Planung und Zivilgesellschaft: Protest, Aktivismus und Konflikte (640601) Modul 13893 "Seminar Regionalforschung"
Beschreibung:
Planung stößt oftmals auf Widerstand. Protest gegen Planungen wird zunehmend zum Normalfall. Planung arbeitet in Arenen des Konflikts und bemüht sich um Konfliktlösungen, wird dabei aber auch oftmals selbst zum Konfliktakteur. Gleichzeitig gibt es interessante und vielfältige Akteur:innen der Zivilgesellschaft, die mit Methoden des Aktivismus versuchen, räumliche Entwicklungsthemen (Energiewende, Wasserkrise, Lebensmittelversorgung, Daseinsvorsorge, „Caring”-Aspekte usw.) voranzubringen und die formelle Planung herausfordern und/oder bereichern. Das Seminar befasst sich also mit diesen Phänomenen und Herausforderung von Protest, Aktivismus und Konflikt im Kontext einer diversen Zivilgesellschaft, die auch eigene Entwicklungsansprüche hat. Dazu lernen wir zunächst relevante planungswissenschaftliche Debatten aus der Literatur kennen und diskutieren diese in einem zweiten Schritt anhand konkreter Fälle (z.B. Waldbesetzungen, Diskussionsveranstaltungen und -Festivals, Protest gegen Windkraft, Protest für Klimaschutz an konkreten Beispielen, selbstorganisierte Alternativen und "commons", intergenerationelle Arbeit in der Daseinsvorsorge). Im dritten Schritt erarbeiten die Studierenden zu einem solchen Fall eine kleine empirische Studie, wobei sie bei der Vorbereitung und Durchführung der Studie begleitet werden.
Zeit und Raum: dienstags 9:30 - 12:45 Uhr, LG 2C 313, erster Termin: 07.10.2026
Link zum Moodle-Kurs: https://www.b-tu.de/elearning/btu/course/view.php?id=17390
Modulprüfung: Referat und Moderation einer Diskussionsrunde zu einem wissenschaftlichen Paper, 30 Minuten (40%); schriftliche Hausarbeit (max. 20.000 Zeichen mit Leerzeichen ohne Verzeichnisse) (60%)
Lehrender: Prof. Dr. Ludger Gailing; Dr. Sunna Kovanen
