| Inhalte: | Spezifische Arbeitsorganisation des jeweiligen Praktikumsplatzes - Besonderheiten und Unterschiede von Klinik-, Reha- und Praxissetting in der Versorgungsrealität werden erlebt und reflektiert.
- Ablauf der Prozesse (diagnostischer & therapeutischer) werden an Patient*innen mit mittel-komplexen Beschwerdebildern in der Versorgungsrealität beobachtet und selbst durchgeführt.
- Berücksichtigt werden Beschwerdebilder aus dem neurologischen und einfache, sowie mittelkomplexe Beschwerdebilder aus dem kardio-vaskulären und kardio-respiratorischen System, sowie komplexe Beschwerdebilder aus dem muskuloskelettales System berücksichtig.
- Es finden, soweit möglich, Hospitationen und begleitete, sowie selbstständige Therapien im Bereich von pädiatrischen und geriatrischen Beschwerdebildern statt. Inhalte aus PT10 Physiotherapeutische Versorgung über die Lebensspanne werden übertragen, angewandt und reflektiert.
- Die eigene Durchführung der diagnostischen und therapeutischen Prozesse in der Versorgungsrealität wird nach bekannten und Theorien und Modellen hin reflektiert (clinical reasoning, patient centered care, continues movement theory, etc.)
- Die Übertragung der bekannten Theorien und Modelle werden in der Versorgungsrealität weiter vertieft.
- Prozesse der Aufnahme, Planung und Abrechnung von Patient*innenen werden in der Versorgungsrealität, wenn möglich, erlebt und reflektiert.
Umsetzung der Kennnisse zur Behandlung von Patient*innen/ Klient*innen in den verschiedenen Praxissettings Settings der Physiotherapie in der Versorgungsrealität - Kenntnisse aus den Modulen PT10 Physiotherapeutische Versorgung über die Lebensspanne und PT11 Neurologisches System II (PNS) werden in der Betreuung von Patient*innen beobachtet und selbst praktisch durchgeführt.
- Die Umsetzung erfolgt praktisch im Bereich des diagnostischen und des therapeutischen Prozesses und umfasst alle bekannten und gelernten Elemente, die dafür im Erwartungshorizont beschrieben sind.
- Das eigene Handeln wird, soweit möglich, dokumentiert und kritisch über 360° Feedback reflektiert.
- Videos und persönliche Entwicklungspläne sind dabei eine Grundlage für den einzelnen und gemeinsamen Reflektionsprozess.
Durchführung des diagnostischen und therapeutischen Prozesses im Einzel- und im Gruppensetting - Die Einzeltherapie steht im Fokus der eigenen Übungen und umfasst alle bekannten Elemente des Erwartungshorizontes, das Screening, die Anamnese, Tests und Assessments, die Dokumentation und die Ziel- sowie die Maßnahmenverhandlung.
- Das Screening als Element des diagnostischen Prozesses wird aktiv durchgeführt und die eigenen Fähigkeiten kritisch reflektiert.
- Therapeutisch werden einfache, mittelkomplexe und hospitiert komplexe Anleitungen von Übungen und aktive Hospitation im jeweiligen Setting durchgeführt, dokumentiert und über 360° Feedbacks reflektiert.
- Dabei werden bis zu komplexen Behandlungen bei muskuloskelettalen Beschwerdenbildern und bis zu mittelkomplexe Beschwerdebilder im Bereich der neurologischen Beschwerdebildern durchgeführt.
- Einfache Behandlungen im pädiatrischen und geriatrischen Bereich, sowie begleitete mittelkomplexe Behandlungen selben Bereich werden aktiv und je nach Setting durchgeführt.
- Tests und Assessments, sowie Therapeutische Ansätze werden auf ihre Evidenz hin ausgewählt und korrekt umgesetzt und folgen dem clinical reasoning Ansatz. Dieser wird kontinuierlich reflektiert.
- Die Gruppentherapie ist als Intervention wird, abhängig von der jeweiligen Praktikumseinrichtung, aktiv durchgeführt, dokumentiert und über 360° Feedbacks reflektiert. Die Patient*innenperspektive kann dabei berücksichtigt werden.
- Es werden bewusst und aktiv gelernte Strategien zur Sicherung einer Evidenznutzung angewendet, die im Modul IP03 Entwicklungspsychologie und Klinische Psychologie für Gesundheitsberufe vermittelt worden sind.
- Es findet eine gezielte und individuelle Förderung der Bewegungsfähigkeit von Menschen mit Hilfe evidenzbasierter (sport)-physiotherapeutischer Interventionen statt.
- Es wird aktiv bei der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit durchgeführt.
Umsetzung der Kennnisse zur Förderung und Aufrechterhaltung von Aktivität, Bewegung und Partizipation im Sinne der ICF - Der diagnostische Prozess wird mittels der ICF-Struktur und des entsprechenden Befundbogens durchgeführt und dokumentiert.
- Die ICF ist dabei zentrales Strukturmedium und Partizipation, sowie Aktivität spielen im diagnostischen, wie auch im therapeutischen Prozess eine immanente Rolle.
- Dabei werden alle bekannten Beschwerdebilder aus den muskuloskelettalen, kardio-vaskulären, kardio-respiratorischen und neurologischen Spektren beachtet.
- Die Komponenten der ICF werden in dieser Phase sicher und variabel beherrscht und bei unterschiedlichen Beschwerdebildern passend zur Strukturierung des diagnostischen Prozesses berücksichtigt. Es erfolgt dabei eine Übertragung auf neurologische Beschwerdebilder.
Zielorientierte und kooperative Zusammenarbeit im interdisziplinären Team. - Die Rolle als Physiotherapeut und damit Expert*in für Bewegung wird bewusst in der Zusammenarbeit im interdisziplinären Team eingenommen.
- Herausforderungen und Erlebnisse werden dokumentiert und ggf. über 360° Feedbacks reflektiert.
- Es wird eine begleitete Verantwortung für die eigene Aufgabe in der Betreuung der Patient*innen im Versorgungsprozess eingenommen, dokumentiert und über 360° Feedbacks reflektiert.
Berufsfeldspezifisches Handeln, dessen Kompetenzentwicklung mit mindestens dem Erwartungshorizont des Einstiegsniveaus der KNGF Berufsprofil für Physiotherapeuten (KNGF, 2006) und der Berufsbeschreibung von World Physiotherapy (Worldphysio, 2023) übereinstimmen müssen. Zu beachten sind die Dokumente, die als Erwartungshorizonte vorliegen und die Lernaufgaben beschreiben. Entsprechende Dokumente sind im jeweiligen Kurs auf Moodle abgelegt. Alle Lernaufgaben müssen im e-Portfolio über den Verlauf des Studiums hinweg erarbeitet werden. Zu folgen sind den in Praxismodul I, II, III, IV, V, VI, VII formulierten Berufsaufgaben bzw. Lernaufgaben. - Dies umfasst persönliche Entwicklungspläne (PEP) in der im Dokument beschriebenen Form
- Die Form orientiert sich an dem Plan-Do-Check-Act-Zyklus und folgt der Logik der Selbstreflektion und -einschätzung anhand einer Kompetenzmatrix, die Ziel- und Maßnahmenplanung für die eigene Entwicklung, der Durchführung und Dokumentation und der Reflektion über 360° Feedbacks mit Kommiliton*innen, Mentor*innen, Dozierenden und Praxisanleitenden
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