Kultursalon Cottbus 2026 "Wasser" zu Gast an der BTU Cottbus-Senftenberg
Tränen als Ausdruck tiefster Emotionen stehen im Mittelpunkt des nächsten Kultursalon-Events im Themenjahr „Wasser“. Unter dem Titel „Christall Floods“ widmet sich das Ensemble Due sopra il Basso am Mittwoch, 20. Mai 2026, der musikalischen Sprache der Trauer in der frühen Barockmusik. Doch nicht nur das Thema ist außergewöhnlich, sondern auch der Veranstaltungsort. Der Kultursalon findet diesmal – passend – in der Experimentierhalle am Fachgebiet Wassertechnik der BTU Cottbus-Senftenberg statt. BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande wird die Veranstaltung eröffnen.
Im Zentrum des Programms steht die enge Verbindung von menschlichem Gefühl und musikalischer Geste: Was sich nicht in Worte fassen lässt, findet in der Musik seinen Ausdruck. Tränen – mal heiß und drängend, mal still und klar – werden dabei selbst zur Klanggestalt. Komponisten des Barock haben diese emotionale Tiefe in eindrucksvolle musikalische Bilder übersetzt: als fließende Linien, als klagende Motive, als sogenannte „Seufzerfiguren“.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem englischen Komponisten John Dowland, dessen Werke bis heute als Inbegriff musikalischer Melancholie gelten. Anlässlich seines 400. Todestages rückt das Programm seine Kompositionen in einen größeren europäischen Kontext zwischen England, Frankreich, Italien und Deutschland.
Das Ensemble Due sopra il Basso interpretiert diese Musik in einer besonderen Besetzung: zwei Stimmen und Laute. Diese reduzierte Form schafft eine unmittelbare, intensive Klangwelt, die den emotionalen Gehalt der Werke unmittelbar erfahrbar macht. Ergänzt wird das Konzert durch dezente szenische Elemente, die die Wirkung der Musik vertiefen. Seit seiner Gründung im Jahr 2016 steht das Ensemble für lebendige, zugleich historisch fundierte Aufführungen Alter Musik.
Zusammenarbeit mit dem Arbeitsgebiet Wassertechnik der BTU Cottbus-Senftenberg
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Fachgebiet Wassertechnik und Siedlungswassertechnik der BTU Cottbus-Senftenberg statt – und bewusst an einem Ort, an dem Wasser nicht nur gedacht, sondern erforscht und erlebt wird. „Wasser ist Erfahrung. Musik ist Erfahrung“, sagt Dr. Konrad Thürmer, Leiter des Fachgebiets. „Das hydraulische Versuchswesen ist Grundlage zum Verständnis. Ein Kubikmeter Wasser wiegt eine Tonne – und trotzdem können wir darin gehen. Solche Phänomene lassen sich nicht allein berechnen, sondern müssen beobachtet werden.“
Vor dem Konzert gibt Thürmer eine kurze Einführung in die Versuchsanlagen, darunter Wasserrinne und Wasserbecken. Sein Wunsch: „Die Besucher sollen sich an ihre Kindheit erinnern – an das Spielen mit Steinen im Bach oder an das sich füllende Loch am Ostseestrand.“
Gerade dieser Perspektivwechsel macht den besonderen Reiz des Abends aus: Wissenschaft und Kunst begegnen sich nicht als Erklärung und Deutung, sondern als zwei eigenständige Formen von Erfahrung.
Termin: Mittwoch, 20. Mai 2026, 18:30 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
Ort: BTU Zentralcampus Cottbus, Lehrgebäude 4A, Experimentierhalle, Siemens-Halske-Ring 8
Hinweis: Die Veranstaltung erfordert längeres Stehen. Bei Einschränkungen wird um vorherige Kontaktaufnahme gebeten.
Tickets:
20€ regulär
25€ Supportticket
10€ Ermäßigt (Studierende
Kontakt Kultursalon Cottbus
Jörg Tudyka
Tel: (0355) 866 881 64
mail(at)tudyka-pr.de
www.tudyka-pr.de
Kontakt BTU
Dr.-Ing. Konrad Thürmer
Wassertechnik
Tel: (0355) 69 4303
E konrad.thuermer(at)b-tu.de

