Vom Studenten, der den Raum nutzt, zum Gestalter, der ihn prägt.
Im Interview erzählt er, warum dieses Projekt für ihn etwas ganz Besonderes ist:
Wie kam es dazu, dass Sie die Beleuchtung der neuen Mensa gestaltet haben?
Als ich die ersten Entwürfe und Renderings des Architekturbüros Hampel Kotzur & Kollegen Architekten Ingenieure sah, fielen mir sofort die geplanten Ringleuchten auf. Ich habe daraufhin das Gespräch mit den Kolleg*innen gesucht. Ursprünglich war ein Mitbewerber aus Österreich im Gespräch, doch am Ende überzeugte das Argument der Regionalität: Warum ein Produkt von weit her beziehen, wenn die Manufaktur nur 1,5 km vom Campus entfernt liegt? Dass ich zudem Alumnus der BTU bin, hat dem Projekt natürlich eine zusätzliche emotionale Ebene verliehen. Somit war es für mich Ehrensache und so wollte ich unbedingt, dass „meine“ Uni mit regionalem Design leuchtet.
Nutzen Sie die Mensa selbst?
Ja, und das ist der Punkt, an dem die Geschichte für mich fast magisch wird. Ich habe 1999 das erste Mal in dieser Mensa gegessen – damals noch als Gast. 2003 begann ich genau hier mein Architekturstudium, um zu lernen, wie man Räume gestaltet und Atmosphäre schafft. Dass ich heute, über 20 Jahre später, mit meinen eigenen Mitarbeiter*innen hier zum Mittagessen sitze, während über uns unsere eigenen Produkte hängen, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Für mich schließt sich hier nach zwei Jahrzehnten ein ganz persönlicher Kreis: Vom Studenten, der den Raum nutzt, zum Planer, der ihn prägt.
Was macht gutes Licht für Sie aus?
Licht entscheidet darüber, ob ein Raum angenehm wirkt. Uns war wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, die trotz der Größe der Mensa ruhig und einladend bleibt. Gleichzeitig sparen wir durch moderne LED-Technik rund 90 % Energie im Vergleich zu früher.
Welchen Rat geben Sie Studieninteressierten?
Ich empfehle unbedingt ein Schnupperstudium von mindestens zwei Wochen. Es ist wichtig, den Alltag im Atelier zu erleben, in Vorlesungen reinzuhören und vor allem das direkte Gespräch mit Studierenden und Dozenten zu suchen. Ich selbst habe ursprünglich mit Wirtschaftsingenieurwesen begonnen, aber schon nach einem Semester gemerkt, dass mein Herz für die Gestaltung schlägt und dann angefangen, Architektur zu studieren.
Stefan Restemeier freut sich über die Wirkung seiner Leuchten in den neuen Mensa-Räumen: „Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass ich 20 Jahre nach meinem Studienbeginn einen so gestalterischen Beitrag an meiner eigenen Universität leisten durfte.“




