29. G-Forum – Jahreskonferenz zu Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand

Interdisziplinäres Unternehmertum an der Schnittstelle von Technologie, Gesundheit und Gesellschaft: Die vom FGF – Forschungsnetzwerk Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand e.V. getragene Konferenz findet vom 16. bis 18. September 2026 in Cottbus statt.

BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande eröffnet die 29. Interdisziplinäre Jahreskonferenz zu Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand (kurz G-Forum 2026). Die Tagung wird gemeinsam von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) in Cottbus ausgerichtet.

Grenzen überwinden zwischen Technologie, Gesundheit und Gesellschaft

Unter dem Titel „Grenzen überwinden – Interdisziplinäres Unternehmertum an der Schnittstelle von Technologie, Gesundheit und Gesellschaft" rückt das G-Forum 2026 die Verbindung von unternehmerischer Praxis und Innovation im Gesundheitswesen in den Fokus. Neben klassischen Hightech-Start-ups nehmen die Beiträge auch neue Formen unternehmerischer Selbstständigkeit im Gesundheits- und Pflegebereich in den Blick – von ärztlichen Niederlassungen über komplexe MVZ-Strukturen bis hin zu innovativen Gründungen in Pflege und Therapie. Im Zentrum stehen Fragen danach, welche Rolle unternehmerische Kompetenzen für die Gestaltung neuer Versorgungsmodelle spielen, wie bestehende Versorgungsstrukturen die Diffusion von Innovationen beeinflussen und vor welchen besonderen Herausforderungen Gründungsökosysteme im hochregulierten Gesundheitssektor stehen.

BTU-Prof. Dr. Gesine Grande betont: „Große Herausforderungen der Gegenwart lassen sich nicht innerhalb einzelner Disziplinen lösen. Echte Transformation entsteht dort, wo Brücken gebaut werden – zwischen Wissenschaft und Praxis, Technologie und Gesellschaft, Forschung und Unternehmertum. Dies gilt in besonderem Maße für das Gesundheitswesen, in dem Technologien wie Künstliche Intelligenz, Telemedizin und datengetriebene Anwendungen die Versorgung grundlegend verändern.“

„Die Zukunft des Gesundheits- und Versorgungssystems entwickelt sich entscheidend aus der Forschung heraus – in komplexen Zusammenhängen und in rasantem Tempo. Entscheidend ist, wie wir Innovationen einerseits aus Technologie und Digitalisierung mit denen aus Medizin, Pflege und weiteren Versorgungsdimensionen mit unternehmerischem Denken verbinden. Andererseits ist es wichtig, daraus folgend die Umsetzung der Erkenntnisse an den Bedarfen und Bedürfnissen der Menschen ausrichten“, sagt Prof. Dr. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL – CT. „Das G-Forum bietet dafür einen wichtigen Raum für einen bedeutsamen internationalen und interprofessionellen Austausch. Nur aus der Verzahnung heraus, die wir in vorbildlicher Weise in Cottbus bereits in mehreren Projekten umsetzen, entsteht die Versorgungszukunft für die Lausitz und über diese hinaus, die wir uns gemeinsam zum Ziel gesetzt haben.

„Wir wollen Gründungs-, Innovationsforschung und Mittelstandsforschung sichtbar machen und national wie international vernetzen“, sagt Prof. Dr. Diemo Urbig, Organisator und Mitglied des Präsidiums des Forschungsnetzwerks Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand e.V. „Das G-Forum schafft dafür den persönlichen Austausch, aus dem neue Ideen und Kooperationen entstehen.“ 

Lausitz als Reallabor des Strukturwandels

Die Region durchläuft einen der tiefgreifendsten Strukturwandelprozesse Europas – vom Kohle- und Energiestandort zu einem aufstrebenden Forschungs- und Innovationsstandort. „Als einzige Technische Universität Brandenburgs sehen wir uns in besonderer Verantwortung, diesen Wandel aktiv mitzugestalten“, ergänzt Prof. Grande. „Die Universität versteht sich dabei als wissenschaftlicher Anker und Treiber der Transformation und verbindet gezielt technologische, medizinische und gesellschaftliche Perspektiven – etwa durch die Profillinien ‚Globaler Wandel und Transformationsprozesse‘ und ‚Gesundheit und Life Sciences‘ sowie die Kooperation mit der MUL-CT. Gemeinsam mit Menschen aus der Lausitz und aus aller Welt schaffen wir Raum für alle, die mutig sind, die Chancen erkennen und die den Wandel gestalten wollen.“

Entrepreneurship ist fest in der Transferstrategie der BTU verankert und bildet eine von vier strategischen Säulen. Über den Gründungsservice, die Beteiligung an STARTBLOCK B2 sowie den Aufbau des Lausitz Science Parks unterstützt die Universität Gründerinnen und Gründer aktiv. Erste Erfolge zeigten sich bereits in Ausgründungen aus dem Projekt Innovationscampus Elektronik und Mikrosensorik, kurz iCampµs, sowie Initiativen wie EIZ SPARK.

Internationale Perspektiven und hochkarätige Keynotes 

Das Doktoranden- und Postdoktorandenprogramm startet am 16. September an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT). Die Hauptkonferenz am 17. und 18. September findet im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) auf dem Zentralcampus der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) statt.

Es ist das erste Mal, dass die Traditionskonferenz, die seit ihrer Gründung durch den FGF 1987 Forschende und Praktiker aus dem deutschsprachigen Raum zusammenbringt, in Cottbus zu Gast ist. Am G-Forum 2026 nehmen zahlreiche internationale Gäste sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler renommierter Universitäten aus dem Ausland teil. Lokale Gastgeber sind Prof. Dr. Diemo Urbig (Fachgebiet ABWL, insbesondere empirische Unternehmensforschung und Transformation) an der BTU und Prof. Dr. Eckhard Nagel (Vorstandsvorsitzender) and der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem.

Das G-Forum 2026 bringt Forschung aus aller Welt nach Cottbus. Präsentiert werden wissenschaftliche Arbeiten, an denen Autorinnen und Autoren von Institutionen aus 18 Ländern auf sechs Kontinenten mitgewirkt haben. Damit verbindet die Konferenz ihre starke Verankerung im deutschsprachigen Raum mit internationalen Perspektiven und Forschungskooperationen.

Auch internationale Wissenschaftler gestalten das Programm vor Ort aktiv mit. Prof. Brian S. Anderson von der University of Kansas (USA) beteiligt sich unter anderem an einer Podiumsdiskussion zum wissenschaftlichen Publizieren und bringt seine Expertise in das Doktoranden- und Post-Doc-Programm ein. Die internationale Ausrichtung zeigt sich zudem bei den Keynotes: Mit Prof. Phillip H. Phan, Ph.D. von der renommierten Johns Hopkins University (USA) und Prof. Dr. Ole Petter Ottersen von der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem konnten zwei international renommierte Wissenschaftler gewonnen werden. Ottersen war zuvor Präsident des Karolinska Institutet und Rektor der Universität Oslo.

Best Paper Awards

Im Rahmen des G-Forums werden fünf Forschungspreise vergeben: der mit 4.000 Euro dotierte KSG Entrepreneurship Research Award, der Entrepreneurship Research Newcomer Award, der Family Business und Mittelstand Research Award, der Norbert Szyperski Technologie- und Innovationsmanagement Award sowie ein Student Award für herausragende Masterarbeiten.

Über das G-Forum

Das G-Forum ist die zentrale wissenschaftliche Jahreskonferenz des FGF – Forschungsnetzwerk Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand e.V. und gilt als eine der führenden Plattformen für Entrepreneurship-Forschung im deutschsprachigen Raum. 2026 richtet die BTU Cottbus-Senftenberg die Konferenz gemeinsam mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem erstmals in Cottbus.

Fachkontakt

Prof. Dr. Diemo Urbig
ABWL; insbesondere empirische Unternehmensforschung und Transformation
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