„Wir machen aus einem Euro zwei“

DIW-Studie belegt wirtschaftlichen Nutzen der Hochschulen des Landes Brandenburg fast in Milliardenhöhe - Landtagsabgeordnete informieren sich

Dass die Brandenburger Hochschulen jeden Euro wert sind, der in sie investiert wird, und sie diesen sogar verdoppeln, unterstich der Vorsitzende der Landesrektorenkonferen (BLRK) Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach im Rahmen des Parlamentarischen Abends am 31. Mai 2018 im Brandenburger Landtag in Potsdam. „Wir machen aus einem Euro zwei“, sagte Prof. Steinbach in seiner Präsentation vor den Abgeordneten des Landtages. Auf Einladung der Landtagspräsidentin Britta Stark und in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch, der Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Prof. Ulrike Gutheil und Staatssekretärin für Finanzen Daniela Trochowski ergänzte er: „Wir haben damit die gleiche Effizienz wie die großen Universitäten in Berlin. Und darauf sind wir stolz!“

Diese Aussagen basieren auf einer 86-seitigen Studie zur Bedeutung der Hochschulen für die Wirtschaft des Landes, die die BLRK in Auftrag gegeben hatte und die im Februar 2018 veröffentlicht wurde. Darin kommt die unabhängige DIW Econ GmbH zu dem Schluss, dass jeder Euro, den das Land in die Hochschulen investiert, einen weiteren Euro durch Wertschöpfung generiert. Die Präsentation der Ergebnisse fand in Anwesenheit von Präsidentinnen und Präsidenten der Brandenburger Hochschulen und Vertretern außeruniveritärer Forschungseinrichtungen des Landes statt.

Danach verdoppeln sich die 400 Millionen Euro Landesmittel zur Finanzierung der acht Hochschulen durch Bruttowertschöpfung auf rund 800 Millionen Euro. Die regionale Wirtschaftsleistung wird von den Hochschulen vor allem dadurch ausgelöst, dass die vier Universitäten und vier Fachhochschulen Arbeitskräfte benötigen, Güter und Dienstleistungen einkaufen. Hierfür stellt das Land rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. Die Hochschulen produzieren mit diesem Geld zusätzlich über 100 Millionen Drittmittel und allein die Ausgaben der Studierenden generieren nochmals 317 Millionen Euro. In Summe erwirken die Hochschulen über 800 Millionen Euro Bruttowertschöpfung, sie beschäftigen über 18.400 Erwerbstätige und generieren 61 Millionen Euro Steuereinnahmen im Land.

Die öffentliche Präsentation aller Ergebnisse der Studie erfolgte am 20. April 2018.

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Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Vorsitzender der BLRK, und Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui, stellvertretende Vorsitzende der BLRK, vor der Präsentation (Foto: B. Schlütter)
Landtagspräsidentin Britta Stark eröffnet den Parlamentarischen Abend (Foto: B. Schlütter)