Entwicklung einer verbrauchsoptimierten Systemlösung zur Zudosierung eines abwasserähnlichen Nährersatzstoffs für schwach- und saisonbelastete Kläranlagen bis 1.000 EW mittels abwassertechnischer Überwachungsparameter (OptiSaN)
Projektzeitraum: 2019 - 2021
Kooperationspartner: LKT Lausitzer Klärtechnik GmbH Luckau
Projektbearbeiter der BTU: MA Sc. Mike Nemak
Projektziele:
Im ländlichen Bereich erfolgt die Abwasserreinigung vorzugsweise über kleine und Kleinkläranlagen. Funktionieren einzelne Teilbereiche einer Kläranlage nicht optimal, werden oft die notwendigen Reinigungsleistungen nicht erreicht und die Gewässer mit un- oder teilgereinigtem Abwasser verunreinigt. Gerade bei saisonal oder schwach belasteten Kläranlagen (KA) bis 1.000 Einwohnerwerte (Größenklasse 1; GK 1 gemäß Abwasserverordnung (AbwV), CSB ≤ 150 mg/l, BSB5 ≤ 40 mg/l) führen längere Zeiten geringen oder eines völlig ausbleibenden Abwasserzuflusses zu einer Unterversorgung der für den Klärungsprozess erforderlichen Mikrobiologie bis hin zum Absterben dieser. Die bisherigen Lösungen zur Minderung der auftretenden Probleme ermöglichen es nicht, die notwendige mikrobiologische Arbeitsfähigkeit permanent aufrecht zu erhalten. Die existierenden Nährersatzstoffe bilden das häusliche Schmutzwasser nicht 100 % ab, sondern nur gewisse Teilbestandteile/-komponenten. Zudem weisen manche für die Mikrobiologie auf Dauer schädliche Inhaltsstoffe auf oder verändern je nach Witterung ihre physikalischen Eigenschaften, wie die Dosierfähigkeit.
Ziel des Projektes war daher die Entwicklung einer Systemlösung für die Zudosierung eines abwasserähnlichen Nährersatzstoffs (NES) zur ganzjährigen, dauerhaft sicheren Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit der Mikrobiologie bei schwach- und saisonal belasteten Kläranlagen. Für die einzelnen Systemelemente der angestrebten Lösung waren
ein bedarfsgerechter und mikrobiell umsetzbarer Nährersatzstoff unter Einhaltung weiterer Einsatz-Randbedingungen,
eine In-Situ Analyseeinheit zur Ermittlung der IST-Situation bzgl. der Ablaufparameter,
eine zum NES passende bedarfsorientierte Dosiereinheit sowie
eine Steuerungseinheit zur bedarfsgerechten Steuerung der Dosierung über die Ablaufwerte
zu entwickeln.
Das Projektziel wurde erreicht und die Arbeiten zur Entwicklung eines NES sowie einer Systemlösung zur Dosierung und Steuerung erfolgreich abgeschlossen.
Fördermittelgeber: BMWK mit dem Förderprogramm “Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand”


Wir bedanken uns bei unserem langjährigen Projektpartner, dem Fördermittelgeber sowie dem Projektträger AiF für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Antragsstellung und Umsetzung dieses Projekts. Nur durch diese Zusammenarbeit konnte das Vorhaben erfolgreich umgesetzt und bearbeitet werden.
