Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten

1. Aufbau der Arbeit

1. Aufbau der Arbeit

Zu den formalen Bestandteilen einer wissenschaftlichen Arbeit gehören folgende Komponenten.

Tabelle 1:

 BestandteileGültigkeit1
SAAA
1Leeres Deckblatt X
2TitelblattXX
3InhaltsverzeichnisXX
4Verzeichnisse der Tabellen und Abbildungen (einzelne Verzeichnisse ab jeweils drei Tabellen/ Abbildungen; sonst ein gemeinsames Verzeichnis „Darstellungsverzeichnis“)XX
5Ggfs. weitere Verzeichnisse (Abkürzungs-, Symbol-, Formelverzeichnis)XX
6TextXX
7Literaturverzeichnis nach APA (2002, 2010)2 3XX
8Ggfs. Anhänge, ggfs. mit Anhangsverzeichnis vor den AnhängenXX
9Erklärung zur eigenständigen Verfassung der ArbeitXX
10Leeres Blatt X

Quelle: In Anl. an Theisen, 2008, S. 181

Muster für das Titelblatt finden Sie unter „Anhang“ auf dieser Seite. Mit der Erklärung zur eigenständigen Verfassung der Arbeit unterschreiben die einzelnen AutorInnen der vorgelegten Arbeit, diese selbständig erbracht und das Urheberrecht beachtet zu haben. Für Einzel- oder Gruppenarbeiten gibt es alternative Formulierungen. Bei Gruppenarbeiten hat jede Person eine Erklärung abzugeben. Muster für beide Varianten dieser Erklärung finden sich in den Anhängen 4 und 5. Anhänge bieten die Möglichkeit, ergänzende Hintergrund- und Detailinformationen zu liefern. Wichtig ist, dass die Arbeit selbst ohne die Anhänge lesbar und verständlich sein muss. Werden im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit empirische Daten erhoben und ausgewertet, sollten die Erhebungsinstrumente im Anhang dargestellt werden, so die Erhebungsinstrumente im Text nicht schon erschöpfend illustriert sind. Insbesondere Interviewmitschriften und -transkripte sollten im Anhang dargestellt werden. Auch über die Ergebnisberichte hinausgehende Übersichten können im Anhang für die interessierten LeserInnen illustriert werden.

!Sollte der Umfang dieser Aufzeichnungen 30 Seiten überschreiten, sollten die Aufzeichnungen nicht mehr im Anhang gedruckt werden, sondern ausschließlich auf einer der Arbeit extra beizufügenden CD-ROM gespeichert werden. Rohdaten sowie die Syntax bzw. Do File der Auswertung sind immer auf CD-ROM zu brennen und der Arbeit beizufügen. Dies gilt für qualitative sowie quantitative Arbeiten!
2. Formatierung der Arbeit

2. Formatierung der Arbeit

Die Arbeit ist, wie in der Tabelle 2 aufgeführt, zu formatieren.

Tabelle 2: Formatierung wissenschaftlicher Arbeiten

BereichFormatierung
TextEinheitliche Schriftart für die gesamte Arbeit: Arial, 11 Pkt., 1,5-zeilig, einseitig
AusrichtungBlocksatz (geeignete Wort-Trennung für die optimale Nutzung der Zeilenbreite)
SeitenränderLinks 4 cm, rechts 2 cm, oben/unten 1,5 cm
ZitierweiseAPA (2002, 2010)
Text in Fußnoten, Anmerkungen zu Tabellen und AbbildungenArial, 9 Pkt., 1-zeilig
GliederungNumerische Ordnung; Formatierungen (Einrücken, Groß-Kleinschreibung, Fett- und Kursivdruck) ausschließlich zur Erhöhung der Übersichtlichkeit einsetzen
SeitennummerierungDie leere 1. Seite sowie das Deckblatt beinhalten keine Nummerierung und werden nicht gezählt; Verzeichnisse vor dem Text (Inhalts-, Abbildungs-, Tabellen-, Symbolverzeichnisse, etc.): fortlaufend römisch und unabhängig nummeriert vom Text; Text und nachfolgende Verzeichnisse: fortlaufend arabisch; unabhängig nummeriert von den Verzeichnissen vor dem Text, beginnend mit Seite „1“
TabellenFortlaufende arabische Nummerierung, Angabe des Titels jeweils darüber (Tabellenüberschrift), Anmerkungen (inkl. Quelle) unter der Tabelle; Schriftgröße bei Tabellentiteln 11 Pkt., Tabelleninhalte 10 Pkt., Anmerkungen zur Tabelle 9 Pkt.
AbbildungenFortlaufende arabische Nummerierung, Angabe des Titels und Anmerkungen (inkl. Quelle) jeweils darunter (Abbildungsunterschrift); Schriftgröße bei Abbildungstiteln 11 Pkt., textliche Inhalte 10 Pkt., Anmerkungen zur Abbildung 9 Pkt.
3. Umfang der Arbeit

3. Umfang der Arbeit

Die entscheidende Richtgröße für den Umfang der Arbeit sind die Seiten ohne Abbildungen. In Tabelle 3 sind die Umfangsangaben übersichtlich zusammengestellt.

Tabelle 3: Umfang wissenschaftlicher Arbeiten

Typ der ArbeitSeiten (Textseiten ohne Abbildungen)2
Seminararbeit (4 CP-Modul)12 pro TeilnehmerIn (+/- 10%)
Seminararbeit (6 CP-Modul)18 pro TeilnehmerIn (+/- 10%)
Studienarbeit30 pro TeilnehmerIn (+/- 10%)
Bachelorarbeit30-40 pro TeilnehmerIn3
Master-/Diplomarbeit50-60 pro TeilnehmerIn3
4. Quellen in der Arbeit

4. Quellen in der Arbeit

Die Auswahl themenspezifischer Literatur ist die Basis für die wissenschaftliche Bearbeitung einer Fragestellung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einer Fragestellung bedeutet unter anderem, sich mit der grundlegenden wissenschaftlichen Literatur zu diesem Themenbereich auseinanderzusetzen und anhand dieser Literatur die eigene Perspektive zu begründen.

Nicht zitierwürdig sind Quellen, welche den wissenschaftlichen Standards nicht entsprechen oder die als „graue Literatur“ beschrieben sind (nicht veröffentlichte, nicht öffentlich zugängliche Quellen). Nicht zitierwürdige Quellen sind beispielsweise Broschüren, Wikipedia, Publikumszeitschriften (Hörzu, Men's Health u.a.) sowie Seminar- und unveröffentlichte Abschlussarbeiten. Zitierwürdige Quellen sind öffentlich (frei oder kostengebunden) zugängliche Texte, die an WissenschaftlerInnen adressiert und von WissenschaftlerInnen verfasst sind. Dies sind Fachveröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Sie können wissenschaftliche Journals in der Regel daran erkennen, dass sie ein Begutachtungsverfahren (peer-review) vor der Veröffentlichung haben. Zudem haben sie in der Regel einen Impact-Faktor (SSCI-Impact-Factor).

Beispiele für wissenschaftliche Journals finden Sie für das Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre unter anderem im:

Wenn Sie unsicher über die Eignung eines Journals sind, fragen Sie Ihren Betreuer. ACHTUNG: Vermeiden Sie die Zitation aus Lehrbüchern; versuchen Sie die Originalstudien, die den Lehrbüchern zu Grunde liegen, zu finden und zu zitieren! Dies gilt auch für die Angabe von Primärquellen in Journalveröffentlichungen. Nutzen Sie die Primärquellen zum Zitieren.

Die Verwendung englischsprachiger Quellen ist unumgänglich.

5. Zitation

5. Zitation

!Die Übernahme von Gedanken anderer AutorInnen, ohne die Herkunft dieser Gedanken eindeutig zu kennzeichnen, gilt als Plagiat (vgl. z.B. APA, 2010, pp. 15-16; Lehmann, 2008).

Plagiarismus wird entsprechend der Prüfungsordnung unabhängig von der Art der Arbeit behandelt.

Die grundlegenden Richtlinien zum Zitieren und Belegen sind im Publication Manual der APA (2002, 2010) beschrieben, das am Lehrstuhl einzusehen ist. Allgemein gilt, dass direkte Zitate gegenüber dem indirekten Zitieren die Ausnahme darstellen sollen. Dieses gilt umso mehr für Sekundärzitate. Letztere sollen vermieden werden, indem die Originalquellen gründlich nachrecherchiert werden. Sekundärzitate sind ausschließlich zulässig, wenn die Originalquelle trotz allem Bemühen nicht verfügbar, bestellbar und einsehbar ist (vgl. Theisen, 2008, S. 154). Zitiert beispielsweise AutorIn X einen Satz aus einem nicht erhältlichen Aufsatz von AutorIn Y, dann sind folgende Angaben nötig:

  • Kurzbeleg im Text: Eine Ursache dieser Erscheinung könnte auch ‚ABC’ sein (AutorIn Y, 1908, S. 4; zit. n. AutorIn X, 2002, S. 85).
  • Im Literaturverzeichnis müssen die vollständigen bibliographischen Daten von AutorIn X aufgelistet werden.

Für direkte Zitate ist entsprechend der APA (2010, pp. 172-173) jegliche Änderung gegenüber dem Original spezifisch zu kennzeichnen (vgl. Kap. 2.6). Unabhängig davon muss jede Form einer wörtlichen Wiedergabe, sinngemäßer Anlehnung oder die Verwendung fremder Ideen durch einen Kurzbeleg der Quellenangabe an geeigneter Stelle im Text ausgewiesen werden. Dieser Kurzbeleg im Text muss eindeutig zur entsprechenden Literaturquelle im Literaturverzeichnis führen. Der Kurzbeleg wird in runde Klammern gesetzt und führt nur den Nachnamen der AutorInnen mit Erscheinungsjahr und, wenn vorhanden, die Seitenzahlen an: (<AutorInnen>, <Jahr>, S. <Seite>). Die alternative Einarbeitung der Quellenbenennung in den Text selbst ist zulässig und mitunter sinnvoll, wobei dann nur die jeweils noch nicht im Satz genannten Komponenten des Kurzbeleges in runden Klammern angeführt werden. Die Angabe von Seitenzahlen oder auch Kapitelnummern ist stets dann erforderlich, wenn die Aussage, die belegt wird, aus einem ganz bestimmten Teil der Quelle stammt. Dies ist beispielsweise bei der Angabe von Statistiken der Fall. Allgemein gilt, dass Quellen so konkret wie jeweils möglich angegeben werden sollen. Folgende Beispiele illustrieren, wann welches Ausmaß an Genauigkeit sinnvoll ist.

  • So setzt sich die American Psychological Association (2010, Kap. 3) mit dem wissenschaftlich-eindeutigen Schreibstil auseinander.
  • Die American Psychological Association (2010) stellt die Standards wissenschaftlichen Arbeitens umfassend dar.
  • Die American Psychological Association (2010, S. 15-16) konkretisiert den Begriff „Plagiarismus“.
6. Richtlinien für Kurzbelege der Quellenangaben im Text

6. Richtlinien für Kurzbelege der Quellenangaben im Text

Eine wissenschaftliche Arbeitsweise äußert sich auch in der richtigen Art und Weise der Quellenangabe im Text. Jede aus der Literatur stammende Aussage, die sinngemäß oder direkt übernommen wurde, muss durch die Angabe der OriginalautorInnen kenntlich gemacht werden. Aussagen, welche durch mehr als eine Quelle gestützt werden können, sollten auch entsprechend vielseitig belegt werden. Dabei ist es unzureichend, wenn nur am Ende eines sinngemäß übernommenen Absatzes die Quelle angegeben wird.

!Vielmehr muss den LeserInnen nach jeder inhaltlichen Aussage mitgeteilt werden, woher die originale Aussage stammt.

Je umfangreicher das Literaturstudium war, desto mehr Quellen sind auch innerhalb eines zusammenhängenden Absatzes aufführbar. Als Gütekriterium neben den formal korrekten Kurzbelegen gilt hier, dass für jede einzelne Aussage in der Arbeit unzweifelhaft klar sein muss, wer UrheberIn dieser Aussage ist, wobei der eindeutige Kurzbeleg ebenso eindeutig und unzweifelhaft zum entsprechenden Langbeleg im Literaturverzeichnis führt.

Bei aktuellen Themen kann es vorkommen, dass mehrere aufeinander folgende Sätze nur mit einer Quelle belegt werden können. Hier empfiehlt es sich, einen den Abschnitt einleitenden Satz mit dem Kurzbeleg zu formulieren. Beispiel: Die für dieses Thema relevanten Auswertungen des Statistischen Bundesamtes (2006, S. xx-xx) werden nachfolgend zusammengefasst. Oder: Im Folgenden wird hauptsächlich auf die Auswertungen des Statistischen Bundesamtes (2006, S. xx-xx) Bezug genommen.

Bei Zitationen und Angaben von Kurzbelegen ist die Nutzung von runden und eckigen Klammern zu unterscheiden. Einen Überblick zur Verwendung von runden und eckigen Klammern kann Tabelle 4 entnommen werden.

Tabelle 4: Übersicht zur Verwendung runder und eckiger Klammern

SymbolVerwendung
(…)Kurzbeleg der bibliographischen Angaben Hinweis, dass innerhalb zitierter Passage Wörter ausgelassen wurden
[<Wort>]Kennzeichnung von Hinzufügungen eigener Wörter in den Originaltext (bspw. zur grammatikalischen Anpassung des Satzes)
[!]Kennzeichnung von Fehlern im originalen Text, z.B. (in Anl. an Kornmeier, 2007, S. 123):
„Mit Hilfe der Regresionsanalyse [!] ließ sich zeigen, das [!] zwischen den untersuchten Variablen kein Zusammenhang besteht“ (Kaiser 2005, S.162).

Eine Ausnahme stellen Texte in alter Rechtschreibung dar. Einzelne Worte können hier ohne Kennzeichnung der heutigen Grammatik und Rechtschreibung angepasst werden (z.B.: „daß“ wird zu „dass“), soweit dies nicht den Inhalt, den Sinn oder die Form des Zitates verändert. Weitere Besonderheiten wörtlicher und sinngemäßer Zitate werden im Folgenden kurz dargestellt.

Wörtliche Zitate

  • Kurze Zitate werden in den Text eingeschlossen und mit doppelten Anführungszeichen gekennzeichnet. Die in runde Klammern gesetzte Quellenangabe mit Seitenzahl folgt direkt im Anschluss vor dem nächsten Satzzeichen.
  • Längere Zitate (mehr als 40 Worte) werden in einen neuen etwas eingerückten Abschnitt ohne Anführungszeichen übertragen. Beispiel:
  • Kammer (1997) beschrieb dies wie folgt:
    <Zitat mit mehr als 40 Wörtern> (S. <Zahl>).
  • Besonderheiten (siehe blaue Markierungen):
    • „Die originellste Quelle wissenschaftlicher Arbeit ist die eigene Erhebung bzw. Untersuchung“ (Theisen, 2008, S. 89). Anders formuliert ergeben sich folgende Besonderheiten: Theisen (2008) merkte an, dass die „originellste Quelle wissenschaftlicher Arbeit () die eigene Erhebung bzw. Untersuchung [ist]“ (S. 89).
    • Die Forscher Greenfield und Savage-Rumbaugh (1990) zeigten, „…“ (S. 556). Dagegen bei Angabe des Kurzbeleges in Klammern: „...“ (Greenfield & Savage-Rumbaugh, 1990, S. 556).
    • Anführungszeichen bei Zitaten innerhalb des direkten Zitats:
      „In diesem Fall müssen alle zwischenzeitlichen Verarbeiter ausgeschaltet und der geistige Vater gesucht werden“ (Theisen, 2008, S. 154).

Sinngemäße Zitate

Bei sinngemäßen Zitaten wird der Inhalt, auf den Bezug genommen wird, in den eigenen Worten wiedergegeben. Die in Klammern gesetzten Quellenangaben mit Seitenzahlen folgen direkt im Anschluss an den übernommenen Gedankengang.

Grundsätzlich gilt:

  • Sind die AutorInnen Teil des Textes, werden nur noch die Jahreszahl und die Seitenzahlen in Klammern angegeben. Falls AutorInnen und Jahreszahlen schon im Text erwähnt werden, werden nur noch die Seitenzahlen in Klammern angegeben.
  • Hat eine Veröffentlichung drei bis fünf AutorInnen, werden bei der ersten Zitation alle Nachnamen genannt. Alle folgenden Bezüge zu der identischen Quelle nennen nur noch den erstgenannten Nachnamen mit dem Zusatz „et al.“. Ausnahme: Gibt es mehrere Publikationen des gleichen Jahres, die auf dieselbe Form gekürzt werden müssten, werden so viele AutorInnen aufgezählt, wie zur Unterscheidung nötig sind. Beispiel: (Terrace, Petitto, Sanders, & Bever, 1979, S. 57). Bei der zweiten Verwendung: (Terrace et al., 1979, S. 80).
  • Hat ein Werk sechs AutorInnenoder mehr, muss nur der erste Nachname mit dem Zusatz „et al.“ sowie Jahr und Seitenzahl angegeben werden. Wenn dadurch identische Verweise auf nicht-identische Quellen entstehen, gilt die vorhergehende Regel.
  • Falls Gesellschaften, Institutionen, Regierungsbehörden als AutorInnen auftreten, werden diese Namen in der Regel im Text ausgeschrieben. Manche Institutionen können bei der ersten Zitation ausgeschrieben und bei allen Folgenden sinnvoll abgekürzt werden. Dabei muss die Abkürzung genügend Informationen geben, um den entsprechenden Eintrag in der Literaturliste eindeutig zu finden.
  • Wird eine Erkenntnis aus zwei oder mehr Arbeiten unterschiedlicher AutorInnen abgeleitet, werden diese durch ein Semikolon getrennt und in der Klammer selbst alphabetisch sortiert. Beispiel: (Sebeok & Umiker-Sebeok, 1979, S. 23; Terrace, 1979, S. 80).
  • Werden mehrere Arbeiten gleicher AutorInnen angeführt, werden die Jahreszahlen, beginnend mit dem ältesten, getrennt durch Komma, angeführt. Beispiel: (Terrace, 1979, 1982).
  • Um Verwirrungen zu vermeiden, werden AutorInnen, die denselben Nachnamen haben, durch die Initialen der Vornamen unterschieden. Beispiel: Die Arbeit von E. Smith (1989) ergab, dass … (S. 25). Die Studie von A. Smith (1789) zeigte, dass … (S. 7).
7. Richtlinien für bibliographische Angaben im Literaturverzeichnis

7. Richtlinien für bibliographische Angaben im Literaturverzeichnis

Die ausführlichen Angaben der Quellen sind im Literaturverzeichnis aufzuführen. Das Literaturverzeichnis in der Arbeit beinhaltet alle verwendeten, alphabetisch geordneten Quellen ohne Einteilung in Publikationsarten. Jede im Literaturverzeichnis aufgeführte Quelle muss auch im Text zu finden sein und umgekehrt. Hinweise für Quellenangaben im Literaturverzeichnis gibt die folgende Tabelle 5. Umfassende Hinweise finden sich im Manual der APA (2002, 2010).

Tabelle 5: Formale Hinweise zum Literaturverzeichnis

Zeitschriften-/ Journalartikel (Periodika)
GrundformAutorIn, A. A. (Jahr). Titel des Artikels. Titel der Zeitschrift, Jahrgang(Nr.), <S. xx-xx>.
Beispiel deutschAbele, A. E. (2003). Geschlecht, geschlechtsbezogenes Selbstkonzept und Berufserfolg: Befunde aus einer prospektiven Längsschnittstudie mit Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Zeitschrift für Sozialpsychologie, 34(3), 161-172.
Beispiel englischAjzen, I. (1991). The theory of planned behavior. Organizational Behavior and Human Decision Processes, 50(2), 179-211.
HinweisAngabe der Heftnummer ist erforderlich, wenn jedes Heft eigenständige, nicht fortgesetzte Seitennummerierung aufweist, also jeweils mit Seite 1 beginnt.
Buch/Monographie (Nicht periodische Werke)
GrundformAutorIn, A. A., AutorIn, B. B., & AutorIn, C. C. (Jahr). Titel des Buches (Aufl.). Ort: Verlag.
Beispiel deutschPicot, A., Reichwald, R., & Wigand, R. (1998). Die grenzenlose Unternehmung: Information, Organisation und Management (3. Aufl.). Wiesbaden: Gabler.
Beispiel englischAjzen, I., & Fishbein, M. (1980). Understanding attitudes and predicting social behavior. Englewood Cliffs, NJ, USA: Prentice-Hall.
Sammelwerk/ Herausgeberwerk (Nicht periodische Werke)
GrundformAutorIn, A. A., AutorIn, B. B., & AutorIn, C. C. (Hrsg.) (Jahr). Titel des Buches (Aufl.). Ort: Verlag.
Beispiel deutschOrdelheide, D., Rudolph, B., & Büsselmann, E. (Hrsg.) (1991). Ökonomische Theorie und Betriebswirtschaftslehre. Stuttgart: Poeschel.
Beispiel englischBaum, J. R., Frese, M., & Baron, R. (Eds.). (2007). The psychology of entrepreneurship. Mahwah, NJ, USA: Lawrence Erlbaum.
HinweisDie Auflagennummer wird erst ab der 2. Aufl. angegeben.
Sammelwerkbeitrag/ Buchkapitel (Nicht periodische Werke)
GrundformAutorIn, A. A., & AutorIn, B. B. (Jahr). Titel des Kapitels. In A. Editor, B. Editor, & C. Editor (Hrsg.), Titel des Buches (S. xx-xx). Ort: Verlag.
Beispiel deutschPicot, A. (1991). Ökonomische Theorien der Organisation – Ein Überblick über neuere Ansätze und deren betriebswirtschaftliches Anwendungspotential. In D. Ordelheide, B. Rudolph, & E. Büsselmann (Hrsg.), Ökonomische Theorie und Betriebswirtschaftslehre (S. 143-170). Stuttgart: Poeschel.
Beispiel englischAudia, P. G., & Rider, C. I. (2007). Entrepreneurs as organizational products revisited. In J. R. Baum, M. Frese & R. Baron (Eds.), The psychology of entrepreneurship (S. 113 - 130). Mahwah, NJ, USA: Lawrence Erlbaum.
Arbeitspapiere/ Forschungsberichte/ Diskussionspapiere/ reports (Nicht periodische Werke)
GrundformAutorIn, A.A., & AutorIn, B.B. (Jahr, Monat). Titel des Beitrags (Reihentitel und -nummer). Ort: Verlag.
Beispiel deutschAstor, M., Koch, C., Klose, G., Reimann, F., Rochold, S., & Stemann, M.-C. (2006). Zu alt, um Neues zu lernen? Chancen und Grenzen des gemeinsamen Lernens von älteren und jüngeren Mitarbeitern (QUEM-Materialien No. 77). Berlin: Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung e.V.
Beispiel deutschBriedis, K., & Minks, K.-H. (2007, April). Generation Praktikum - Mythos oder Massenphänomen? (HIS-Projektbericht). Hannover: HIS.
Beispiel englischCaliendo, M., Fossen, F., & Kritikos, A. (2008, June). The impact of risk attitudes on entrepreneurial survival (IZA Discussion Paper Series No. 3525). Bonn: Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA). Retrieved from ftp.iza.org/dp3525.pdf&nbsp;
HinweisReihentitel und Reihennummer werden entsprechend der Angaben im Arbeitspapier selbst angegeben. Forschungsberichte (reports) werden im Allgemeinen ebenso dargestellt. Für Ausnahmen und Erweiterungen siehe APA (2010).
Onlinepublikation mit DOI
GrundformAutorIn, A. A., AutorIn, B. B., & AutorIn, C. C. (Jahr). Titel des Artikels. Titel der Zeitschrift, Vol.(Nr.), xx-xx. doi: XXX
BeispielOlson, J. M., & Zanna, M. P. (1993). Attitudes and attitude change. Annual Review of Psychology, 44(1), 117-154. doi: 10.1146/annurev.ps.44.020193.001001
HinweisImmer wenn Sie eine Publikation verwenden, die eine DOI (digitale Objekt-identifikationsnummer) hat, geben Sie diese an. Dies gilt auch für Publikationen, die Sie als Papier oder Buch (nicht online) nutzen.
HinweisSobald Sie die DOI angeben können, brauchen Sie keine URL anzugeben.
Online-Zeitschrift ohne DOI
GrundformAutorIn, A. A., AutorIn, B. B., & AutorIn, C. C. (Jahr). Titel des Artikels. Titel der Zeitschrift, Vol.(Nr.), xx-xx. Zugriff unter http:// (ohne Satzende-Punkt)
Beispiel deutschMayring, P. (2007). Designs in qualitativ orientierter Forschung. Journal für Psychologie, 15(2), 10 p. Zugriff unter www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/127/111
Beispiel englischDavis, C. K. (2000). Programmer ethics and professionalism in strategic systems development: A case study. Online journal of ethics, 3(1), 1-12. Retrieved from www.stthom.edu/cbes/documents/CharlesDAvis.pdf
HinweisOnline-Zeitschriften, die auf Printmedien beruhen und weder inhaltliche noch formale Veränderungen gegenüber der Printversion aufweisen, werden wie Zeitschriftenartikel (s.o.) zitiert, ergänzt durch den in eckige Klammern gesetzten Zusatz „Electronic version“.
BeispielAllen, S. D., Link, A. N., & Rosenbaum, D. T. (2007). Entrepreneurship and Human Capital: Evidence of Patenting Activity from the Academic Sector [Electronic version]. Entrepreneurship: Theory & Practice, 31(6), 937-951.
HinweisWenn der Artikel eine DOI hat, geben Sie nur die DOI (keine URL) an (s.o.).
HinweisDie URL sollte soweit möglich direkt zur Quelle führen. Führt eine URL zu einer Datenbank, auf der das betreffende Dokument aufgefunden werden kann (statt auf das Dokument selbst), sollte durch den Hinweis „Verfügbar unter“ statt „Zugriff unter“ darauf hingewiesen werden.
Hinweis Wenn das Dokument Teil einer umfangreichen Webseite ist (z.B. Lehrstuhlseiten einer Universität), hilft die Angabe der bereitstellenden Einrichtung dabei, das Dokument zu identifizieren (z.B.: Zugriff unter Universität Potsdam, Institut für Psychologie, Webseite: ...).
HinweisOnlinequellen sollten nicht als Referenz herangezogen werden, wenn die dauerhafte Verfügbarkeit aufgrund fehlender Langzeitarchivierung nicht gegeben ist. Zusätze wie „Nicht länger verfügbar“ sind zu vermeiden, entsprechende Quellen sollten nicht als Referenz genutzt werden, da die Nachprüfbarkeit und Nachvollziehbarkeit nicht gegeben ist.
Veröffentlichungen von Institutionen
GrundformName der Institution (Jahr). Titel der Publikation. Ort: Verlag.
BeispielStatistisches Bundesamt (2005). Wirtschaft und Statistik – Juni 2005. Wiesbaden: Autor.
HinweisWenn der Verlag identisch ist mit der verfassenden Institution, wird statt der Wiederholung „Autor“ als Verlag angegeben (siehe Beispiel).

Quelle: APA, 2010, S. 193

Allgemein gilt darüber hinaus Folgendes:

  • Verschiedene Arbeiten der gleichen AutorInnen werden nach dem Jahr der Veröffentlichung geordnet; ältere Arbeiten zuerst.
  • Verschiedene Arbeiten der gleichen AutorInnen innerhalb eines Jahres werden durch den Zusatz „a“, „b“ etc. geordnet.
    Beispiel: Kennedy, C. (2000a). …  und Kennedy, C. (2000b). …
  • Für das Literaturverzeichnis gilt, dass nur bis zu sechs AutorInnennamen angeführt werden. Bei mehr als sechs AutorInnen werden die ersten sechs durch Kommata getrennten Namen (ohne &) aufgezählt und im Anschluss durch „et al.“ ergänzt.
    Beispiel: Licht, G., Kukuk, M., Janz, N., Kuhlmann, S., Münt, G., Hipp, C., et al. (1995). Results of the German service-sector innovation survey. Mannheim: ZEW, Karlsruhe: FhG-ISI.
  • Im Literaturverzeichnis werden alle Zahlen als arabische Nummern (1, 2, …) angegeben, auch wenn in der Quelle römische Nummern (I, II, …) genannt sind. Ausnahme: In Titeln verwendete römische Nummern werden übernommen.
8. Tabellen und Abbildungen

8. Tabellen und Abbildungen

Der Text ist mit aussagekräftigen und verständlichen Tabellen und Abbildungen zu ergänzen. Das Einscannen beziehungsweise „Kopieren und Einfügen“ dieser aus der Literatur ist mangelhaft. Weiterhin sind die optisch aufbereiteten Darstellungen in den Text einzubeziehen, das heißt zu kommentieren, ohne dabei den Inhalt selbst zu wiederholen.

Die Herkunft von Grafiken und Tabellen sowie von Komponenten von Abbildungen und Tabellen ist zu belegen. Ein korrektes Belegen der Herkunft der in Abbildungen und Tabellen vermittelten Gedanken richtet sich unter anderem nach den Richtlinien in Tabelle 6.

Tabelle 6: Belegen in Tabellen und Abbildungen

Herkunft der DarstellungsinhalteBeleg
Eine Abbildung oder Tabelle wird original aus einer Quelle übernommen (d.h. sieht identisch aus, auch wenn sie „selbst erstellt“ wurde)Quelle: AutorIn(nen), Jahr, Abb.-/ Tab.-bezeichnung im Original S.

Beispiel:
Quelle: Ajzen, 1991, Abb. 1 S. 182.
Eine Abbildung oder Tabelle wird gegenüber dem Original verändertQuelle: In Anl. an AutorIn(nen), Jahr, S.

Beispiel:
Quelle: In Anl. an Ajzen, 1991, S. 187.
Eine Abbildung oder Tabelle basiert auf Daten/ Fakten/ Ausführungen anderer AutorInnen, ohne dass die grafische/ tabellarische Darstellung selbst übernommen wurdeQuelle: eigene Darstellung, Daten entnommen aus AutorIn(nen), Jahr, S.

Beispiel:
Quelle: eigene Darstellung, Daten entnommen aus Ajzen, 1991, S. 187.
Eigene Darstellung auf Grundlage eigener Überlegungen, ohne Anlehnung an andere AutorInnen und ohne Zugrundelegung der Erkenntnisse/ Daten einzelner anderer PublikationenKeine Angaben von Quellen erforderlich

Formale Anforderungen an Abbildungen und Tabellen sind der Literatur zu entnehmen (z.B. APA 2010, Ch. 5). Neben den Anforderungen aus Tabelle 2, ist bei der formalen Gestaltung von Abbildungen und Tabellen allgemein Folgendes zu berücksichtigen.

  • Mit farblichen und anderen Hervorhebungen ist sparsam und in der gesamten Arbeit einheitlich umzugehen.
  • Abbildungen und Tabellen sind so zu gestalten, dass ihr Inhalt schnell erfassbar ist. Die Gestaltung soll das gedankliche Erfassen unterstützen, nicht erschweren.
  • Abbildungen und Tabellen müssen auch ohne den Text selbst verständlich sein. Das heißt, dass alle zum Verständnis relevanten Informationen in den Darstellungen selbst anzugeben sind (ggfs. durch Anmerkungen/ Notes).
  • Es ist auf die Qualität von Abbildungen und Tabellen zu achten. Eine sehr hohe Qualität wird mit den Programmen GIMP und YED (beide kostenlos) erreicht.
9. Abgabe der Arbeit

9. Abgabe der Arbeit

Allgemein 

Die Arbeit ist spätestens zum vereinbarten Termin (Tag und Uhrzeit) beim Studierendenservice in dreifacher Ausführung abzugeben. Eine verspätete Abgabe bzw. die Nichteinhaltung der Abgabefrist bei Seminar-, Studien-, Projekt- und Abschlussarbeiten führt ohne Ausnahme und entsprechend den Rahmenordnungen für Bachelor-, Master- und Diplomstudiengänge zum Nichtbestehen der Prüfung. Verlängerungsmodalitäten für die Bearbeitungszeiten sind der Prüfungsordnung zu entnehmen. Des Weiteren werden alle wissenschaftlichen Arbeiten in digitaler Form abgegeben. Die Abgabe erfolgt mittels Datenträgers beim Studierendenservice bei Abschlussarbeiten.  

Digitale Abgabe von Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master-, Diplomarbeiten)

Die Abgabe erfolgt mittels Datenträgers beim Studierendenservice und(!) per Mail an die jeweilige Betreuerin.  

Digitale Abgabe von Seminararbeiten

Bei Seminararbeiten erfolgt die Abgabe ausschließlich am Lehrstuhl. Die digitale Version ist in der jeweiligen Veranstaltung bei moodle über den "Abgabe"-Button hochzuladen. Bei Gruppenarbeiten sind diese automatisch zusammengefasst, sodass ein Gruppenmitglied für die gesamte Gruppe abgeben kann. Pro Studierenden bzw. pro Gruppe können maximal drei Dateien mit einer Größe von jeweils 256 Megabyte hochgeladen werden.

Inhalt der digitalen Abgabe

Folgende Inhalte in gängigen Formaten müssen in der digitalen Abgabe enthalten sein:

  • Die komplette Arbeit in den Formaten *.doc und *.pdf. Alle Abbildungen, Tabellen und anderen Darstellungen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Bearbeitungsformat (nicht *.pdf); Benennung der Darstellungen entsprechend der Benennung in der Arbeit selbst (z.B. Abbildung 1 heißt „Abb_1“)
  • Wenn in der Arbeit empirische Daten erfasst und verarbeitet wurden, sind sämtliche Rohdaten zur Nachprüfbarkeit sowie dem Verständnis förderliche Dokumente mit abzugeben (z.B. SPSS-Ergebnisoutputs; Excel-Tabellen; Sekundärdatensätze).

Da insgesamt nur drei Dateien hochgeladen werden können, müssen einzelne Dateien zusammengefasst werden mittels Komprimierung in das *.zip- oder *.rar-Format. Beispielsweise sind alle Belege, die in digitaler Form vorliegen, dann in einer Datei zusammengefasst. 

!Lassen Sie Ihre Arbeit durch Dritte Korrekturlesen. Überarbeiten Sie Ihre Arbeit hinsichtlich Konsistenz, sprachliche Prägnanz und begriffliche Genauigkeit. Achten Sie auf Zeichensetzung, Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau.

Rechtliche Bestimmungen

Mit der Abgabe der Arbeit am Lehrstuhl binden Sie sich daran, etwaige Verwertungen der Arbeiten nicht ohne Zustimmung der LehrstuhlmitarbeiterInnen durchzuführen. Unter anderem kann dies je nach Qualität Ihrer Arbeit mit der strikten Ablehnung der Publikationswürdigkeit, der Zustimmung dazu oder der Zustimmung dazu unter Auflagen einhergehen. Je nach Art der wissenschaftlichen Arbeit können spezifische Sonderregelungen vertraglich vereinbart werden.

10. Inhaltliche Anforderungen

10.1 Formulierung und Hinweise zum Inhalt

Die Grundregeln des Formulierens sind in diversen Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten nachlesbar (z.B. APA, 2010; Craswell & Poore, 2012; Kornmeier, 2007, 2008; Töpfer, 2009) und werden hier nicht im Einzelnen aufgeführt. Stichpunktartig soll jedoch Folgendes festgehalten werden:

  • Berücksichtigen Sie, dass die Leserschaft Ihrer Arbeit ein wissenschaftliches Fachpublikum jedoch kein reines Expertenpublikum ist.
  • Auf konsistente Zeitverwendung ist zu achten (vgl. z.B. APA, 2010, pp. 65-66).
  • Die Abhandlungen in der Arbeit sollen einem „roten Faden“ folgen. Hierbei müssen zuerst Sie, die AutorInnen, die Leitfrage Ihrer Arbeit erkennen und verstehen. Alle Inhalte Ihrer Arbeit dienen dann der Beantwortung dieser Leitfrage, welche gleichsam den „roten Faden“ darstellt.
  • Die Sätze sind straff, prägnant und redundanzfrei zu formulieren. Auf blumige Ausschmückungen und unwissenschaftliche Stilmittel ist zu verzichten.
  • Relevante Begriffe sind inhaltlich voneinander abzugrenzen.
  • Schreiben Sie wissenschaftlich präzise. Begriffe sind klar und konsistent zu verwenden. Darüber hinaus sind eindeutige Begriffe zu verwenden und vage, mehrdeutige Begriffe sowie pauschalisierend-generalisierende Formulierungen zu vermeiden.
  • Es gilt, sich in den Erkenntnisstand zu dem jeweiligen Themenbereich einzuarbeiten: Welche Fragestellungen beschäftigen die ForscherInnen hierzu? Wie ist der Wissensstand, worauf beruht dieser Wissensstand und ist dies einheitlich anerkannt oder existieren widersprüchliche Perspektiven nebeneinander? Sind die Erkenntnisse rein theoretischer Natur oder basieren sie auf empirischen Studien? Wie umfangreich ist die empirische Forschung in dem Bereich? Wo sind Erkenntnislücken, was sind offene Fragestellungen und erste mögliche Antworten hierauf?
  • Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen sollte wissenschaftliche Literatur herangezogen werden, die wiederum selbst den Kriterien guter wissenschaftlicher Praxis entspricht. Um dies zu beurteilen, können beispielsweise Kriterien wie die Zitationshäufigkeit von Aufsätzen (in wiederum wissenschaftlichen Publikationen)4, die Publikation in anerkannten, selektiven (z.B. per sog. double-blind Review-Verfahren) wissenschaftlichen Zeitschriften5 und letztendlich die eigene Reflektion der Güte der Artikel (transparente, nachprüfbare, replizierbare, eindeutige Darstellung unter Berücksichtigung der wichtigsten theoretischen Grundlagen und empirischen Erkenntnisse) dienen.
  • Es gilt, die ausgewählte Literatur mit kritischer Distanz zu verwenden.
  • Eigene Urteile sind mit Theorien, Modellen und empirischen Befunden zu begründen. Tatsachenbehauptungen ohne Belege und undifferenzierte Aussagen sind zu vermeiden.

Die Arbeit sollte gut lesbar sein. Vermeiden Sie daher umständliche, geschlechtersensible Sprache. Sie können geschlechtsneutrale Begriffe (Studierende, Lehrkräfte) suchen oder aber zu Beginn der Arbeit in einer Fußnote darauf hinweisen, dass die männliche Form auch weibliche Personen miteinschließen soll. Weitere Hinweise sind der Literatur zu entnehmen (z.B. APA, 2010, pp. 73).

!Wenn Sie die Mehrzahl verwenden, entfallen manche grammatikalische Fallstricke.

10.2 Hinweise zur Präsentation

Seminar- und Abschlussarbeiten sind im Allgemeinen mit der Verpflichtung verbunden, die Erkenntnisse mündlich vorzutragen. Entsprechende Hinweise zu Präsentationstechniken sind in der Fachliteratur verfügbar (z.B. Lehmann, 2008, Kap. 11). Aufgrund dessen werden wesentliche Aspekte nur kurz zusammengefasst.

  • Es ist der Präsentations-Master des Lehrstuhls zu verwenden (s. „Downloads“).
  • Zu jedem Vortrag gehört eine Titel-, Gliederungs- und Schlussfolie.
  • Der Vortrag sollte nur ausgewählte Schwerpunkte der Arbeit beinhalten.
  • Dem Auditorium (mind. jedoch den anwesenden LehrstuhlmitarbeiterInnen) ist ein Handout auszugeben. Schwarz-Weiß-Druck der Präsentationsfolien mit drei Folien je A4 Seite (im Druckmenü einstellbar) ist ausreichend.
  • Der Vortrag soll frei und zum Publikum gerichtet gehalten werden.
  • Es wird begrüßt, diskussionsfördernde Vorträge zu halten.
  • Die Folien sind strukturiert, gut lesbar und ohne lange Textpassagen zu gestalten.
  • Der vorgegebene Zeitrahmen ist unbedingt einzuhalten.
11. Literaturverzeichnis

11 Literaturverzeichnis

APA (Ed.). (2002). Publication manual of the American Psychological Association (5th ed.). Washington, DC, USA: American Psychological Association (APA).

APA (Ed.). (2010). Publication manual of the American Psychological Association (6th ed.). Washington, DC, USA: American Psychological Association (APA).

Craswell, G., & Poore, M. (2012). Writing for academic success (2nd ed.). London: Sage.

Deutsche Gesellschaft für Psychologie. (2007). Richtlinien zur Manuskriptgestaltung (3., überarb. u. erweit. Aufl.). Göttingen: Hogrefe.

Field, A., & Hole, G. (2011). How to design and report experiments. London, UK: Sage.

Kornmeier, M. (2007). Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten. Eine Einführung für Wirtschaftswissenschaftler. Heidelberg: Physica-Verlag.

Kornmeier, M. (2008). Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht: Für Bachelor, Master und Dissertation. Bern: Haupt/ UTB.

Lehmann, G. (2008). Wissenschaftliche Arbeiten zielwirksam verfassen und präsentieren (Mit Layout-Vorschlägen auf CD-ROM) (2., überarb. Aufl.). Renningen: Expert.

Theisen, M. R. (2008). Wissenschaftliches Arbeiten: Technik - Methodik - Form (14. Aufl.). München: Vahlen.

Töpfer, A. (2009). Erfolgreich Forschen: Ein Leitfaden für Bachelor-, Master-Studierende und Doktoranden. Berlin; Heidelberg: Springer.

Fußnoten

Fußnoten

1 SA: Gilt für Seminar- und Studienarbeiten; AA: Gilt für Abschlussarbeiten

2 Umfasst die komplette Arbeit, einschließlich Deckblatt, aber exklusive Anhang und Literaturverzeichnis.

3 nach Absprache sind Abweichungen möglich

4 Ein erster schneller Indikator hierfür ist die „zitiert durch“ – Angabe in google.scholar (http://scholar.google.de/), wenngleich hier beispielsweise das Publikationsjahr zu beachten ist.

5 Ein Indikator hierfür ist die Platzierung von Zeitschriften in sogenannten Journalrankings wie beispielsweise das VHB-Ranking (s. vhbonline.org/service/jourqual/vhb-jourqual-21-2011/), SCImago Journal Ranking (s. www.scimagojr.com/journalrank.php) oder www.eigenfactor.org.

Anhang

Anhang 1 - Literaturempfehlungen

THEMENBEREICHLITERATUREMPFEHLUNGEN
Grundlegendes zum wissenschaftlichen ArbeitenAmerican Psychological Association (Ed.). (2010). Publication manual of the American Psychological Association (6th ed.). Washington, DC, USA: American Psychological Association (APA).
 Bortz, J., & Döring, N. (2006). Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler (4. Aufl.). Heidelberg: Springer.
Hilfreiches zum Verfassen von AbschlussarbeitenBalzert, H., Schäfer, C., Schröder, M., & Kern, U. (2008). Wissenschaftliches Arbeiten: Wissenschaft, Quellen, Artefakte, Organisation, Präsentation. Herdecke; Witten: W3L-Verlag.
 Craswell, G., & Poore, M. (2012). Writing for academic success (2nd ed.). London: Sage.
 Esselborn-Krumbiegel, H.(2002). Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben (3. Aufl.). Paderborn: Ferdinand Schöningh.
 Heister, W., & Weßler-Poßberg, D. (2007). Studieren mit Erfolg: Wissenschaftliches Arbeiten für Wirtschaftswissenschaftler. Stuttgart: Schäffer-Poeschel.
 Kornmeier, M. (2008). Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht: für Bachelor, Master und Dissertation. Bern: Haupt.
 Töpfer, A. (2009). Erfolgreich Forschen: Ein Leitfaden für Bachelor-, Master-Studierende und Doktoranden. Berlin: Springer.
Management von Forschungsprojekten (auch für Abschlussarbeiten in den Wirtschaftswissenschaften geeignet)Thomas, D. R., & Hodges, I. D. (2010). Designing and managing your research project: Core knowledge for social and health researchers. London: Sage.
Theoretisches ArbeitenWhetten, D. A. (1989). What constitutes a theoretical contribution? The Academy of Management Review, 14(4), 490-495. Available at www.jstor.org/stable/258554
Empirisches ArbeitenBortz, J., & Döring, N. (2006). Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler (4. Aufl.). Heidelberg: Springer.
 Field, A., & Hole, G. (2011). How to design and report experiments. London: Sage.
 Laatz, W. (1993). Empirische Methoden: Ein Lehrbuch für Sozialwissenschaftler. Thun; Frankfurt am Main: Deutsch.
 Podsakoff, P. M., MacKenzie, S. B., Lee, J.-Y., & Podsakoff, N. P. (2003). Common method biases in behavioral research: a critical review of the literature and recommended remedies. Journal of Applied Psychology, 88(5), 879-903. doi: 10.1037/0021-9010.88.5.879
Statistische Grundlagen empirischen ArbeitensBortz, J. (1999). Statistik für Sozialwissenschaftler (5., vollständig überarb. und aktualisierte Aufl.). Berlin: Springer.
Analyse empirischer Daten (insbes. mit SPSS)Field, A. (2009). Discovering statistics using SPSS (3rd ed.). London: Sage.
 Wright, D. B. (2003). Making friends with your data: Improving how statistics are conducted and reported. British Journal of Educational Psychology, 73(1), 123-136.
Fragebogen-StudienJacob, R., Heinz, A., Décieux, P., & Eirmbter, W. H. (2011). Umfrage: Einführung in die Methoden der Umfrageforschung. München: Oldenbourg.
 Kallus, K. W. (2010). Erstellung von Fragebogen. Wien: facultas. (ISBN: 978-3-8252-3277-1) (Tatsächlich fundierte Fragebogenentwicklung steht hier im Mittelpunkt.)
 Raab-Steiner, E. (2008). Der Fragebogen: Von der Forschungsidee zur SPSS-Auswertung. Wien: facultas. (ISBN: 978-3-8252-8406-0)
Qualitative ForschungsmethodenLamnek, S. (1995). Qualitative Sozialforschung: Band 2: Methoden und Techniken (3. korrigierte Aufl.). Weinheim: Beltz.
Inhalts- und DokumentenanalyseLaatz, W. (1993). Empirische Methoden: Ein Lehrbuch für Sozialwissenschaftler (Kap. 5, S. 207-260). Thun; Frankfurt am Main: Deutsch.

Anhang 2 - Mustertitelblatt für Seminar- und Studienarbeiten

Anhang 3 - Mustertitelblatt für Abschlussarbeiten

... Bild folgt

Anhang 4 - Muster Erklärung (Einzelarbeit) zur eigenständigen Verfassung der Arbeit


Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe. Die aus fremden Quellen (einschließlich elektronischer Quellen) direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind ausnahmslos als solche kenntlich gemacht.

Diese Arbeit oder Teile dieser Arbeit wurden weder im Inland noch im Ausland in gleicher oder ähnlicher Form einer Prüfungsbehörde vorgelegt und sind auch nicht veröffentlicht. Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die Arbeit mit Hilfe eines Plagiatserkennungsdienstes auf enthaltene Plagiate überprüft wird.

…………(Unterschrift)………………

Cottbus, <Abgabedatum TT.MM.JJJJ>


Quelle: In Anl. an Theisen (2008, S. 208-209)

Anhang 5 - Muster Erklärung (Teamarbeit) zur eigenständigen Verfassung der Arbeit


Ich erkläre hiermit, dass ich meinen Beitrag zur vorliegenden Gruppenarbeit (Kapitel <XX>) selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe. Das gleiche gilt für die von den auf dem Titelblatt der Arbeit genannten AutorInnen gemeinsam verfassten Teile (Kapitel <XX>). Die aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind ausnahmslos als solche kenntlich gemacht.

Diese Arbeit oder Teile dieser Arbeit wurden weder im Inland noch im Ausland in gleicher oder ähnlicher Form einer Prüfungsbehörde vorgelegt und sind auch nicht veröffentlicht.

…………(Unterschrift)………………

Cottbus, <Abgabedatum TT.MM.JJJJ>


Quelle: In Anl. an Theisen (2008, S. 209)