Studentisches BTU-Team Lausitz Dynamics startet erneut in London
Beim Shell Eco-marathon Europe in London stehen sie mit 191 weiteren Teams aus 27 Ländern Europas und Afrikas im Queen Elizabeth Olympic Parc im freundschaftlichen Wettbewerb um das effizienteste Fahrzeug. 21 Teams kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Für die 14 Studentinnen und Studenten aus dem Team Lausitz Dynamics vom Campus Senftenberg hieß es vorab, ihr selbst konstruiertes Energiesparmobil zu überarbeiten und weiter zu verbessern. Schon seit Monaten bestimmte dies ihr Handeln. In Vorbereitung ihrer mittlerweile neunten Teilnahme am Effizienzwettbewerb forschten sie mit Einsatzbereitschaft sowie Engagement für das neue Konzept des batteriebetriebenen Fahrzeuges, mit dem sie den anderen Teams im freundschaftlichen Wettstreit Paroli bieten wollen. "Die Bat-Lady 2.0 soll an die Erfolgsgeschichte der Vorjahre anknüpfen", erklärt die Fahrerin und Marketingverantwortliche des Teams Anastasia Skifov. Immerhin konnte das Senftenberger BTU-Team seit 2009 bereits einen ersten und zwei dritte Plätze einfahren. "Back to the roots - der Batterieantrieb muss ran", sagt Anastasia Skifov. Denn schließlich bescherte dieser den Studierenden die bisher größten Erfolge. Durch enge Zusammenarbeit von Studierenden der Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Biotechnologie und Medizintechnik werden Teamfähigkeit und fachübergreifendes Denken gefördert, Probleme gelöst.
Konstruktion eines für den Straßenverkehr geeigneten Fahrzeuges
Parallel zu den aktuellen Wettbewerbsvorbereitungen hat das Team Lausitz Dynamics bereits die Zukunft im Blick und widmet sich einer weitaus größeren Herausforderung. Die in der Fahrzeug-Kategorie Prototyp erfahrenen Studierenden möchten ihre Erkenntnisse in die Kategorie UrbanConcept einfließen lassen. Die Fahrzeuge der Kategorie UrbanConcept müssen auch für den Straßenverkehr geeignet sein. Mit dem neuen Projekt UrbanConcept steuert das Team schon heute die Saison 2018 an. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Momentan stehen die Konstruktion sowie bereits die Vorarbeiten der Fertigung des Autos im Mittelpunkt.
"Was für ein Energieschema in Frage kommt, haben wir noch nicht entschieden", informiert Anastasia Skifov, "jedoch sind in den vergangen Jahren bei den Brennstoffzellen gemachten Fortschritte nicht zu leugnen. Unser Hauptziel bleibt bei beiden Fahrzeugen natürlich, mit immer weniger Energieverbrauch immer weiter zu fahren."
Starke Unterstützung aus der Region
Bei der Realisierung seiner Projekte stehen dem studentischen Team Lausitz Dynamics sein Mentor, Prof. Dr. Peter Biegel, weitere Professorinnen und Professoren, Universitätsmitarbeiter und insbesondere Sponsoren zu Seite. Ohne die starke Unterstützung durch Unternehmen und Institutionen aus der Region wäre es nicht möglich, diese Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität und von alternativen Energieträgern voranzubringen.
Hintergrund
Ziel des Shell Eco-marathon ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das eine bestimmte Distanz mit möglichst wenig Kraftstoff zurücklegt. Gefahren wird in zwei Kategorien: Im Gegensatz zur Kategorie der Prototypen, bei der den Teams in der Konstruktion kaum Grenzen gesetzt sind, müssen die Fahrzeuge der Kategorie UrbanConcept auch für den Straßenverkehr geeignet sein. Es gibt jeweils zwei Hauptarten von Motoren: Verbrennungs- und Elektromotor. Beim Verbrennungsmotor können die Teilnehmer zwischen Benzin, Diesel, Ethanol, synthetischem Diesel aus Erdgas (GTL) oder Erdgas (CNG) wählen, beim Elektromotor zwischen Batterie und Brennstoffzelle - betrieben mit Wasserstoff. In die Wertung kommt, wer zehn Runden à 1.659 Meter des Londoner Parcours in maximal 39 Minuten absolviert. Danach wird der Kraftstoffverbrauch ermittelt und hochgerechnet, wie weit das Fahrzeug gekommen wäre, wenn es einen ganzen Liter Kraftstoff oder dessen Äquivalent in Kilowattstunden verbraucht hätte. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 25 Kilometer pro Stunde.
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