Sebastian Muy

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Sebastian.Muy(at)b-tu.de

Dr. Sebastian Muy ist seit dem 15. Oktober 2026 akademischer Mitarbeiter im Projekt „Miteinander vor Ort – Räume für Vielfalt und Zusammenhalt (MvO)“ (Projektlaufzeit: 01.06.2026–31.05.2029) des Fachgebietes „Soziologie für die Soziale Arbeit“ an der Fakultät 4 der BTU Cottbus-Senftenberg. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten im Projekt gehören die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der anderen Teilprojekte des Netzwerkprojekts, eine qualitative Begleitforschung sowie die praxisorientierte Kommunikation der Forschungsergebnisse.
 

Nach dem Studium der Sozialen Arbeit (Diplom) an der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein hat er den Masterstudiengang „Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession“ der Alice-Salomon-Hochschule Berlin, Evangelischen Hochschule Berlin und Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin erfolgreich abgeschlossen. 2025 wurde er an der Pädagogischen Hochschule Freiburg mit der Gesamtnote „summa cum laude“ promoviert. Die Dissertation geht den Fragen nach, welchen Beitrag berufliches Handeln von Sozialarbeiter*innen in Aufnahmeeinrichtungen zur Bewältigung von Problemen der Lebensführung von Geflüchteten leistet, und welche Bedingungen sich dabei im Rahmen des Asylregimes identifizieren lassen, die bestimmte berufliche Handlungsweisen fördern oder begrenzen. Hierfür wurden qualitative Interviews mit Geflüchteten und Sozialarbeiter*innen, die in Aufnahmeeinrichtungen in Berlin und Bayern wohnen bzw. arbeiten, sowie weitere Daten mithilfe der Grounded Theory Methodologie analysiert. Die Erkenntnisse wurden im theoretischen Konzept der „konfliktiven Mandatsgefüge“ der Sozialen Arbeit mit Geflüchteten verdichtet, welches eine Anregung für eine differenzierende Analyse der kontextspezifischen, dynamischen und umstrittenen Akteurs- und Auftragsbeziehungen im untersuchten Handlungsfeld darstellt.
 

Seine Forschungen bewegen sich an den Schnittstellen von Sozialarbeitsforschung und Migrations(regime)forschung. Über seine wissenschaftliche Tätigkeit hinaus verfügt er über langjährige Berufserfahrung als Sozialarbeiter in der Beratung von geflüchteten Menschen, schwerpunktmäßig zum Thema Familiennachzug, sowie als Referent für Migrationssozialarbeit bei einem Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege.