Verborgene Spuren im Boden: Wie die BTU Umweltkriminalität sichtbar macht!
Die illegale Entsorgung von Müll und Bauschutt in Wäldern stellt ein zunehmendes Umweltproblem dar, so berichtet der RBB. Waldgebiete in der Nähe städtischer Regionen, etwa Berlin, sind besonders betroffen, da Abfälle häufig dorthin transportiert und illegal entsorgt werden.
Liegt eine erhebliche Umweltgefährdung vor, etwa durch in den Boden eingesickertes Mineralöl, handelt es sich um eine Straftat, die mit Haftstrafen geahndet werden kann. Kleinere Mengen Hausmüll gelten hingegen als Ordnungswidrigkeit und werden mit Bußgeldern bestraft.
Der ehemalige Leiter des Kommissariats für schwere Umweltkriminalität beim LKA Brandenburg Harry Jäkel erklärt, dass illegale Entsorgungen häufig über komplexe Subunternehmerketten erfolgen. Am Ende der Ketten stehen oft Akteure, die eine geringe Vergütung für eine fachgerechte Entsorgung erhalten und daher versuchen illegal Profit zu erzielen. Dadurch werden die Ermittlungen nach den Tätern erschwert.
Die Beseitigung illegaler Müllablagerungen verursacht jährliche enorme Kosten, die über Entsorgungsgebühren auch von Steuerzahler*innen getragen werden. Eine neue EU-Richtlinie die dieses Jahr in Kraft treten soll, enthält höhere Strafen und mehr Mittel für eine Strafverfolgung.
In den von Prof. Thomas Fischer untersuchten Bodenproben wurde Mineralöl nachgewiesen, was eine Straftat darstellt. Die Sanierung der betroffenen Stellen, beispielsweise durch den Austausch des kontaminierten Bodens, wäre aufwendig und sehr kostenintensiv und muss von den Tätern getragen werden.
Den RBB Beitrag können Sie auf dieser Webseite finden.
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