Wie sich Licht auf Kunst und Kulturgüter auswirken kann
Kunstwerke benötigen gute Lichtverhältnisse, um Interessierten ein visuelles Erlebnis zu bieten. Licht ist ein fester Bestandteil unserer Umwelt und trägt maßgeblich zu unserer Wahrnehmung bei. Licht ist auch eine Form von elektromagnetischer Strahlung, die photochemische Reaktionen auslösen kann. Diese können die Farben eines Kulturguts verändern oder es im Extremfall sogar zerstören. Vor dem Hintergrund, dass herkömmliche Lichtquellen wie zum Beispiel Halogenlampen in Ausstellungsbereichen durch LED-basierte Leuchtmittel ersetzt werden, die zu völlig anderen Strahlungscharakteristika führen, gewinnt die Auseinandersetzung mit Licht und seiner Wirkung auf Kunstwerke derzeit an Aktualität.
MINT-Vortrag „Die helle Gefahr: Schädigung von Kulturgütern durch Licht“
Mittwoch, 22. April 2026, 17:30 Uhr
Zentralcampus Cottbus, Hörsaal C, Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG)
Konrad-Wachsmann-Allee 3, 03046 Cottbus
Interessierte sind zu der öffentlichen, kostenfreien Veranstaltung herzlich eingeladen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Referent Prof. Dr. rer. Nat. habil. Christian Weickhardt forscht zu Laser- und Lichttechnik an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig. In Zusammenarbeit mit Fachleuten aus den Bereichen Restauration und Konservation werden hier historische Farbstoffe und Pigmente hinsichtlich ihres Schädigungsverhaltens unter verschiedensten Lichtquellen untersucht. Aus den erhaltenen Daten wurde ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, die Farb- und Helligkeitsveränderung eines Farbstoffs durch die Strahlung einer beliebigen Lichtquelle zu berechnen und dadurch auf mathematischem Weg eine Vorhersage über die zu erwartende Gefährdung abzuleiten. Auf diese Weise können neuartige Leuchtmittel schnell auf ihre Eignung untersucht und Beleuchtungsszenarien optimiert werden, um einen guten Kompromiss zwischen ansprechender Präsentation und minimiertem Schädigungsrisiko zu finden.

