14665 - Hebammenversorgung unter Berücksichtigung von Ethik, Recht und Gesellschaft Modulübersicht

Modulnummer: 14665
Modultitel:Hebammenversorgung unter Berücksichtigung von Ethik, Recht und Gesellschaft
  Midwifery Care under Consideration of Ethics, Law and Society
Einrichtung: Fakultät 4 - Humanwissenschaften
Verantwortlich:
  • Prof. Dr. rer. nat. Rosenlöcher, Franziska
Lehr- und Prüfungssprache:Deutsch
Dauer:1 Semester
Angebotsturnus: jedes Wintersemester
Leistungspunkte: 5
Lernziele:

Die Studierenden:

  • tragen durch personen- und situationsorientierte Kommunikation mit Frauen, Kindern und Bezugspersonen zur Qualität des Betreuungsprozesses bei,
  • tragen durch ihre Kommunikation zur Qualität der interprofessionellen Versorgung des geburtshilflichen Teams und in sektorenübergreifenden Netzwerken bei,
  • gestalten und evaluieren theoriegeleitet Beratungskonzepte sowie Kommunikations- und Beratungsprozesse und
  • tragen durch zeitnahe, fachgerechte und prozessorientierte Dokumentation von Maßnahmen während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit zur Qualität der Informationsübermittlung und zur Patientensicherheit bei.
  • analysieren und reflektieren die hebammenrelevanten Versorgungsstrukturen, die Steuerung von Versorgungsprozessen und die intra- und interprofessionelle Zusammenarbeit,
  • entwickeln bei der Zusammenarbeit individuelle, multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen vor allem für regelwidrige Schwangerschafts-, Geburts- und Wochenbettverläufe und setzen diese Lösungen teamorientiert um,
  • wirken mit an der interdisziplinären Weiterentwicklung und Implementierung von wissenschaftsbasierten, evidenzbasierten und innovativen Versorgungskonzepten während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit und
  • wirken mit an der intra- und interdisziplinären Entwicklung, Implementierung und Evaluation von Qualitätsmanagementkonzepten, Risikomanagementkonzepten, Leitlinien und Expertenstandards.
  • analysieren wissenschaftlich begründet rechtliche, ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen und beteiligen sich an gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen zur qualitätsgesicherten Hebammentätigkeit,
  • identifizieren berufsbezogene Fort- und Weiterbildungsbedarfe und erkennen die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens als einen Prozess der fortlaufenden persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung,
  • analysieren und reflektieren wissenschaftlich begründet berufsethische Werthaltungen und Einstellungen,
  • orientieren sich in ihrem Handeln in der Hebammenpraxis an der Berufsethik ihrer Profession und treffen in moralischen Konflikt- und Dilemmasituationen begründete ethische Entscheidungen unter Berücksichtigung der Menschenrechte und entwickeln ein fundiertes berufliches Selbstverständnis und wirken an der Weiterentwicklung der Profession mit.
Inhalte:

Nach HebStPrV, Anlage 1:

  • Personen- und situationsorientierte Kommunikation während des Betreuungsprozesses
  • Verantwortliche Gestaltung des intra- und interprofessionellen Handelns in unterschiedlichen systemischen Kontexten, Weiterentwicklung der hebammenspezifischen Versorgung von Frauen und ihren Familien sowie Mitwirkung an der Entwicklung von Qualitäts- und Risikomanagementkonzepten, Leitlinien und Expertenstandards
  • Reflexion und Begründung des eigenen Handelns unter Berücksichtigung der rechtlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen sowie Beteiligung an der Berufsentwicklung
  • Verantwortliche Gestaltung des intra- und interprofessionellen Handelns in unterschiedlichen systemischen Kontexten, Weiterentwicklung der hebammenspezifischen Versorgung von Frauen und ihren Familien sowie Mitwirkung an der Entwicklung von Qualitäts- und Risikomanagementkonzepten, Leitlinien und Expertenstandards Schwangerenvorsorge
Empfohlene Voraussetzungen:keine
Zwingende Voraussetzungen:Zur staatlichen Prüfung kann nur zugelassen werden, wenn die Vorlage eines Tätigkeitsnachweises nach § 12 HebStPrV entsprechend der dazugehörigen Anlage
Lehrformen und Arbeitsumfang:
  • Vorlesung / 4 SWS
  • Seminar / 2 SWS
  • Selbststudium / 60 Stunden
Unterrichtsmaterialien und Literaturhinweise:
  • Behrens, J. Langer, G. (2022): Evidence-based nursing and caring: Methoden und Ethik der Pflegepraxis und Versorgungsforschung. Hans Huber, Bern.
  • Brandenburg, H., Dorschner, S. (Hrsg.) (2003): Pflegewissenschaft. 1. Lehr- und Arbeitsbuch zur Einführung in das wissenschaftliche Denken in der Pflege. Hogrefe, Göttingen.
  • Brandenburg, H., Panfil, E.-M., Mayer, H. (2007): Pflegewissenschaft. 2. Lehr- und Arbeitsbuch zur Einführung in die Pflegeforschung. Hans Huber, Bern.
  • Deutscher Ethikrat: Die Zukunft der genetischen Diagnostik – von der Forschung in die klinische Anwendung. Stellungnahme vom 30.4.2013. http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-zukunft-der-genetischen-diagnostik.pdfKrauss-Lembcke, S. (2020). Psychologie und Psychopathologie für Hebammen. Stuttgart: Hippokrates.
  • Diefenbacher, M., 2016. Praxisratgeber Recht für Hebammen. 2. Aufl. Stuttgart: Georg Thieme
  • Duttge G, Engel W, Zoll B (Hrsg): „Behinderung“ im Dialog zwischen Recht und Humangenetik. Universitätsverlag Göttingen 2014.
  • Ensel A: Hebammen im Konfliktfeld der Pränatalen Diagnostik. Hebammengemeinschaftshilfe Schriftenreihe 10, Karlsruhe 2002
  • Eri, Tine S./ Berg, Marie et al. (2020): Models for midwifery care: A mapping review. In: Eur J Midwifery 4/2020:30.
  • Fadnes, L.T., Nankabirwa, V., Brestoff, J.R., Van den Broeck, J. (2013). Basic Concepts in Epidemiology. In: Van den Broeck, J. Brestoff, J. (eds) Epidemiology: Principles and Practical Guidelines. Springer, Dordrecht. https://doi.org/10.1007/978-94-007-5989-3_2
  • Galea, S., M Keyes, K., (2019). Epidemiology at the Heart of Population Health Science, American Journal of Epidemiology, 188 (5), 883–885, https://doi.org/10.1093/aje/kwy222
  • Geist C., Hader U., Stiefel A. (2012). Hebammenkunde. Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. (5. Aufl.). Stuttgart: Hippokrates Verlag.
  • Gellner, W., Schmöller, M. (Hrsg.) (2012): Gesundheitsforschung: Aktuelle Befunde der Gesundheitswissenschaften. Nomos, Baden-Baden.
  • Heinkel, Claudia: Beschluss mit Folgen, Deutsche Hebammen Zeitschrift 2020. 72 (7): 81–86.
  • Krauss-Lembcke, S. (2020). Psychologie und Psychopathologie für Hebammen. Stuttgart: Hippokrates.
  • Lippens, F. (2011). Geburtsvorbereitung. Eine Arbeitshilfe für Hebammen. Hannover: Staude.
  • Mändle C., Opitz-Kreuter S. (2014). Das Hebammenbuch. Lehrbuch der praktischen Geburtshilfe. (6. Aufl.). Stuttgart, New York: Schattauer-Verlag.
  • Marckmann, G., Hrsg., 2015. Praxisbuch Ethik in der Medizin. Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
  • Schneider, A., 2003. Staatsbürger-, Gesetzes- und Berufskunde für Fachberufe im Gesundheitswesen. 6. Aufl. Berlin: Springer.
  • Simon, M., 2017. Das Gesundheitssystem in Deutschland: Eine Einführung in Struktur und Funktionsweise. 6. Aufl. Bern: Hofgrefe.
  • Schücking, B. (Hrsg.) (2003). Selbstbestimmung der Frau in Gynäkologie und Geburtshilfe. Frauengesundheit. Göttingen: Vandenhoek und Rupprecht.
  • Stiefel, A., Brendel, K., Bauer, N. Hebammenkunde (2020). Thieme: Stuttgart.
  • Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV) vom 08. Januar 2020. BGBl 2020 Teil 1, Nr. 2, ausgegeben zu Bonn am 10. Januar 2020.
  • Tiemann M., Mohokum M. (eds) (2019).: Prävention und Gesundheitsförderung. Springer Reference Pflege  Therapie  Gesundheit. Berlin, Heidelberg: Springer
Weitere für das Modul erforderliche Fachliteratur sowie Literaturempfehlungen, werden zu Beginn des Semesters durch die*den Lehrende*n bekannt gegeben.
Modulprüfung:Modulabschlussprüfung (MAP)
Prüfungsleistung/en für Modulprüfung:

Staatliche Prüfung Mündlich - 15 min (Einzelprüfung)

§36 HebStPrV Abs. 1 Wiederholung von Teilen der staatlichen Prüfung und zusätzliche Praxiseinsätze

„(1) Wenn eine studierende Person 1. eine Klausur des schriftlichen Teils der staatlichen Prüfung, 2. den mündlichen Teil der staatlichen Prüfung oder 3. einen Prüfungsteil des praktischen Teils der staatlichen Prüfung nicht bestanden hat, kann sie den betreffenden Bestandteil nach Nummer 1 bis 3 einmal wiederholen.”

Bewertung der Modulprüfung:Prüfungsleistung - benotet
Teilnehmerbeschränkung:keine
Zuordnung zu Studiengängen:
  • keine Zuordnung vorhanden
Bemerkungen:keine
Veranstaltungen zum Modul:

V: Ethik und Moral in der Hebammenarbeit (1 SWS)
V: Pränataldiagnostik und Patientenautonomie im Kontext der Geburtshilfe (1 SWS)
V: Medizinrecht im Kontext der Hebammenarbeit (2 SWS)
S: Integration von Migration und Diversität in die professionelle Hebammenarbeit (2 SWS)

Veranstaltungen im aktuellen Semester:
  • keine Zuordnung vorhanden