Zukunftswerkstatt „Vernetzt in die Zukunft – Dritte Orte im Dialog“ bringt studentische Ergebnisse und Praxisakteure zusammen
Im Rahmen ihres Masterprojekts luden Studierende der Stadt- und Regionalplanung zu einer Zukunftswerkstatt unter dem Titel „Vernetzt in die Zukunft – Dritte Orte im Dialog“ nach Sachsendorf ein. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse des Projekts „Dritte Orte in der ländlichen Entwicklung“ mit Fokus auf den Landkreis Spree-Neiße.
Erstmals richtete sich eine Abschlusspräsentation damit explizit an externe Akteure aus der Region. Mehr als 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Praxis nahmen an der Veranstaltung teil. Damit wurde das klassische Format einer Hochschulpräsentation um eine dialogorientierte Transferkomponente erweitert. Ziel der Veranstaltung war es, Akteurinnen und Akteure zum Thema „Dritte Orte“ zu vernetzen, Bedarfe und Ideen zu identifizieren, Handlungsansätze zu diskutieren und Perspektiven für eine weitere Zusammenarbeit auszuloten.
Hintergrund des Masterprojekts ist die Auseinandersetzung mit dem demografischen Wandel, dem Erhalt der Daseinsvorsorge und der Rolle sogenannter Dritter Orte in ländlichen Kontexten. Das Konzept der Dritten Orte geht auf Ray Oldenburg zurück. Es beschreibt informelle Treffpunkte neben dem Zuhause als „erstem Ort“ und dem Arbeitsplatz als „zweitem Ort“, die für gesellschaftlichen Austausch und Gemeinschaftsbildung von Bedeutung sind. Sowohl in städtischen als auch in ländlichen Räumen stehen solche Orte zunehmend unter Druck. Gleichzeitig gewinnen sie im Diskurs um soziale Teilhabe, lokale Identität und demokratische Praxis an Aufmerksamkeit. Während in Städten beispielsweise Bibliotheken, Gemeinschaftsgärten oder Stadtteilzentren als Dritte Orte neu profiliert werden, stellt sich für ländliche Regionen die Frage, welche spezifischen Funktionen und Organisationsformen Dritte Orte dort annehmen und welche Rahmenbedingungen ihr Bestehen sichern können.
Die Veranstaltung wurde durch das Projekt „Praxisforschungsstelle Cottbus“ im Rahmen des Forschungsbündnisses „AlterPerimentale“, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, unterstützt.



