BTU-Prof. Dominik Lengyel zum Korrespondierenden Mitglied des DAI ernannt

Der Wissenschaftler Prof. Dominik Lengyel ist im Rahmen der Winckelmannfeier des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) zum Korrespondierenden Mitglied ernannt worden. Die Auszeichnung würdigt seine international sichtbaren Forschungsleistungen an der Schnittstelle von Archäologie, Architektur und digitaler Visualisierung.

Die Korrespondierenden Mitglieder des DAI zählen zu einem exklusiven internationalen Netzwerk herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Nominierung erfolgt ohne Bewerbung und gilt als besondere Anerkennung für wissenschaftliche Lebensleistungen in der Archäologie und ihren Nachbardisziplinen.

Gemeinsame Forschung zur antiken Metropole Pergamon

Seit 2008 arbeitet Prof. Lengyel, Inhaber des BTU-Lehrstuhls Architektur und Visualisierung, eng mit dem Deutschen Archäologischen Institut an der Erforschung der antiken Metropole Pergamon. Für die erste monographische Ausstellung im Pergamonmuseum Berlin 2011 entstand in dieser Kooperation das erste vollständige virtuelle Stadtmodell Pergamons, das seither kontinuierlich weiterentwickelt wird und international in Sammlungen und Ausstellungen gezeigt wurde. Zahlreiche weitere, teilweise von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) drittmittelfinanzierte Projekte, unterstreichen die nachhaltige Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl an der der BTU Cottbus-Senftenberg und dem DAI – darunter im Rahmen des von der DFG finanzierten Exzellenz-Clusters TOPOI (The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations) sowie aktuell im Rahmen des ebenfalls von der DFG finanzierten Langfristprojekts The Transformation of the Pergamon Micro-Region between Hellenism and Roman Imperial Period.

"Ich freue mich über die Anerkennung der langjährigen gemeinsamen Forschungsarbeit. Sie zeigt, dass ein innovatives architektonisches Konzept der Gestaltung, hier die Methode der Visualisierung von Unschärfe aus abstraktem Modellbau und virtueller Fotografie, in anderen Disziplinen einen relevanten wissenschaftlichen Beitrag liefern kann, wie ein Katalysator für die Forschungspartner, während gleichzeitig solche Visualisierungen auf Grundlage digitaler Modelle archäologische Stätten wie Pergamon wissenschaftlich fundiert und anschaulich einem breiten Publikum vermitteln können", sagt Prof. Dominik Lengyel.

Der Wissenschaftsrat bescheinigt dem Deutschen Archäologischen Institut eine archäologische Forschung "auf höchstem Niveau" und hebt insbesondere dessen Vorreiterrolle bei digitalen Forschungsinfrastrukturen und im internationalen Kulturgüterschutz hervor.

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Das Athenaheiligtum in Pergamon um 200 CE. Gipsabgüsse aus der Abguss-Sammlung Berlin-Charlottenburg. Wissenschaftliche Grundlage: Deutsches Archäologisches Institut (DAI) und Antikensammlung im Pergamon Museum Berlin, Staatliche Museen zu Berlin (SMB), Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK). (Bild: BTU / Lehrstuhl Architektur und Visualisierung)