Neue NMR-Methode auf der EUROMAR 2026 in Göteborg vorgestellt

Neue Methode zur Bestimmung von Omega-3-Fettsäuren in roten Blutzellen mit Hilfe der 1H-NMR-Spektroskopie auf dem 22. European Magnetic Resonance Congress - EUROMAR 2026 - in Göteborg vorgestellt

„Jeder Mensch hat Fettsäuren, jeder Körper braucht sie. Fettsäuren haben erhebliche gesundheitsrelevante Auswirkungen, da ihr Einfluss auf die Qualität der Zellen im Körper bedeutend ist“ (Prof. Dr. med. Clemens von Schacky).

Von besonderer Bedeutung sind dabei die langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), die wichtige Funktionen für die Gesundheit und die Eigenschaften biologischer Zellmembranen erfüllen.
Zur quantitativen Bestimmung des Anteils dieser beiden Fettsäuren an den Membranfettsäuren roter Blutzellen (Erythrozyten) haben wir eine neue Methode mit Hilfe der ¹H-NMR-Spektroskopie entwickelt. Sie eröffnet einen alternativen Ansatz zur Bestimmung des Omega-3-Index, eines etablierten Biomarkers für die Omega-3-Fettsäureversorgung.

Das Bild rechts zeigt Dr. Geppert bei Messungen mit dem gegenwärtig leistungsstärksten NMR-Gerät der Welt am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin. Weitere Anwendungen der NMR-Spektroskopie sind u.a. die zerstörungsfreie Untersuchung von Biopsie-Proben und die schnelle Beurteilung systemischer Entzündungsprozesse.

Kontakt

Prof. PD Dr. rer. nat. habil. Thomas Fischer
Zentrales Analytisches Labor (ZAL)
T +49 (0) 355 69-2840
thomas.fischer(at)b-tu.de
Dr. Geppert bei Messungen mit einem NMR-Gerät am FMP in Berlin