Der Lehrstuhl Allgemeine Technikwissenschaft trauert um Professorin Dr. Marie-Theres Albert
Prof.in Dr. Marie-Theres Albert war Mitbegründerin des Masterstudiengangs World Heritage Studies, hat den Doktorandenstudiengang Heritage Studies ins Leben gerufen und beide mit großer Umsicht geleitet. Ihre Ernennung zur Lehrstuhlinhaberin des UNESCO Chair in Heritage Studies ermöglichte es ihr, akademische Forschung, internationale Politik und die Entwicklung wissenschaftlicher Exzellenz im Bereich der Heritage Studies auf beispiellose Weise zu verbinden. Das von ihr initiierte Konzept der Heritage Studies wird an unserem Lehrstuhl aufgegriffen und fortgeführt. Wir betrachten die Erforschung des kulturellen Erbes, inklusive des technischen Erbes, als eine genuine Form des relationalen Denkens. Es manifestiert sich in kreativen Praxen im jeweiligen historischen Kontext, und damit in Strategien zur Anpassung und Weiterentwicklung an die jeweiligen kulturellen und natürlichen Umgebungen.
Nach ihrer Pensionierung gründete Prof.in Marie-Theres Albert 2012 das Berliner Institut Heritage Studies, das sich zu einem Forschungszentrum entwickelte, in dem Konzepte des Kultur- und Naturerbes in Theorie und Praxis weiterentwickelt wurden. Diese Arbeit wird nun von unserer Kollegin Anca Claudia Prodan, gemeinsam mit Claudia Grünberg, derzeit die stellvertretende Direktorin, fortgesetzt.
Beide arbeiten seit fast zwanzig Jahren mit Prof. Marie-Theres Albert zusammen. Anca Claudia Prodan setzt ihre Arbeit zum kulturellen Erbe in ihrer Habilitationsforschung am Lehrstuhl für Technikwissenschaft fort und greift damit eine neue Forschungsrichtung auf zum Verhältnis von Kulturerbeschutz und Technikinnovation. Wir sind dankbar für die Impulse, die Marie-Theres Albert unserer Forschung gegeben hat, und werden ihre Ideen in unseren Projekten weiter mitführen.

