Gratulation zur Promotion
Die Promotion von Angela Obongo beschäftigt sich mit Faktoren aus den Perspektiven des Gesundheitssystems und der Politik, die den Zugang zu und die Inanspruchnahme von Leistungen im Bereich Schwangerschaftsdiabetes in Kenia beeinflussen. Für die Promotion wurden empirische Daten in Kenia erhoben und unter Einbeziehung einer post-kolonialen Linse qualitativ und quantitativ ausgewertet.
Zentrales Ergebnis ist, dass der Zugang zur Versorgung bei Schwangerschaftsdiabetes durch geringes Bewusstsein, begrenzte Screening-Kapazitäten, Schwächen in der Lieferkette sowie finanzielle und geografische Hindernisse weiterhin eingeschränkt ist, wobei Frauen in ländlichen Gebieten und mit niedrigem Einkommen am stärksten betroffen sind.
Trotz Fortschritten in der Gesundheitsversorgung in den letzten Jahrzehnten behindern weiterhin erhebliche, zum Teil historisch gewachsene, strukturelle und systemische Hindernisse, darunter finanzielle Zwänge, Ressourcenknappheit und -allokation, schwache Datensysteme, inkonsistente Protokolle und begrenzte Fachkräfte, den Zugang zur Versorgung. Die Stärkung von Früherkennung und Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes erfordert die Priorisierung in der Politik, die Verbesserung der Datensysteme und die Einbindung der Gemeinschaften in eine regionale und partizipative Entwicklung.
Das Studienprotokoll wurde in der Zeitschrift BMJ open publiziert.
Die Promotion wurde betreut von Prof. Dr. Jacob Spallek (BTU, FG Gesundheitswissenschaften) und Prof. Dr. Christine Färber (†). Zweitgutachter war Prof. Dr. Hajo Zeeb (Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, Bremen), Vorsitzender der Promotionskommission war Prof. Dr. Christian Kopkow.
Wir wünschen Angela Obongo alles Gute auf dem weiteren wissenschaftlichen und persönlichen Weg.


