Willkommen beim Forschungscluster Kognitive Systeme

Im Zuge der digitalen Revolution sind Computer und andere Geräte der Informations- und Kommunikationstechnologie aktiv an nahezu jeder Facette des modernen Lebens beteiligt - von der automatischen Steuerung von Haustechnik, Automobilen und Flugzeugen über eine semi-autonome Kontrolle von Kraftwerken, Energie- und Verkehrsnetzen bis hin zur Medizin- und Rehabilitationstechnik und zu Assistenzsystemen, um nur einige Beispiele zu nennen. Computer und Algorithmen werden nicht nur immer leistungsfähiger, ressourcenschonender und im Allgemeinen "smarter", sondern auch immer zugänglicher für den Menschen und ermöglichen so ein effizienteres Arbeiten. Anders ausgedrückt: Computer führen menschliche Tätigkeiten so aus, wie wir es tun würden und sie haben begonnen, auf menschliche Art und Weise mit uns zu kommunizieren.

Der Trend hin zu dieser „smarten“ Technologie ist das Ergebnis zweier parallel verlaufender Entwicklungen. Einerseits haben Humanwissenschaftler, wie kognitive und experimentelle Psychologen, Semiotiker und Logiker, deskriptive Modelle zur Beschreibung menschlicher Tätigkeiten einschließlich der natürlichen Kommunikation etabliert. Andererseits benutzen Informatiker und Ingenieure quantitative Modelle, um technische Systeme zu realisieren. Sie sind darauf bedacht, Fähigkeiten und Verhalten von Menschen technisch nachzuahmen sowie menschliche Bedürfnisse nachzuvollziehen und zu erfüllen. Das Forschungsfeld der kognitiven Systeme führt die beiden parallelen Entwicklungen in einer Fusion von Geistes-, Natur-, Computer- und Ingenieurwissenschaften zusammen. Es liefert eine zunehmende mathematische Formalisierung kognitiver Modelle, wodurch Fähigkeiten wie maschinelles Erkennen, Lernen, Kommunizieren, Planen und Entscheiden erheblich verbessert werden können. Das wiederum ermöglicht eine Entwicklung von neuartigen, innovativen, nicht nur "smarten", sondern kognitiven technischen Systemen.

Wir erforschen und entwickeln technische Systeme, welche die Fähigkeit zum Wahrnehmen, Interpretieren, Denken und Handeln besitzen.