Artikel "Professionalisierungsoptionen der Wohnraumberatung für ländliche, strukturschwache Regionen: Perspektiven, Herausforderungen und Lösungsansätze"
Hilbig - Al Atiat, M./ Kautz, S./ Retkowski, A. (2026): Professionalisierungsoptionen der Wohnraumberatung für ländliche, strukturschwache Regionen: Perspektiven, Herausforderungen und Lösungsansätze. NDV 2/26, S. 53-59 (ISSN 0012-1185)
Link zum NDV und Link zum Artikel
Im Rahmen des monatlich erscheinenden Heftes des Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V konnte das Projekt einen Artikel zur Rubrik "Im Fokus" beitragen, der die Professionalisierungsoptionen der Wohnraumberatung in den Blick nimmt. Der Artikel stellt gebündelt Erkenntnisse aus den im Projekt geführten Interviews mit Akteur*innen aus den Pflegestützpunkten dar, macht sich für mehr Prävention stark und gibt erste Impulse zur Weiterentwicklung und Professionalisierung der Wohnraumberatung.
Artikel: "Transformation privaträumlicher Lebenswelten"
Retkowski, A., Glunde, B. & Hilbig, M. (2024). Transformation privaträumlicher Lebenswelten. Soziale Passagen. 16. 1-15. [Link zum Artikel bei Springer]
Der Beitrag greift mit der Wohnraumberatung ein bislang in Deutschland öffentlich kaum wahrgenommenes und wissenschaftlich gering untersuchtes Tätigkeitsfeld von Fachleuten auf, die über eine Zusatzqualifikation verfügen und unterschiedlichen Grundberufen wie z.B. Sozialarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen des Gesundheitsdienstes oder der Wohnungswirtschaft nachgehen oder aber ehrenamtlich tätig sind. Das Handlungsfeld ist mit Blick auf sozialökologische Transformationsprozesse von immenser Bedeutung, da es an der Schnittstelle von privater Lebenswelt, gesundheitsbezogener Daseinsvorsorge und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten sozialräumlichen Entwicklungen liegt. Vor diesem Hintergrund entwirft der Beitrag mit dem Konzept der sozialräumlichen Resilienz einen Orientierungsrahmen für Professionalisierungsoptionen des Beratungsangebots zur Wohnraumanpassung älterer Menschen. Am Beispiel des Brandenburger Teils der Lausitz werden Fragen der präventiven Gesundheitsvorsorge mit den regional und besonders im ländlichen Raum gegebenen Krisenphänomenen des demographischen Wandels, des Fachkräftemangels im Sozial- und Gesundheitssektor sowie den ökologischen Dimensionen im Wohn- und Bausektor in Verbindung gebracht. Diese Perspektive auf Beratungsprozesse steht vor der besonderen Herausforderung die Bedarfe und Bedürfnisse älterer Menschen nach Versorgung, Barrierefreiheit und Selbständigkeit ins Verhältnis zu setzen zur Notwendigkeit, die ältere Bevölkerung gleichsam auch als Akteur*innen des sozialökologischen Strukturwandels zu adressieren. In diesem Zusammenhang kann Wohnraumberatung als Medium gesellschaftlicher, transdisziplinärer Aushandlungsprozesse verstanden werden, welche individuelle, sozialräumliche und ökologische Aspekte in der Daseinsvorsorge berücksichtigt.
Hier setzt auch das Konzept zur sozialräumlichen Resilienz in der Wohnraumberatung an, welches die vielen Einflussfaktoren auf die Wohnraumberatung benennt und das Spannungsfeld eröffnet, in dem das Projekt ProWoB die Professionalisierung der Wohnraumberatung vorantreiben will.

In der ersten Phase des Projekts wurden mithilfe verschiedener Suchstrings die Bundesländer Brandenburg und Baden-Württemberg in einer Internetrecherche in verschiedenen Datenbanken und Suchmaschinen nach Angeboten der Wohnraumberatung durchsucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigt das Factsheet.
In der ersten Phase des Projekts wurde das Bundesland Brandenburg mittels einer Internet- und Datenbankrecherche mit verschiedenen Suchstrings nach Angeboten der Wohnraumberatung untersucht. Das Factsheet zeigt erste Ergebnisse dieser Recherche.

Im Rahmen der 14. ISG Weltkonferenz für Gerontechnologie stellt sich das Projekt ProWoB im September mit einem Poster zu Interdisziplinarität und Multiprofessionalität in der Wohnraumberatung vor.


