Lehrstuhlprofil

Die Entwicklung von Bauteilen und Verfahren verlangt die Bearbeitung von vielfältigen Fragestellungen der Mechanik. Das Verständnis der theoretischen Zusammenhänge sowie die Beherrschung entsprechender Methoden und Werkzeuge erlaubt die ökonomische und technisch sinnvolle Lösung praktischer Probleme.

Das Zusammenspiel von Theorie, Numerik und Experiment spiegelt sich am Fachgebiet Strukturmechanik und Fahrzeugschwingungen sowohl in der Lehre als auch im Rahmen von Forschungsprojekten mit Konstruktionen der Bereiche Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobil- und Fahrzeugbau sowie der Halbleitertechnik wieder.

Im Mittelpunkt seitens der Numerik steht hierbei die Finite Elemente Methode, für die leistungsfähige Werkzeuge im Hinblick auf die hard- und softwaretechnische Ausstattung zur Verfügung stehen. Die experimentelle Seite wird, insbesondere was den Bereich Schwingungsmessungen betrifft, auf der Grundlage eines gemäß dem Industriestandard ausgerüsteten Labors abgedeckt, so dass auch hinsichtlich der Bearbeitung von Drittmittelprojekten günstige Voraussetzungen geschaffen sind. Die Aufgabenschwerpunkte können durch die folgenden Eckpunkte umrissen werden:

Leichtbau
insb. mit Faserverbundstrukturen (CFK, GFK, ...), Sandwichtragwerke sowie Struktur- und Formoptimierung


Kontinuumsmechanik

insb. große Verformungen und Stabilitätsprobleme sowie Materialnichtlinearitäten und Kontakt

Schwingungen
insb. Körperschall und Strukturschwingungen, Fahrzeugkomfort und -akustik

Mess- und Prüftechnik
insb. Identifizierung und Bewertung von Schwingungen an Strukturen, Fahrzeugen und Bauteilen, Lebensdauer- und Betriebsfestigkeitsbetrachtungen

Die skizzierten Kernbereiche werden sowohl durch Forschungsprojekte als auch durch Lehrveranstaltungen abgedeckt, so dass der Student gezielt auf hochqualifizierte Tätigkeiten in verschiedensten Industriebereichen und ggf. auf eine entsprechende Promotion vorbereitet wird. Mit der Einbettung des Fachgebiets im Institut für Verkehrstechnik sind für interdisziplinäre Zusammenarbeiten etwa mit den Gebieten Strömungsmechanik oder thermische Maschinen sowie Fahrzeugtechnik günstige Voraussetzungen gegeben.

Ausstattung

  • moderne, leistungsfähige Rechentechnik
  • diverse Simulationssoftware, insb. FEM-Programme (ABAQUS, NASTRAN,...)
  • Labor mit moderner Schwingungsmesstechnik und Auswertesoftware, Laserscanningsystem
  • spezielle Verfahren: Modal-, Betriebsschwingungs-, Ordnungs- und Körperschallanalyse

Details siehe Ausstattung.