FEM*Lights: BTU zieht Bilanz eines wegweisenden Programms für Gleichstellung und wissenschaftliche Exzellenz
Mit dem Professorinnenprogramm III hat die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) in den vergangenen sechs Jahren ihre Position als attraktive Arbeitgeberin und Wissenschaftsstandort gestärkt. Durch die Förderung konnten Professorinnen neu berufen bzw. gefördert, innovative Gleichstellungsmaßnahmen umgesetzt und nachhaltige Strukturen für Chancengerechtigkeit etabliert werden. Damit leistete das Programm einen wichtigen Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung der Universität und zur Gewinnung exzellenter Wissenschaftlerinnen.
Zum Abschluss der Förderphase 2020 bis 2026 zieht die BTU Bilanz: Das Professorinnenprogramm III hat Impulse gesetzt, die weit über die Förderung einzelner Wissenschaftlerinnen hinausreichen. Zu den erreichten Ergebnissen zählen die Etablierung eines datenbasierten Gender-Monitorings, innovative Mentoring- und Karriereentwicklungsprogramme, die Stärkung von Netzwerken für Frauen in Wissenschaft und MINT-Fächern sowie zahlreiche Maßnahmen zur Sichtbarmachung weiblicher Forschungsexzellenz.
Die vergangenen mehr als fünf Jahre haben die Gleichstellungsarbeit an der BTU nachhaltig geprägt. Ob Professorinnen, Promovendinnen, akademische Mitarbeiterinnen, Gremienfrauen oder MINT-Studentinnen und -Tutorinnen – sie alle konnten von den zusätzlichen, durch den Bund finanzierten Gleichstellungsmaßnahmen profitieren. BTU-Wissenschaftlerinnen sind heute sichtbarer und wirksamer denn je: Ihre Forschung findet national und international Beachtung, sie bringen ihre Expertise in große Forschungsverbünde und Transformationsprojekte ein und sind zunehmend als Expertinnen in den Medien präsent. Dadurch bereichern sie wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten um wichtige Perspektiven und tragen zur Innovationskraft der Universität bei.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Gewinnung und Förderung von Schülerinnen und Studentinnen für MINT-Studiengänge. Insgesamt wurden 32 MINT-Frauenförderstipendien vergeben. Die Stipendiatinnen wurden durch die MINT-Botschafter*innen fachlich und persönlich begleitet. Viele von ihnen engagieren sich inzwischen selbst als Botschafterinnen der BTU, präsentieren eigene Projekte an Schulen der Lausitz und begeistern junge Frauen für Technik, Naturwissenschaften und Forschung. Die Geek Girls stehen dabei beispielhaft für eine neue Generation selbstbewusster MINT-Talente und sind zu sichtbaren Vorbildern für Schülerinnen der Region geworden.
Auch strukturell zeigt das Programm deutliche Wirkung: Der Anteil weiblicher Professuren an der BTU konnte von 21 auf 31 Prozent gesteigert werden. Mit dem etablierten Gender-Monitoring verfügt die Universität heute über ein wichtiges Instrument, um Entwicklungen sichtbar zu machen und Gleichstellungsziele strategisch zu verfolgen. Die Daten zeigen zugleich, dass sich Frauen an der BTU stärker denn je in Gremien engagieren und die Entwicklung ihrer Universität aktiv mitgestalten.
Insgesamt hat das Professorinnenprogramm III einen spürbaren Kulturwandel angestoßen. Gleichstellung, Diversität und Chancengerechtigkeit sind heute noch stärker als Querschnittsaufgaben in Forschung, Lehre und Hochschulentwicklung verankert. Sichtbar wird dies auch in neuen Beteiligungs- und Austauschformaten sowie in der Arbeit der Senatskommission Universitätskultur und Universitätsgemeinschaft. Die Förderung hat dazu beigetragen, dass Vielfalt an der BTU nicht nur als Ziel formuliert, sondern zunehmend als gelebte Praxis wahrgenommen wird.
Die Ergebnisse des Programms und ihre Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Universität stehen im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung “FEM*Lights” am 25. Juni 2026.
Eröffnet wird die Veranstaltung durch Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle und BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande. Vorgestellt werden zentrale Ergebnisse der Förderphase sowie Projekte wie die Geek Girls, das MINT-Frauennetzwerk, die Projektförderung „GENial“ und das FEMVision Mentoring Programm mit dem VisionärinnenSalon.
„Das Professorinnenprogramm III hat die Universität weit über die Förderung einzelner Wissenschaftlerinnen hinaus gestärkt. Es hat uns ermöglicht, exzellente Professorinnen für unsere Universität zu gewinnen und nachhaltige Strukturen für Chancengerechtigkeit aufzubauen. Vielfalt und gleiche Entwicklungschancen sind entscheidende Voraussetzungen für wissenschaftliche Exzellenz und Innovationskraft“, betont BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande.
Wissenschaftlerinnen im Gespräch
Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist der FEM*Lights-Salontalk mit den durch das Programm geförderten Professorinnen Stefanie Kiwi Menrath, Juliane Noack Napoles, Melanie Jaeger-Erben und Johanna Blokker. Sie berichten über ihre wissenschaftliche Arbeit, ihre Erfahrungen an der BTU und die Bedeutung des Programms für ihre Karrierewege. Eine begleitende Posterausstellung gibt Einblicke in die Entwicklung und Wirkung des Professorinnenprogramms III.
Zeitgleich finden auf dem Zentralcampus die Decarbon Days statt – ein internationales Cleantech- und Transformationsfestival, das am 24. und 25. Juni 2026 Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen Dekarbonisierung, grüne Industrie, Innovationen und die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz als Europas erstem „Net Zero Valley“.
Termin
Datum: Donnerstag, 25. Juni 2026, 10–13 Uhr
Ort: Großer Hörsaal und Pavillon, Zentralcampus der BTU Cottbus-Senftenberg
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

