Internationale Vernetzung in der Sozialen Arbeit: BTU-Wissenschaftlerin präsentiert Forschung in Aberdeen
Vom internationalen wissenschaftlichen Austausch bis hin zur Anbahnung neuer Kooperationen bot die European Conference for Social Work Research (ECSWR) 2026 in Aberdeen vielfältige Impulse für Forschung und Lehre im Bereich der Sozialen Arbeit. Rund 800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Kontinenten nahmen an der Konferenz teil, für die im Vorfeld etwa 1.300 Abstracts eingereicht worden waren.
Auch die BTU Cottbus-Senftenberg war auf der internationalen Fachkonferenz vertreten: Doinița Grosu präsentierte dort ihr Promotionsprojekt zur Geschichte der Sozialarbeit anhand der Biografie von Christine Galitzi, einer Pionierin der Sozialarbeit in Rumänien.
Bereits am Vortag der eigentlichen Konferenz fanden zahlreiche Veranstaltungen der sogenannten Special Interest Groups (SIG) statt. Doinița Grosu nahm an der eintägigen SIG „Social Work History and Research“ teil und wurde in die internationale Forschungsgruppe aufgenommen. Künftig wird sie an der Mitorganisation dieses Netzwerks beteiligt sein.
Der Vortrag der BTU-Wissenschaftlerin war Teil des internationalen Symposiums „Today has a Past and a Place: Boundaries between Social Work and other Disciplines through a Historical and International Lens“, das von Forschenden verschiedener Universitäten aus Deutschland, der Schweiz, den Vereinigten Staaten, Kanada und Italien organisiert wurde. Im Mittelpunkt ihres Beitrags stand die Frage, wie das damals verbreitete Konzept der sogenannten Sozialhygiene die frühe Professionalisierung der Sozialen Arbeit beeinflusste.
Der Vortrag stieß auf großes Interesse und führte zu intensiven Diskussionen mit Fachkolleginnen und -kollegen aus unterschiedlichen Ländern. Besonders der Fokus auf osteuropäische Perspektiven sowie auf den transnationalen Charakter der Sozialen Arbeit förderte die internationale wissenschaftliche Vernetzung.
Neben rund 48 Symposien umfasste die ECSWR 2026 zahlreiche Workshops, Poster Sessions, Keynotes und Dialogformate zu aktuellen Herausforderungen und innovativen Forschungsansätzen der Sozialen Arbeit. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig auch in die Lehre an der BTU einfließen und Studierenden internationale Perspektiven auf die Profession vermitteln.
Die Teilnahme an der Konferenz wurde durch eine Förderung des Gleichstellungsbüros und der Fakultät 4 ermöglicht.



