iz3w 349 erscheint: Logistik als Leidbranche der Globalisierung

Die "iz3w" ist eine der wichtigsten unabhängigen Zeitschriften zu Nord-Süd-Themen im deutschsprachigen Raum. Im November 1970 erschienen die ersten "Blätter des iz3w".
Wie viele andere politische Medien ist auch die iz3w massiv in ihrer Existenz bedroht. Durch Einsparungen und durch Spenden ist es uns gelungen, bis heute zu überleben und vor allem Spaß dabei zu haben. Wenn Sie Interesse daran haben, dass die Medienlandschaft bunt bleibt, unterstützen Sie das iz3w am sinnvollsten mit einem Abonnement. Sie werden unsere kritische und unabhängige Zeitschrift schätzen lernen.
Die Zeitschrift kann für € 5,30 in zahlreichen Buchhandlungen und Bahnhofsbuchhandlungen oder zuzügl. 1,15 Euro Porto und Versand direkt beim Informationszentrum 3. Welt (iz3w) bezogen werden. Neben der gedruckten Version bieten wir auch eine pdf-Ausgabe in unserem Online-Shop unter www.iz3w.org an.

Ausgabe Nr. 329: Logistik – Leidbranche der Globalisierung

Millionen LKWs, Schiffe und Flugzeuge transportieren Unmengen von Gütern durch die Welt. Sie verbinden Produktionsschritte, bringen Rohstoffe zur Weiterverarbeitung oder liefern Fertigwaren zum Endkonsumenten. Die Logistikbranche ist heute einer der größten Wirtschaftssektoren überhaupt, ein Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte und prekär Beschäftigte, sowie ein relevanter Faktor beim Klimawandel.

  Logistik ist das Kreislaufsystem der Globalisierung und beinhaltet mehr als das Ausliefern von Gütern. Sie ist integraler Bestandteil aller fortgeschrittenen Produktion und zeichnet sich durch überdurchschnittliches Wachstum aus. Ihre Arbeitswelt ist häufig selbst globalisiert und ein fester Bestandteil des Versuchslabors „Arbeitswelt von morgen“. Mit fairen Arbeitsbedingungen geht das nicht gerade einher – schon gar nicht für Arbeitskräfte aus Ländern des Südens.   In unserem Themenschwerpunkt befassen wir uns vor allem mit der sozialen Frage, die hinter der technisch-ökonomischen Fassade des Sektors Transport & Logistik steht.


Hefteditorial: In den ewigen Jagdgründen
 
Beiträge im Themenschwerpunkt:

Editorial zum Themenschwerpunkt
 
Arterien des Kapitalismus
Der Fluss von Gütern schafft Konkurrenz statt Ausgleich
Von Winfried Rust
 
Grenzzonen im Containerhafen
Der Hafen Freetown/Sierra Leone im neuen Logistikregime
Von Julian Stenmanns
 
Freie Fahrt für Schiffsbetreiber
Containerschiffe sind günstig – auf Kosten anderer
Von Christoph Spehr
 
Made in China?
Warenströme in der globalen Elektronikindustrie
von Peter Pawlicki
 
»Wir haben uns lautlos organisiert«
Gewerkschaftsgründungen bei DHL im postdiktatorischen Chile
Von Olaf Berg und Helen Schwenken
 
Reibungslos bewegt
Pipelines sind das Adernsystem der fossilen Moderne
von Benjamin Steininger
 
 
Politik und Ökonomie
 
China: Überstunden für die Staatssicherheit
Ein neues Gesetz soll nun auch ausländische NGOs gängeln
Von Dirk Reetlandt
 
Algerien: Aufruhr nur im Hinterland
Islamistische Strömungen haben einen schweren Stand
Von Bernd Schmid
 
Erinnerungspolitik: Zeigefinger in Richtung Türkei
Deutsche und französische Vergangenheitspolitiken zum Armeniengenozid
von Anna Laiß
 
Mexiko: Gute grüne Geschäfte
Projekte erneuerbarer Energien führen zu sozialen Konflikten
Von Rosa Lehmann
 
Südafrika: Mit Vollgas in die Sackgasse?
Fracking bedeutet für Südafrika viele Risiken
von Sören Scholvin, David Fig und Stefan Andreasson
 
Rassismus: Zeitgemäß rückwärts gewandt
PEGIDAs Rassismus ohne »Rassen«
Von Martin Bodenstein
 
 
Kultur und Debatte
 
Musik: »Sie nennen mich La Queen«
Sexismus und Feminismus in der HipHop-Familie Dakars
Von Sarah Böger
 
Design I: Making Africa
Eine ambitionierte Ausstellung über afrikanisches Design
von Paul Sutter und Felix Hoerz
 
Design II: Schaut auf diese Städte
Die Architektur der Unabhängigkeit in afrikanischen Ländern
Von Katja Behrens
 
Comic: »Laufen, rennen, klettern«
Graphic Novels aus Ägypten, dem Libanon und dem Iran
Von Vanessa Guinan-Bank
 
Film: Stumm werden
Der kamerunische Spielfilm Ninah’s Dowry über häusliche Gewalt
Von Martina Backes
 
Rezensionen:
Mbembe: Kritik der Schwarzen Vernunft
Rössler: Geschäftsmodell Waisenhaus
Miler: Nowhere Men
Gottschlich/Pilavci: Ein Jahr Istanbul