Judith Vey

Dr. Judith Vey leitet das Cluster 5 – „Konflikte um Demokratie und Migration“ am Zentrum für Strukturwandel und Regionalentwicklung (ZeStuR) der BTU Cottbus - Senftenberg. Dort untersucht sie das Verhältnis von liberaler Demokratie und neoliberalem Kapitalismus in postmigrantischen Gesellschaften mit besonderem Fokus auf der Lausitz.
Dr. Vey forscht zu sozialen Bewegungen, zivilgesellschaftlicher Partizipation sowie (Flucht-)Migration aus einer herrschaftskritischen, poststrukturalistischen und intersektionalen Perspektive. Ihre Forschung ist durch einen transdisziplinär-partizipativen, anwendungsorientierten und theoriebildenden Ansatz geprägt.
Sie hat von 2002 bis 2007 Soziologie (Diplom) mit den Beifächern Politikwissenschaft und Psychologie an der FU Berlin und der Lunds Universität, Schweden, studiert. 2013 wurde sie an der Goethe Universität Frankfurt/Main mit einer hegemonietheoretischen Analyse linker Krisenproteste in Deutschland promoviert. Von 2013 bis 2022 hat sie am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin mehrere Projekte zu (Flucht)Migration, gesellschaftlichen Inklusions- und Exklusionsprozessen sowie zivilgesellschaftlicher Partizipation, Selbstorganisation und Protest eingeworben und durchgeführt. Von 2020 bis 2022 hat sie den Bereich Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte geleitet. Anschließend ist sie an die Universität Bremen an das Socium – Forschungszentrum Sozialpolitik und Ungleichheit und die Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) gewechselt, wo sie u.a. akademische Koordinatorin war. Nach einem Gastaufenthalt am Lehrstuhl Politische Theorie der Universität Potsdam ist sie seit August an der BTU tätig. Sie ist zudem Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen und Universitäten und war von 2009 bis 2025 als Trainerin der Workshopreihe "Promovieren leicht(er) gemacht" der GEW für GEW-Landesverbände, Stiftungen und Universitäten aktiv.
Von 2025 bis 2028 leitet sie zusammen mit Prof. Dr. Mareike Gebhardt und Dr. Helge Schwiertz das wissenschaftliche DFG-Netzwerk Poststrukturalistische Protest- und Bewegungsforschung: Ein multiperspektivischer Analyseansatz (POPMAP). Aufgrund ihrer Expertise im Bereich (Flucht-Migration) und zivilgesellschaftliches Engagement ist sie auch als Beraterin von Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen tätig.
Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen:
- (Flucht-)Migration
- Soziale Bewegungen, Zivilgesellschaft und Selbstorganisierung
- Rechtsextremismus(prävention)
- Politische und soziologische Theorien, insbesondere poststrukturalistische Ansätze
