Master-Projekt: Zwischen Zentrum und Peripherie - Gleichwertige Lebensverhältnisse oder räumliche Ungerechtigkeiten? (640609) Modul 13884/5/6 "Projekt I/II/III"
Beschreibung:
Demografischer Wandel ,gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation sowie die Konzentration von Infrastrukturen machen das Zusammenspiel von Zentrum und Peripherie zu einer zentralen Herausforderung der räumlichen Entwicklung. Während Großstädte als Zentren von Innovation, Arbeit und Infrastruktur gelten, stehen ländliche oder abgelegene Regionen vor ganz anderen Herausforderungen. Doch was macht ein Zentrum eigentlich zum Zentrum – und warum wird eine Region zur Peripherie? Die Konzepte von Zentrum und Peripherie helfen dabei, diese räumlichen Unterschiede zu verstehen. Insbesondere der Begriff der Peripherisierung macht deutlich, dass Randlagen nicht naturgegeben sind, sondern durch gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Prozesse sowie bestehende Machtverhältnisse entstehen und verstärkt werden.
In unserem Masterprojekt beschäftigen wir uns mit aktuellen Zentrum-Peripherie-Diskursen im Transferraum der AlterPerimentale. Dabei können folgende Fragestellungen eine Rolle spielen: Wie lassen sich aktuelle Zentrum-Peripherie-Diskurse räumlich fassen? Welche sozialräumliche Heterogenität besteht innerhalb von Regionen? Welche Rolle spielen unterschiedliche administrative Grenzen (z.B. zwischen Bundesländern, Landkreisen oder zu Polen sowie Stadtteil- und Stadtgrenzen) bei der Entstehung von Zentren und Peripherien?
Wir laden in ein explizit wissenschaftlich-forschendes Masterprojekt ein. Angelehnt an das Forschungsprojekt AlterPerimentale konzentrieren wir uns auf ein Untersuchungsgebiet, das die Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Görlitz sowie die kreisfreie Stadt Cottbus umfasst. Eine zentrale Grundlage bildet die gemeinsame Besprechung theoretischer Literatur zu Semesterbeginn. Neben inhaltlichen Inputs ist ein Workshoptag sowie eine Exkursion zur empirischen Untersuchung in der Region geplant. Es handelt sich um ein selbstbestimmtes Projekt, bei dem die behandelten Fragestellungen und Praxisbeispiele, die Zeitplanung sowie die Gestaltung der Sitzungen stark durch die Studierenden mitbestimmt werden. Dabei können planerische, empirische und moderierende Methodenkenntnisse vertieft werden. Das Ergebnis des Projektes ist ein Forschungsbericht, in dem theoretische Erkenntnisse, eine empirische sozialräumliche Analyse und allgemeine Handlungsempfehlungen vereint werden.
Zeit und Raum: mittwochs 09:15 Uhr bis 13:00 Uhr
Link zum Moodle-Kurs: https://www.b-tu.de/elearning/btu/course/view.php?id=17384
Modulprüfung: Zwischenpräsentation, 20 Minuten (20%); Abschlusspräsentation, 20 Minuten (30%) Projektdokumentation in schriftlicher, entwurflicher und/oder planerisch- konzeptioneller Form (50%).
In der ersten Lehrveranstaltung werden die Prüfungsleistungen in inhaltlicher Ausrichtung spezifiziert.
Lehrende: Luisa Geldbach, Jan Nowakowski
