Ehemalige Braunkohlereviere: Infrastruktur als Impulsgeber für nachhaltige Regionalentwicklung – TRANIS-Ergebnisse veröffentlicht
Vor dem Hintergrund des deutschen Kohleausstiegs und des Ziels der Klimaneutralität bis 2045 untersuchte das Projekt TransIS, wie Infrastrukturen zu einem nachhaltigen Strukturwandel in den ehemaligen Braunkohlerevieren beitragen können. Im Fokus standen das Rheinische, Mitteldeutsche und Lausitzer Revier, die durch den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung vor erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen stehen.
Anhand von Fallstudien analysierte das Projekt die Potenziale einer nachhaltigen Infrastrukturgestaltung für Umwelt- und Klimaschutz sowie für eine langfristig tragfähige Regionalentwicklung. Zudem wurde untersucht, wie umwelt- und nachhaltigkeitsbezogene Anforderungen stärker in die Förderpolitik des Strukturwandels integriert werden können.
Gemeinsam mit regionalen Akteuren wurden Empfehlungen entwickelt, um Fördermittel gezielter an ökologische und nachhaltige Ziele zu koppeln. Zentrale Ansatzpunkte sind langfristige Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kommunen und andere lokale Akteure, klare Förderkriterien mit messbaren Nachhaltigkeitszielen sowie die frühzeitige Berücksichtigung ökologischer Aspekte in der Projektplanung. Besonderer Unterstützungsbedarf besteht dabei in kleinen und ländlichen Gemeinden.
Die Projektergebnisse wurden in einem Abschlussbericht, einer Broschüre und einem Factsheet veröffentlicht und sollen dazu beitragen, die ehemaligen Braunkohlereviere zu Modellregionen einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu machen.

