Vom Plan zur Realität: Spatenstich für den Forschungscampus im Lausitz Science Park
Ein Forschungscampus nimmt Gestalt an
Wo in den kommenden Jahren neue Forschungsgebäude entstehen werden, kamen am 1. Oktober Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Forschung zum gemeinsamen Spatenstich zusammen. Damit beginnt die Erschließung des neuen Forschungscampus als zentraler Baustein des Lausitz Science Park.
Auf einem rund 50.000 Quadratmeter großen Areal entsteht bis 2030 in direkter Nachbarschaft zur Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg ein moderner Forschungsstandort. Die räumliche Nähe von universitärer und außeruniversitärer Forschung schafft dabei besondere Voraussetzungen für neue Kooperationen, gemeinsame Projekte und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Anwendung.
Der Campus ist Teil des Strukturwandels in der Lausitz und wird durch den Bund aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen gefördert sowie durch das Land Brandenburg kofinanziert.
Starke Forschungspartner an einem Standort
Auf dem neuen Campus werden mehrere Forschungseinrichtungen mit unterschiedlichen, sich ergänzenden Schwerpunkten vertreten sein.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird mit zwei Instituten auf dem Campus forschen: dem DLR-Institut für CO₂-arme Industrieprozesse und dem DLR-Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe.
Das Institut für CO₂-arme Industrieprozesse beschäftigt sich mit Technologien zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Lösungen, die zur Energiewende und zur Reduzierung industrieller CO₂-Emissionen beitragen können. Das Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe entwickelt und erforscht dagegen innovative hybrid-elektrische und vollelektrische Antriebssysteme für die Luftfahrt.
Hinzu kommen die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG und das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS. Das Fraunhofer IEG baut in Cottbus seine Forschung zu nachhaltigen Energiesystemen weiter aus – unter anderem in den Bereichen Großwärmepumpen, Energiespeicher, integrierte Energieinfrastrukturen und Geotechnologien.
Mit dem IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik kommt ein weiterer starker Forschungspartner hinzu. Damit treffen auf dem Campus Kompetenzen aus Mikroelektronik, intelligenten Sensorsystemen, Energie, Industrie und Luftfahrt aufeinander.
Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Forschungsfelder ist ein wesentliches Element des neuen Campus: Zukunftsfragen sollen nicht isoliert betrachtet werden, sondern dort, wo verschiedene wissenschaftliche Disziplinen und Technologien zusammenkommen.
Förderbescheide für die Erschließung übergeben
Der Spatenstich war zugleich mit einem wichtigen finanziellen Schritt für die weitere Entwicklung verbunden.
Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dr. Silke Launert und Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Dr. Manja Schüle übergaben die Förderbescheide für die Erschließung des Forschungscampus.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des DLR, der Fraunhofer-Gesellschaft, des IHP und der BTU Cottbus-Senftenberg wurde damit der Start für die nächste Entwicklungsphase des Campus gesetzt.
Forschung, Wirtschaft und Transfer enger zusammenbringen
Der neue Forschungscampus ist dabei mehr als die Summe einzelner Forschungsgebäude. Er fügt sich in die langfristige Entwicklung des Lausitz Science Park als Wissenschafts- und Innovationsstandort ein.
Ziel ist es, Forschungseinrichtungen, Universität, innovative Unternehmen und weitere Partner räumlich und inhaltlich enger miteinander zu verbinden. Kurze Wege sollen Kooperationen erleichtern, den Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen fördern und dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in praktische Anwendungen zu überführen.
Damit entstehen zugleich neue Perspektiven für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Cottbus und die Lausitz: für qualifizierte Arbeitsplätze, für Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, für Unternehmenskooperationen und für die Ansiedlung weiterer innovativer Akteure.
Ein sichtbarer Schritt für den Lausitz Science Park
Mit dem Spatenstich wird eine Entwicklung sichtbar, die weit über den Bau einzelner Institute hinausgeht. Auf dem Gelände des Lausitz Science Park wächst Schritt für Schritt ein Standort, an dem Wissenschaft, Wirtschaft und Technologietransfer unmittelbar zusammenkommen.
Der Forschungscampus bildet dafür einen wichtigen Baustein. Mit den neuen Forschungsinfrastrukturen und der unmittelbaren Nähe zur BTU Cottbus-Senftenberg entstehen neue Möglichkeiten für gemeinsame Forschung, Transfer und Innovation.
Der erste Spatenstich markiert deshalb nicht nur den Beginn der Erschließung eines neuen Campus. Er steht auch für den nächsten konkreten Schritt auf dem Weg zu einem international sichtbaren Wissenschafts- und Innovationsstandort in Cottbus und der Lausitz.
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