LIVING IN PROGRESS II Entwurf

Master

, E1/ E2/ E3

Vertical Studio

Auch in diesem Semester beschäftigen wir uns mit Strategien zum Umgang mit dem industriellen Wohnungsbau in Großplattenbauweise in strukturschwachen Regionen. Als Case Study werden wir die Grundbachsiedlung in Olbersdorf bei Zittau untersuchen. Die Grundbachsiedlung entstand bis 1991 im Plattenbausystem WBS 70 als Wohnstandort für Beschäftigte der Braunkohleindustrie. Mit der Einstellung der Braunkohleförderung 1991 verlor die Grundbachsiedlung ihre ursprüngliche planerische Bedeutung. Zwar blieb sie aufgrund ihres für die damalige Zeit modernen Wohnangebots noch bis Ende der 1990er-Jahre weitgehend ausgelastet, in der Folge setzte jedoch ein zunehmender Leerstand ein. Im Rahmen der aktuellen Projektideen zum Strukturwandel in Olbersdorf ist zwischen 2022 und 2038 der Rückbau von 29 Wohnblöcken mit insgesamt 1.233 Wohnungen auf 18 Gebäude mit 535 Wohnungen vorgesehen. Ergänzend sollen 192 neue Wohnungen entstehen, die die vorhandenen Wohnformen ergänzen und zeitgemäße Wohnkonzepte ermöglichen. 

Der Entwurf widmet sich den Potenzialen des Rückbaus der rund 698 Wohnungen. Wir verstehen Rückbau nicht als Abbruch, sondern als räumliche und materielle Ressource: als Möglichkeit zur Entwicklung neuer Wohnformen sowie als Quelle von Sekundärbaustoffen für zukünftige Entwürfe. 

Im Fokus stehen ergänzende Wohntypologien und aktivierende gemeinschaftliche Nutzungen unter dem Stichwort “lebensphasenorientertes Wohnen”. Wie können unterschiedliche Wohn- und Care-Bedürfnisse – von jungen Haushalten über gemeinschaftliche Wohnformen bis hin zu Angeboten für ältere Menschen – innerhalb neuer Typologien abgebildet werden? Die Betrachtung reicht dabei vom städtebaulichen bis zum baukonstruktiven Maßstab.

LIVING IN PROGRESS I Entwurf

Bachelor 5 Semester, Bachelorarbeit

Vertical Studio

Auch in diesem Semester beschäftigen wir uns mit Strategien zum Umgang mit dem industriellen Wohnungsbau in Großplattenbauweise in strukturschwachen Regionen. Als Case Study werden wir die Grundbachsiedlung in Olbersdorf bei Zittau untersuchen. Die Grundbachsiedlung entstand bis 1991 im Plattenbausystem WBS 70 als Wohnstandort für Beschäftigte der Braunkohleindustrie. Mit der Einstellung der Braunkohleförderung 1991 verlor die Grundbachsiedlung ihre ursprüngliche planerische Bedeutung. Zwar blieb sie aufgrund ihres für die damalige Zeit modernen Wohnangebots noch bis Ende der 1990er-Jahre weitgehend ausgelastet, in der Folge setzte jedoch ein zunehmender Leerstand ein. Im Rahmen der aktuellen Projektideen zum Strukturwandel in Olbersdorf ist zwischen 2022 und 2038 der Rückbau von 29 Wohnblöcken mit insgesamt 1.233 Wohnungen auf 18 Gebäude mit 535 Wohnungen vorgesehen. Ergänzend sollen 192 neue Wohnungen entstehen, die die vorhandenen Wohnformen ergänzen und zeitgemäße Wohnkonzepte ermöglichen. 

Der Entwurf widmet sich den Potenzialen des Rückbaus der rund 698 Wohnungen. Wir verstehen Rückbau nicht als Abbruch, sondern als räumliche und materielle Ressource: als Möglichkeit zur Entwicklung neuer Wohnformen sowie als Quelle von Sekundärbaustoffen für zukünftige Entwürfe. 

Im Fokus stehen ergänzende Wohntypologien und aktivierende gemeinschaftliche Nutzungen unter dem Stichwort “lebensphasenorientertes Wohnen”. Wie können unterschiedliche Wohn- und Care-Bedürfnisse – von jungen Haushalten über gemeinschaftliche Wohnformen bis hin zu Angeboten für ältere Menschen – innerhalb neuer Typologien abgebildet werden? Die Betrachtung reicht dabei vom städtebaulichen bis zum baukonstruktiven Maßstab.