Neues CT-System erweitert Möglichkeiten der zerstörungsfreien Prüfung

Mit der Inbetriebnahme eines industriellen CT-Systems stärkt das Projekt seine Kompetenzen in der material- und prozessnahen Bauteilanalyse.

Nach der Anlieferung im Dezember wurde nun ein neues industrielles CT-System zur Materialprüfung in Betrieb genommen. Aktuell erfolgt die Einweisung des Teams in das Diondo D3 CT, das künftig gezielt in Forschung und Entwicklung eingesetzt wird.

Mit dem Computertomografen werden die Möglichkeiten der zerstörungsfreien Prüfung deutlich erweitert. Innere Strukturen von Bauteilen lassen sich dreidimensional sichtbar machen, ohne das Prüfobjekt zu beschädigen. Dies ist insbesondere für additiv gefertigte Komponenten sowie für die Analyse von Schweißnähten von hoher Relevanz.

Das CT-System ermöglicht unter anderem die Detektion von Porositäten, Rissen und Inhomogenitäten sowie die Bewertung von Bindefehlern in Schweißnähten. Darüber hinaus unterstützt es ein vertieftes Verständnis der Zusammenhänge zwischen Fertigungsprozess, Bauteilstruktur und Materialeigenschaften. Auf dieser Basis können Fertigungs- und Schweißprozesse gezielt weiterentwickelt und optimiert werden.

In den kommenden Tagen steht zunächst die intensive Einarbeitung in die Technik im Mittelpunkt. Dabei geht es sowohl um die Bedienung des Systems als auch um die Integration des CTs in laufende und zukünftige Forschungsprojekte.

Das neue CT-System stellt ein wichtiges Werkzeug für die weitere Arbeit dar. In den nächsten Beiträgen wird gezeigt, wie es konkret eingesetzt wird, welche Fragestellungen damit bearbeitet werden und welchen Mehrwert dies für Forschung und Anwendung bietet.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Klaus Schricker
Füge- und Schweißtechnik
T +49 (0) 355 69-6001
klaus.schricker(at)b-tu.de

Prof. Dr.-Ing. Holger Seidlitz
Polymerbasierter Leichtbau
T +49 (0) 355 69-5001
Holger.Seidlitz(at)b-tu.de
CT-Röntgenbild einer Prüfprobe: Sichtbarmachung innerer Strukturen und Materialverteilungen in hoher Auflösung.
Einblick in den Schaltschrank des CT-Systems während der technischen Einweisung und Inbetriebnahme durch das Team.
CT-Messaufbau mit Probenhalter: Ein additiv gefertigtes Bauteil wird für die tomografische Untersuchung positioniert und vorbereitet.
Auswertung der CT-Daten: Rekonstruktion und Visualisierung des Bauteils in mehreren Schnittebenen und als 3D-Modell zur Analyse von Defekten und Strukturen.
Das neue industrielle CT-System Diondo D3 im Einsatz: Arbeitsplatz, Steuerungseinheit und abgeschirmter Scanbereich im Labor für zerstörungsfreie Prüfung.