EUNICE - Hochschulallianz gründet eine "Task Force für Forschung" zur Stärkung gemeinsamer Forschungsprojekte

Ziel ist unter anderem die Förderung von Kooperationen, Forschungszentren und Anschubfinanzierungen für gemeinsame Projekte.

Die Europäische Universitätsallianz EUNICE hat mit der Gründung ihrer Task Force für Forschung einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dieses strategische Koordinierungsgremium soll die Forschungskooperation stärken und die Entwicklung gemeinsamer Initiativen zwischen den Partneruniversitäten unterstützen.

Die Einrichtung der Task Force wurde von der Generalversammlung in Kalamata im Oktober 2025 beschlossen. Das Team arbeitet eng mit den Vizepräsidenten/Vizerektoren für Forschung zusammen, um eine gemeinsame Forschungsagenda zu entwickeln, die transnationale Zusammenarbeit zu erleichtern und strategische Ausrichtungen in konkrete, forschungsbasierte Maßnahmen umzusetzen.

Die Task Force für Forschung konzentriert sich auf die Strukturierung der Zusammenarbeit durch thematische Forschungscluster und baut dabei auf bestehenden Stärken auf, die durch eine allianzweite Analyse identifiziert wurden. Diese Cluster dienen als zentraler Rahmen für Netzwerkaktivitäten, gemeinsame Workshops und die Entwicklung von Kooperationsprojekten.

Wichtigste Prioritäten

Zu den wichtigsten Prioritäten der Task Force für Forschung gehören:

1. Strukturierung der EUNICE-Forschungskooperation durch Cluster, Erfassung institutioneller Stärken und Identifizierung von Cluster-Leitungen auf institutioneller Ebene.

2. Unterstützung transnationaler Forschungszentren und gemeinsamer Infrastrukturen, einschließlich des Zugangs zu Laboren, Geräten und Einrichtungen innerhalb der Allianz (EUNICE Joint Open Lab).

3. Förderung der Zusammenarbeit durch thematische Workshops und Netzwerkformate, darunter ein Anschubfinanzierungsprogramm der Allianz, das Forschende vernetzen und gemeinsame Aktivitäten initiieren soll.

4. Stärkung der EU-Förderkapazitäten durch die Förderung der gemeinsamen Teilnahme an europäischen Forschungsaufrufen und die Unterstützung der Projektentwicklung.

5. Verbesserung der Integration der EUNICE Aktivitäten und Abstimmung von Forschung mit Bildungs-, Mobilitäts- und Innovationsaktivitäten.

In ihrer Anfangsphase wird die Task Force für Forschung zur Definition der gemeinsamen Forschungsprioritäten der Allianz beitragen, die Durchführung von Cluster-Workshops unterstützen, ein Pilotprojekt zur Anschubfinanzierung starten, das Forschungszentrumsmodell ausbauen und bestehende Kooperationsmechanismen wie gemeinsame Promotionsprogramme, Forschermobilität und gemeinsame Forschungsinfrastrukturen fördern. Zu den langfristigen Zielen gehören die Stärkung der Position von EUNICE im Europäischen Forschungsraum sowie die Steigerung der Sichtbarkeit und Wirkung gemeinsamer Forschungsaktivitäten.

Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt hin zu einer engeren institutionellen Koordinierung, einer verstärkten Beteiligung an europäischen Forschungsprogrammen und einer effektiveren Zusammenarbeit der Forschenden innerhalb der Allianz. Die von der Universität Catania geleitete und vom EUNICE-Generalsekretariat administrativ unterstützte Task Force vereint ein Team hochqualifizierter Forschungsleitender und -fachkräfte aus der gesamten Allianz:

• Cristina Satriano (Universität Catania, Italien)

• Ignacio Varela (Universität Kantabrien, Spanien)

• Malin Wikstedt (Universität Vaasa, Finnland)

• Patrick Hoffmann (Technische Universität Brandenburg Cottbus-Seftengen, Deutschland)

• Rania Aro (Universität Mons)

• Sébastien Delprat (Université Polytechnique Hauts-de-France, Frankreich)

Kontakt

Martin Scheer
International Relations Office
T +49 (0) 355 69-3084
martin.scheer(at)b-tu.de
EUNICE-Allianz gründet Task Force für Forschung zur Stärkung gemeinsamer Forschungsprojekte