Viele Gespräche und spannende Einblicke in die brandenburgische Forschung auf dem Finsterwalder Wochenmarkt
Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die mitgebrachten Exponate zu begutachten und sich über aktuelle Forschungsprojekte zu informieren. Auch das Angebot von Kaffee und Kuchen wurde gerne angenommen und bot einen angenehmen Rahmen für den Austausch. Besonders viel Interesse weckte das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB) mit seinem Citizen-Science-Projekt PlanBio. Im Mittelpunkt steht die biologische Vielfalt im Lausitzer Braunkohlerevier und die Frage, wie Bürger:innen selbst zur Erfassung von Arten beitragen können. Viele Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich über das Projekt zu informieren und ihr Wissen bei einem digitalen Quiz rund um Biodiversität und Umweltthemen zu testen. Das interaktive Angebot bot einen niedrigschwelligen Einstieg und führte zu zahlreichen Gesprächen über Natur, Artenvielfalt und Beteiligungsmöglichkeiten.
Das EECON Lab des Energie-Innovationszentrums (EIZ) der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg informierte über ein Forschungsprojekt zur Akzeptanz der Energiewende in der Strukturwandelregion Lausitz und warb dafür um Studienteilnehmende. Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen konnten Interessierte einen virtuellen Blick über die Lausitzer Strukturwandelregion werfen. Die 360-Grad-Aufnahmen zeigten ehemalige Tagebaulandschaften mit ihren neu entstandenen Seen sowie neue Forschungsinfrastrukturen und eröffneten ungewohnte Perspektiven auf den Wandel der Region.
Mit gleich vier Forschungsprojekten war die Technische Hochschule Wildau vertreten. Die Bandbreite reichte von innovativen Ansätzen für eine verbesserte Krebsbehandlung bis hin zu Verfahren der automatisierten Bilderkennung, die unter anderem bei der Identifizierung ukrainischer Kriegsopfer unterstützen können. Die Projekte verdeutlichten, wie vielfältig Forschung zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.
Auch das Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an seinen Roadshow-Stand. Dabei wurde deutlich, dass Digitalisierung nicht nur Unternehmen betrifft, sondern viele Bereiche des täglichen Lebens. Mit ähnlichen Fragestellungen beschäftigt sich auch das Projekt COLIBRI der Universität Potsdam, das zeigt, wie digitale Lösungen zu einem guten Leben in Brandenburg beitragen können.
Die vielen Gespräche und Fragen zeigten, dass Forschung auf großes Interesse stößt, wenn sie dort präsent ist, wo Menschen ihren Alltag verbringen.
„Wissenschaft – und ich?!“ ist ein gemeinsames Projekt der Akademienunion, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG), der Hochschulrektorenkonferenz und Wissenschaft im Dialog. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Klaus Tschira Stiftung, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie dem Stifterverband.



