Offshore-Windenergie legt Stützräder ab

Zwei Forscher der BTU Cottbus-Senftenberg publizieren zusammen mit weiteren Wissenschaftler*innen ihre Ergebnisse in „Nature Energy“, wonach Offshore-Windenergie in naher Zukunft ohne Subventionen konkurrenzfähig sein wird.

Prof. Dr. Felix Müsgens und Iegor Riepin vom Lehrstuhl Energiewirtschaft und sechs weitere Autoren aus Großbritannien, Dänemark, Belgien und den Niederlanden repräsentieren die fünf Länder mit etwa 80 Prozent der installierten Offshore-Leistung.

Die Entwicklung der Offshore-Windenergie wurde durch staatliche Förderprogramme vorangetrieben; die jüngsten Kostensenkungen erhöhen jedoch die Aussicht, dass die Offshore-Windenergie billiger wird als die konventionelle Stromerzeugung.

Fördersummen stetig rückläufig

Viele Länder nutzen Auktionen, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Dabei gestaltete sich die Verfahrensweise von Land zu Land unterschiedlich, was einen Vergleich ihrer Ergebnisse erschwerte. In der jüngeren Vergangenheit näherten sich die Verfahrensweisen weitestgehend an: Nach Planung und Entwicklung einer neuen Anlage wurde in Auktionen um staatliche Förderungen geboten. Dabei erhielt den Zuschlag, wer am wenigsten forderte. So sanken im Laufe der Zeit die Förderbeiträge in die Nähe der realen Kosten.

Windenergie im Offshore-Bereich in etablierten Märkten ohne Subventionierung wettbewerbsfähig

Die Autoren des Aufsatzes, der am 27. Juli 2020 in der Fachzeitschrift „Nature Energy“ erschien, harmonisierten nun die Auktionsergebnisse von fünf Ländern, indem sie die Konstruktionsmerkmale vergleichen. Dabei kommen sie zu dem Schluss, dass die Offshore-Windenergieerzeugung in den etablierten Märkten als kommerziell wettbewerbsfähig angesehen werden kann.

Die Höhe der Gebote ist in den letzten Jahren stetig gefallen. Der Anteil aus Subventionen hängt zwar von den künftigen Strompreisen ab, doch es zeichnet sich ein Trend ab: Projekte in Deutschland und den Niederlanden sind bereits subventionsfrei und in Großbritannien spricht man von der Versteigerung des weltweit ersten Offshore-Windpark mit negativer Subventionierung.

Konkurrenz für Kohle-, Gas- und Kernenergie

Zwischen 2015 und 2019 fiel der Preis für Strom aus Offshore-Windparks in Nordeuropa um zwölf Prozent pro Jahr. Die im Jahr 2019 eingegangenen Gebote ergeben einen Durchschnittspreis von 51 € pro Megawattstunde und rangieren damit in den Bereichen der konventionellen Erzeugung. Damit wird die Offshore-Energieproduktion wettbewerbsfähig und besteht neben den alten Hasen Kohle-, Gas- und Kernenergie.

Fachkontakt

Prof. Dr. rer. pol. Felix Müsgens
Energiewirtschaft
T +49 (0) 355 69-4505
felix.muesgens(at)b-tu.de

Pressekontakt

Kathrin Schlüßler
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
T +49 (0) 355 69-2115
kathrin.schluessler(at)b-tu.de

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