Forschung

Kultur- und Wissenssoziologie

Unsere Forschung versteht „das Soziale“ als Ergebnis von Interdependenzen zwischen Klassifikationen, Narrativen und Diskursen einerseits und sozialen Praktiken und institutionellen Kontexten andererseits. Dabei werden essentialistische Perspektiven auf „Kultur“ vermieden. Konzeptionell liegt unser Schwerpunkt auf dem Sozialkonstruktivismus, der Praxeologie, Foucault-orientierten Perspektiven sowie auf hegemonietheoretischen Ansätzen. 

Transnationalitäts- und Migrationsstudien

Unsere Forschung befasst sich mit transnationaler Mobilität innerhalb der erweiterten Europäischen Union sowie mit grenzüberschreitender Migration zwischen Nichtmitgliedstaaten und der EU. Dabei gehen wir über die nationalstaatlich geprägte Sichtweise hinaus, indem wir einen defizitorientierten Ansatz zur Untersuchung von Wanderungsbewegungen vermeiden und kritische Perspektiven entwickeln.  

Heritage Studies

Unser Forschungsansatz betrachtet Kulturerbe als eine Konfiguration kultureller, sozialer und materieller Bestandteile, die gesellschaftliche Zugehörigkeiten generieren. Diese Perspektive beinhaltet eine Reflexion großer gesellschaftlicher Entwicklungen, wie (Post-) Kolonialismus, Kapitalismus, Staatssozialismus, grenzüberschreitenden Migrationsbewegungen und Globalisierung. Sie erlaubt es, Fragen in Bezug auf Subjektivitäten und Positionalitäten zu stellen, die sich in legitimiertem und institutionalisiertem Kulturerbe widerspiegeln.

Ungleichheit, Intersektionalität und Gender Studies

Die theoretische Betrachtung der Produktion ungleicher Lebenschancen im Kontext globalisierter und transnationalisierter sozialer Beziehungen bedarf neuer konzeptioneller Ansätze. Unsere Forschung verbindet eine grenzüberschreitende Perspektive auf Ungleichheiten mit Werkzeugen der Gender Studies und der Intersektionalitätsforschung, die „Gender“, „Ethnizität“/„Race“, „Sexualität“, „Gesundheit“/„Behinderung“, „Alter“/„Lebenslauf“ und „Raum“ als „Achsen der Ungleichheit“ betrachten.