CULTURAL HERITAGE

Der Forschungsschwerpunkt „Cultural Heritage“ ordnet sich in den Forschungsprofilbereich der BTU „Smart Regions and Heritage“ ein und konzentriert sich auf die Analyse historischer Städte, bedeutender Bauwerke und Baukonstruktionen mit den Mitteln der Bauforschung. Ziele des Forschungsansatzes sind es, historische Entwurfskonzepte und Konstruktionen auf ihre Nachhaltigkeit zu untersuchen und damit historische Bauwerke als Quellen für das Bauen und Konstruieren heute bewusst und nutzbar zu machen, das Bauen und Konstruieren sowie den Prozess der langfristigen Nutzung und Nutzungsveränderung von Bauten als Ausdruck sich verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen zu verstehen und als wesentliche Quelle für das Verständnis vergangener Epochen darzustellen. Innerhalb des Forschungsschwerpunktes spielt die enge Verbindung der historischen Fächer mit technologisch orientierten Lehrstühlen wie Vermessungswesen, Darstellungslehre, Baustoffkunde und Baukonstruktion eine wichtige Rolle. Neue Verfahren zur Erfassung, Simulation, Rekonstruktion und Bewertung historischer Bauten werden so direkt in die Arbeit integriert und prägen das Profil der Cottbuser Bauforschung.

Interdisziplinär angelegte Forschungsthemen wie z. B. Denkmalpflegerische Konzepte, Heritage Management und Conservation in der Schnittmenge von Historischer Bauforschung, Ausgrabungswissenschaft und Stadtumbaustrategien werden in enger Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungsinstituten, wie dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI), dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) und internationalen Partnern entwickelt. Die Bereiche Modellierung, Simulation und Management tragen mit eigenständiger Forschung zur methodischen und strategischen Innovation im Forschungsschwerpunkt bei.

Die Bedeutung des Forschungsschwerpunktes Cultural Heritage als „Leuchtturm“ der BTU wurde durch die Bewilligung des Link zu einer externen Seite Graduiertenkollegs 1913 durch die DFG eindrucksvoll bestätigt. Zahlreiche Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher sind in die Forschungsprojekte eingebunden oder führen eigene Forschungen mit Bezug zum Forschungsschwerpunkt durch. Die intensive Verbindung von Forschung und Lehre wurde im Rahmen der Zielvereinbarungen der BTU mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburg durch zwei Fachklassen der International Graduate School gefördert: PhD-Programm Link zu einer externen Seite Heritage Studies und die Graduiertenschule Link zu einer externen Seite Kulturelle und Technische Werte.

Die BTU ist Gründungsmitglied des Expertennetzwerks Link zu einer externen Seite Archaeological Heritage Network (ArcHerNet), das beim Auswärtigen Amt angesiedelt ist. Das Netzwerk betreibt das Pilotprojekt "Die Stunde null – für eine Zukunft nach der Krise" zum Wiederaufbau in Syrien. Die BTU engagiert sich im Projekt insbesondere für den Wiederaufbau des zerstörten Aleppo im Norden Syriens. Wichtige Kooperationspartner sind die UNESCO, der Internationale Rat für Denkmalpflege ICOMOS, das Deutsche Archäologische Institut (DAI), das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK), der DAAD, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) u.a..

An der BTU Cottbus-Senftenberg wurde das Link zu einer externen Seite Cultural Heritage Centre gegründet, um die an der BTU bereits bestehende Kompetenz exzellenter Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Kulturerbes zusammen zu führen, auszubauen und sichtbar zu machen.