Bachelorarbeiten Sommer 2010 "Nordhafen Stralsund"

Studiengang Stadt und Regionalplanung - Lehrdokumentation, Prof. Dipl.-Ing. Heinz Nagler, Dipl.-Ing. Christoph Dieck, Dipl.-Ing. M.Arch Gabriele Moritz

Die Hansestadt Stralsund gehört seit 2002 zusammen mit Wismar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Beide Städte waren wichtige Handelszentren der Hanse im 14. und 15. Jahrhundert und repräsentieren in Stadtgrundriss und Typologie idealtypisch die Hansestadt aus der Blütezeit des Städtebundes. Der mittelalterliche Grundriss der Altstadt mit Straßennetz-, Quartier- und Parzellenstruktur ist bis heute bewahrt. Die charakteristischen Gebäudetypen und die gotischen Backsteinbauten (wie z. B. Wohn-, Handels- und Handwerksgebäuden bzw. die Kirchen und das Stralsunder Rathaus) dokumentieren die Entwicklung der Hansestadt über mehrere Jahrhunderte. So bezeugt die überlieferte Bausubstanz die politische und wirtschaftliche Bedeutung sowie den außerordentlichen Reichtum Stralsunds im Mittelalter. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Stralsund ebenso wie Wismar zur wichtigen Festung und zum Verwaltungszentrum für die deutschen Gebiete des schwedischen Königreiches ausgebaut. Prägend für die weitere Stadtentwicklung waren in der Industrialisierung der Ausbau des Hafengebiets mit der Aufschüttung der Hafeninseln und der Fläche des Nordhafens sowie die drei Stadterweiterungen. Die südliche Stadterweiterung der Frankenvorstadt ging unmittelbar mit dem Ausbau des Industriehafens einher. Im Krieg stark zerstört finden sich dort heute überwiegend Wohnbauten der 50er Jahre. Seit den 1990er Jahren stand die Revitalisierung der Altstadt im Fokus der Stadtplanung.

Das Entwurfsgebiet liegt auf dem Gelände des derzeit industriell und gewerblich genutzten Nordhafens südöstlich des Stralsunder Stadtzentrums. Es spannt sich zwischen der Altstadt, der nördlichen Hafeninsel und dem südlich der neuen Rügenbrücke gelegenen Bahnhof Rügendamm auf und ist dem Stadterweiterungsgebiet Frankenvorstadt vorgelagert. Direkt anschließend wurde 2008 auf der nördlichen Hafeninsel das Ozeaneum eröffnet, welches seither jährlich eine Million Besucher anzieht und wesentlich zur Aufwertung der Wasserfront Stralsunds beiträgt.

Durch die unmittelbare Nähe zum Stadtzentrum und zum alten Traditionshafen, die attraktive Lage entlang des Strelasunds sowie die zukünftig denkbare Verlagerung des derzeitigen Industrie- und Umschlaghafens stellt das Gebiet ein innenstadtnahes Quartier von hohem Potential dar. Die Hafenatmosphäre sowie die unter Denkmalschutz stehenden Speicher und alten Industriegebäude charakterisieren das Quartier. Prägend ist dabei die Silhouette der Stadt mit ihren mittelalterlichen Türmen der Altstadt und den vorgelagerten, teilweise turmartigen Speichern des Hafens.

Die Bachelorarbeit sollte die Frage nach den Möglichkeiten einer zukünftigen urbanen Entwicklung des Hafenareals aufzeigen und damit denkbare zukünftige Stadträume und Nutzungen beantworten. Im städ­tebaulichen Entwurf waren die konkreten städtebaulich - räumlichen Interventionen, das Verhältnis zwischen Stadt und Wasser als auch die Einbindung ins Stadtgefüge zu klären. Die Vertiefung der Bachelorarbeit erfolgte auf gestalterischer, typologischer bzw. strategischer Ebene.

Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen

Professor Heinz Nagler

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Christoph Dieck
Gabriele Moritz

Lehrstuhl Entwerfen, Wohn- und Sozialbauten

Professor Bernd Huckriede

Wissenschaftliche Mitarbeiter
Alejandro Tomás Roldán 
Barbara Witt

Lehrstuhl Landschaftsplanung und Freiraumgestaltung

Professor Monika Daldrop-Weidmann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin 
Franka Lippert

Redaktion

Lars Kowalke 
Niklas Tirpitz

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