Von der Braunkohle zum Kupfer: neue Bergbau-Perspektiven und ambivalente Zukünfte

Wie wirken neue Bergbauprojekte auf Regionen, die sozial und wirtschaftlich abgehängt sind? Dieses zentrale Forschungsinteresse untersucht das neu bewilligte Projekt Ambivalent Spaces of Hope: New Mining Futures in left-behind places in France and Germany, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der französischen Agence Nationale de la Recherche (ANR).

Wie neue Bergbauprojekte für die Gewinnung von kritischen Rohstoffen in strukturschwachen Regionen Fuß fassen und welche Hoffnungen, Konflikte und politischen Aushandlungen sie vor Ort auslösen, untersuchen Wissenschaftler*innen der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der Université Clermont Auvergne. Im Mittelpunkt stehen dabei Vorhaben wie der Lithiumabbau in Echassière/Montluçon (Frankreich) und der Kupferbergbau in Spremberg/Schleife (Deutschland).

Zwischen Hoffnung, Konflikt und Nachhaltigkeit

Im Fokus stehen dabei die Schnittstellen von neuen Bergbauprojekten, strukturschwachen Regionen und politischer Polarisierung. Vor dem Hintergrund steigender Mineralienpreise, nationaler Rohstoffstrategien und des EU-Gesetzes zu kritischen Rohstoffen fragt das Projekt: Warum entstehen neue Bergbauprojekte häufig in sozial und politisch marginalisierten Regionen. Und auf welche Weise lösen sie dort gleichzeitig spezifische Hoffnungen wie Konflikte aus?

Lokale Perspektiven im Mittelpunkt

"Uns ist es wichtig, lokale Perspektiven direkt einzubeziehen", sagt Prof. Nina Gribat, Leiterin des Fachgebiets Stadtplanung. "Damit erhalten wir wertvolle Einblicke in die Vorstellungen der Menschen über die Zukunft, Entscheidungsprozesse und lokale Machtstrukturen."

Das Projektträgt damit entscheidend zur europäischen Debatte über Rohstoffabbau, regionale Entwicklung und Nachhaltigkeit bei.

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