Digital. Autonom. Klimafreundlich: Antriebe der Zukunft im Industrial Metaverse
Vom Konzept zur fertigen Fabrik – digital geplant
Der Luftverkehr steht vor seiner größten Transformation: Weg von fossilen Brennstoffen, hin zu elektrischen und hybriden Antrieben. „LoPPer“ zielt genau darauf ab – und setzt auf eine hochpräzise, automatisierte Montage von Magnetkomponenten für elektrische Flugantriebe.
„Wir entwickeln nicht nur den Antrieb, sondern den gesamten Lebenszyklus gleich mit“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Ulrich Berger, Lehrstuhlinhaber für Automatisierungstechnik an der BTU. „Dank digitaler Zwillinge können wir die gesamte Produktion virtuell planen, simulieren und optimieren, bevor auch nur eine Schraube in der Realität gedreht wird.“
Digitaler Qualitäts-Fingerabdruck beschleunigt Zulassungen
Ein besonderes Highlight: der digitale Qualitäts-Fingerabdruck. Jedes Bauteil erhält eine lückenlose digitale Dokumentation. Dies verkürzt die oft jahrelangen Zulassungsprozesse in der Luftfahrt erheblich, da Fehler bereits virtuell erkannt und behoben werden können.
Starke Partner treiben Innovation
An dem Projekt sind neben der BTU weitere renommierte Partner beteiligt:
- Center for Hybrid-Electric Systems Cottbus (chesco)
- Additive Drives GmbH (Dresden) bringt Spitzenkompetenz in der Entwicklung effizienter Elektromotoren ein.
- Fraunhofer-Gesellschaft steuert mit drei Instituten (IWU, IPK, IFF) Expertise in digitaler Produktionsplanung und Lebenszyklusanalyse bei.
An der BTU arbeiten 13 Vollzeitmitarbeitende aus sechs Fachgebieten interdisziplinär zusammen – von Automatisierungstechnik über Leistungselektronik bis zu angewandter Mathematik.
Ein Leuchtturm für Klima und Region
Mit einem Gesamtvolumen von 14,5 Millionen Euro, davon rund 3,8 Millionen Euro für die BTU, stärkt das Projekt nicht nur den Strukturwandel in der Lausitz, sondern zeigt auch, wie Klimaschutz und Hightech-Industrie Hand in Hand gehen. Die autonomen Produktionsmethoden senken Emissionen und machen elektrisches Fliegen massentauglich. Cottbus festigt damit seinen Ruf als europäische Adresse für die hybrid-elektrische Luftfahrt.

