ARCHITECTURAL AND STRUCTURAL ENGINEERING AND DESIGN

Der Forschungsschwerpunkt „Architectural and Structural Engineering and Design“ umfasst ingenieurwissenschaftliche und entwurfsbasierte Forschungsvorhaben in Architektur und Bauingenieurwesen und verknüpft sich u. a. mit den Forschungsschwerpunkten „Building for Climate Change“. Im Schwerpunkt selbst wird in den Bereichen Entwurf, Konstruktion und Herstellung von Bauwerken sowie Facility Management im Sinne ganzheitlicher Behandlung des Planungs-, Bau- und Erhaltungsprozesses gearbeitet. Ein weiteres Thema ist die Entwicklung und der Einsatz rechnergestützter Methoden zur Gestaltung, Optimierung und Berechnung.

Ein Schwerpunkt liegt in der Entwurfsforschung: Hierzu gehören Forschungsvorhaben im Antragswesen Entwurf, zum Digitalen Entwerfen (z. B. Autonomes Bauen, Reverse-Engineering-Methode u. a.), die Forschung über das Entwerfen, über Entwurfsmethoden und Entwurfsprozesse, die Entwurfsbasierte Forschung / Künstlerische Forschung (Artistic Research) sowie das Entwerfen als forschende Tätigkeit.

In anderen Forschungsvorhaben werden Methoden zur Verbesserung der Gebäudeplanung und der Wirtschaftlichkeit von Bauwerken ab der ersten Planungsidee bis zur Inbetriebnahme und während der gesamten Nutzungsdauer (Lebenszyklus) entwickelt. Untersucht werden die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft, der am Bau Beteiligten und deren Aufgaben. Fragestellungen betreffen unter anderem die Leistungsbilder, Vergütungsmodelle und Strukturen sowie die wirtschaftliche Planung und Nutzung von Gebäuden (u. a. zukünftige Entwicklungen in Deutschland und Osteuropa).

Weitere Schwerpunkte liegen in der Materialforschung (z. B. zu Beton, Gesteinskörnungen, mineralischen Bindemitteln, innovativen Baustoffen, der Verwendung nachwachsender Rohstoffe), der Optimierung von Tragwerken, Konstruktionen und Verbindungen (z. B. aktive und hybride Leichtbaukonstruktionen) sowie der Entwicklung und Optimierung von Methoden und Theorien (z. B. vereinfachte Fließzonentheorie, zerstörungsfreien Prüfverfahren). Die beteiligten Fachgebiete kooperieren mit regionalen und internationalen Unternehmen (z. B. Vattenfall, ThyssenKrupp Steel Europe, Deutsche Bahn, LAUBAG) oder arbeiten in verschiedenen Forschungsverbünden mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, z. B. in Netzwerken wie REDUMAD, einem Zusammenschluss zum „CO2-reduction material design“ oder in MICROMIN, einem Forschungsnetzwerk für Micro Mineralien oder in F&E-Projekten im ZIM-Kooperationsnetzwerk für neue Baumaterialien (CAFISTA) oder zum Thema Faserverbundwerkstoffe auch fakultätsübergreifend (z. B. Fakultät 3, Institut für Produktionsforschung). Insbesondere ermöglicht der Forschungsschwerpunkt eine intensive Zusammenarbeit mit KMU und Partnern aus der Region.

Zur Unterstützung anwendungs- und grundlagenorientierter Forschung in den aktuellen Forschungsschwerpunkten stehen die Labore Bauphysik, Bauchemie, Brandschutz, Baubetrieb und Wasserbau sowie die Forschungs- und Materialprüfanstalt (FMPA) mit modern ausgerüsteten Laboratorien sowie technologischen und baukonstruktiven Versuchseinrichtungen zur Verfügung.

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