Forensik-Vorlesung beleuchtet Umweltkriminalität in Brandenburg

Welche Mittel und Instrumente hat ein Umweltkriminalist? Diese und weitere Fragen werden am Freitag, 13. Februar 2026, um 17:30 Uhr am Zentralcampus Cottbus der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) an einem Beispiel aus dem Land Brandenburg erläutert.

Zur öffentlichen Vorlesungsreihe "Forensic Sciences: Der Tat auf der Spur" sind alle Interessierten  in den Großen Hörsaal der BTU in 03046 Cottbus, Konrad-Zuse-Straße 4, eingeladen.

Referenten sind  Harry Jäckel, Kriminalhauptkommissar am Landeskriminalamt Brandenburg (a. D.) und Dr. Dirk Marx, Studiengangskoordinator Forensic Sciences and Engineering an der BTU. Moderiert wird wir die Veranstaltung durch Prof. Dr. Thomas Fischer, Leiter des Zentralanalytischen Labors der BTU.

Über die Vorlesung

Ein Schweinestall ist in die Jahre gekommen. Es gibt in Brandenburg zirka 50 Großstallanlagen, die seit ihrer Errichtung in den 1970er Jahren auf Fundamenten fußen, welche ebenso in die Jahre gekommen sind. Der Beton wird spröde, und die Güllebecken schlagen Leck. Wie die forensische Umweltkriminalität solche Herausforderungen angeht, steht im Zentrum dieses Vortragsabends. Am Beispiel eines Großstalles in der Region wird erörtert, wo signifikante Analysen hinsichtlich einer strafrechtlichen Begründung vorliegen könnten, und gezeigt, was seitens bestimmter Akteure bisher veranlasst wurde. Wie dabei gesellschaftlich relevante Stellen miteinander in Kontakt treten und im Zuge ihrer Rollenverständnisse agieren, bleibt am Ende des Abends zu diskutieren.

Thema:  Verbrechen im Schweinestall:
Umweltkriminalität in unserer Region

Datum: Freitag, 13. Februar 2026, 17:30 bis 19 Uhr
Ort: Großer Hörsaal am Zentralcampus der BTU, Konrad-Zuse-Straße 4, 03046 Cottbus

Bemerkungen zur Vorlesungsreihe

Der Besuch der Vorlesungsreihe "Forensic Sciences: Der Tat auf der Spur" ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Nach jedem Vortrag haben die Teilnehmenden, Gelegenheit, mit den Referierenden in den Austausch zu treten.
Veranstalter sind das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung und der Masterstudiengang Forensic Sciences and Engineering der BTU.

Zum Studiengang Forensic Sciences and Engineering

Der Studiengang Forensic Sciences and Engineering mit dem Abschluss Master of Science ist als berufsbegleitender Weiterbildungsstudiengang an der BTU Cottbus-Senftenberg ein deutschlandweites Unikat. Die Lehrveranstaltungen im Forensik-Studiengang haben Tatortarbeit, Ermittlungsverfahren und Spurenauswertung sowie deren Analyse im Kontext einer gerichtlich erfolgreichen Verwendbarkeit als Schwerpunkte.
Die Ausbildung erfolgt wissenschaftlich transdisziplinär an der BTU. Kriminaltechnische Kenntnisse, die auch für Gutachter*innen im Privatsektor zu verwenden sind, prägen ebenso das Lehrprogramm. Insgesamt steht die Kriminalistik vor neuen Herausforderungen: Das Tempo methodischer, technischer und wissenschaftlicher Entwicklungen ist geprägt durch Digitalisierung, neue internationale und europäische Tendenzen, die die bisher meist national agierenden Strafverfolgungsbehörden und Gutachter an ihre Grenzen führen.
Forensic Sciences and Engineering an der BTU nimmt diese Herausforderungen an und erweitert ab dem Wintersemester 2025/2026 sein Lehrprofil, indem Vertiefungszertifikate in Brandursachenermittlung, Schriftenkunde, Wirtschaftskriminalität und dem Sonderbereich chemische und biologische Stoffe angeboten werden. Menschen, die keine Voraussetzungen für ein Masterstudium besitzen, erhalten dennoch die einmalige Chance, sich in diesen Fachbereichen universitär weiterzubilden.

Der Flyer zur Vorlesungsreihe

Fachkontakt

Dr. rer. pol. Dirk Marx
Dekanat Fakultät 5
T +49 (0) 355 69-3139
dirk.marx(at)b-tu.de

Pressekontakt

Ralf-Peter Witzmann
Kommunikation und Marketing
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