Auf in den Endspurt!

Noch ein Jahr läuft das Projekt SMART Capital Region (SCR), welches sich mit der intelligenten Nutzung regenerativer Stromüberschüsse aus Brandenburg in Berlin beschäftigt und dabei auch den Einsatz von Elektroautos als mobile Speicher im Netz erforscht.

Angesichts des Endspurts stellten SCR-Mitarbeiter im Besucherzentrum Intelligente Energie Netze (BIENe) Partnern, Förderern und interessierten Branchenvertretern den derzeitigen Projektstand vor und gaben einen Ausblick auf die kommenden Monate.

„Unsere Arbeit besteht aus vielen Abstimmungsprozessen, z.B. mit den Netzbetreibern, die uns ihre Daten zur Verfügung stellen“, beschreibt Prof. Harald Schwarz vom Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstechnik eine der Herausforderungen des Projektes, das zur bundesweiten Initiative „Schaufenster Elektromobilität“ gehört. „Die heutige Veranstaltung verschaffte allen Beteiligten einen Überblick über unsere Arbeit, die damit verbundenen Prozesse und über die anstehenden Aufgaben “, so Schwarz weiter.

Um die Stromerzeugung und den Stromverbrauch in der Hauptstadtregion abbilden zu können, werden Daten von den Netzbetreibern aus Brandenburg und Berlin an die Uni übertragen und in BIENe öffentlichkeitswirksam dargestellt.

„In BIENe wollen wir den Besuchern zeigen, wie hoch die regenerativen Einspeisungen im Nordosten Deutschlands sind, wie sie sich zeitlich und örtlich verteilen und welche steuerbaren Verbraucher damit, z.B. in Berlin, versorgt werden könnten“ erklärt Dipl.-Ingenieur Matthias Haake, der im Projekt für die Erfassung und Visualisierung der Netzbetreiberdaten zuständig ist.

Neben dem Aufzeigen der realen Situation wird auch das Zusammenspiel unterschiedlicher Stromerzeuger, -speicher, -verbraucher und damit verbundener Technologien auf dem Campus untersucht und optimiert. So können in verschiedenen Modellanlagen Stromüberschüsse in Wärme, Gas oder in „Mobilität“ für Elektrofahrzeuge umgewandelt werden. Das Ziel: Verbrauch und Erzeugung elektrischer Energie sollen innerhalb des Anlagenverbundes in Einklang gebracht und der Bedarf größtmöglich regenerativ gedeckt werden.

 

SMART Capital Region läuft noch bis Mitte nächsten Jahres und wird vom Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg gefördert.