlin Neukölln

Architekturstudierende der BTU bearbeiteten die Aufgabe für den studentischen Wettbewerb zwischen Oktober 2012 und März 2013: Nach einer internen Vorauswahl unter ca. 30 Arbeiten wurden zehn Arbeiten in die Endrunde zugelassen und darunter die zum Wettbewerb eingereichten zwei Arbeiten entschieden. Diese zwei Arbeiten werden jetzt, zusammen mit drei anderen Finalisten in einer Ausstellung in den Räumlichkeiten des Büros des Quartiermanagements gezeigt, in der Hoffnung, dass die Lösungsvorschläge für die komplexe Aufgabe neue Impulse und Diskussionsgrundlagen für die Entwicklung dieser städtebaulichen und sozialen Lage in Neukölln hervorrufen.

Der Lehrstuhl Entwerfen, Wohn- und Sozialbauten der BTU-Cottbus-Senftenberg beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Fragenstellung der demografischen Entwicklung Deutschlands (sowie im europäischen Raum) und insbesondere mit der Entwicklung adäquater altersgerechter Wohnkonzepte. Barrierefreiheit, integrative Wohnmodelle, generationsübergreifende Bauten sowie typologische Untersuchungen zu unterschiedlichen Sonderwohnformen - selbständiges und betreutes Wohnen, Service-Wohnen, Senioren WGs usw. - sind in Form von Projektstudien (Städtebau und Hochbau), Seminaren und Workshops mit Studenten durchgeführt worden.

 

Aufgrund des wachsenden Bedarfs an gezielten architektonischen Lösungen zu diesem Thema hat das Ministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, zusammen mit der

Bundesarchitektenkammer und der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. einen studentischen Wettbewerb in April 2012 ins Leben gerufen, der diese Themen in einem beispielhaften Bauvorhaben bearbeitet.

 

Der Lehrstuhl nahm in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Flughafenstraße an diesem Wettbewerb mit dem Entwurf eines Mehrgenerationenhauses in Berlin - Neukölln teil. Die Aufgabe beinhaltete eine städtebauliche Auseinandersetzung mit dem unvollendeten Stadtblock an der Flughafenstraße / Hermannstraße, die Gestaltung der Freiflächen, die Entwicklung eines sozialen Konzepts für ein "Miteinander wohnen" und letztendlich die Entwicklung einer anspruchsvollen Architektur, die typologisch, räumlich und materiell in der Lage ist, die Bedürfnisse von jungen und älteren Menschen, die öffentlichen und privaten Aktivitäten des Lebens sowie interkulturelle Aspekte des Quartiers widerzuspiegeln.

 

Lehrstuhl Entwerfen, Wohn- und Sozialbauten, Prof. Huckriede

Dipl.-Ing. Alejandro Tomás Roldán, wissenschaftlicher Mitarbeiter