Maßnahmenkonzept "Barrierefreies Eisenhüttenstadt"

Forschungsdokumentation, Buch, Prof. Dipl.-Ing. Heinz Nagler, Dipl.-Ing. Christoph Dieck

Aus dem Vorwort

Die Stadt Eisenhüttenstadt hat sich mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27. April 2005 verpflichtet, alle grundsätzlich geltenden Regelungen zur Barrierefreiheit im öffent­lichen Raum so anzuwenden, dass alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde gleichberechtigt am urbanen Leben teilnehmen können. Auf Grundlage dieses Beschlusses ist ein Umsetzungskonzept mit Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, in dem die notwendige Umgestaltung bestehender öffent­licher Räume in den einzelnen Schritten beschrieben wird.

In diesem vom Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen erarbeiteten Maßnahmenkonzept werden neben den Anforderungen und Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen (Blinde, Rollstuhl­fahrer, Geh-, Seh- und Hörbehinderte) auch jene von zeitweise Mobilitätsbehinderten (Kinder, Eltern mit Kinderwagen, Unfallverletzte) reflektiert. Ziel des Maßnahmenkonzeptes ist die Erarbeitung einer handlungspraktischen Anweisung, welche durch die Anwendung in Öffentlichkeit und Verwaltung zur Erhöhung der Akzeptanz und Lebens­qualität aller beiträgt.

Die Forschungsarbeit „Barrierefreies Eisenhüttenstadt“ bewegt sich im Spannungsfeld zwischen dem städtebaulichen Denkmalschutz der ersten Stadtgründung der DDR, den konkreten gestal­terischen Zielen als auch den technischen Anforderungen allgemein sowie speziell zur Barriere­freiheit. Diese gegensätzlichen Ansprüche führen immer zu Konflikten und machen eindeutige Lösungsvorschläge nahezu unmöglich. Vielmehr ist eine bewusste Abwägung zwischen dem Wün­schenswerten, dem Notwendigen und dem Machbaren erforderlich. Letztendlich ist das Ziel die Schaffung einer Lösung, welche zwar immer ein Kompromiss ist, von der Systematik der Anwen­dung und Umsetzung in der Stadt jedoch in Funktion und Gestalt konsequent gedacht ist.

Barrierefreiheit bedeutet im Verständnis der vorliegenden Arbeit nicht die ausschließliche Be­trachtung der Stadt unter den Gesichtspunkten der „klassischen“ Behinderungen. Vielmehr steht im Sinne einer universellen Betrachtung die Aneignung der Stadt für alle Menschen im Vorder­grund. Der Abbau von Barrieren und Schwellen kommt allen Bewohnern und Nutzern zugute und macht die Stadt für jeden unmittelbarer: für Kinder, für Familien, für Mütter mit Kinderwagen, für Rentner – und natürlich auch für Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte… Letzten Endes geht es um ein Zusammendenken von Dingen, welche oft getrennt gedacht werden. Im Verkehr. In der Gestaltung. Im Alltag.

Das Maßnahmenkonzept „Barrierefreies Eisenhüttenstadt“ gliedert sich in 3 Teile. Im ersten Teil werden die rechtlich-ideellen Anforderungen aufgezeigt. Neben den gesetzlichen Anforderungen werden die kommunalen Beschlüsse und Vorgaben analysiert und ausgewertet. Im zweiten Teil erfolgt die detaillierte Analyse konkreter Untersuchungsräume und –objekte im Hinblick auf die Barrierefreiheit. Aus der kombinierten Aufstellung eines jeden ausgewählten Gebäudes und seines näheren Umfeldes ist ein aussagekräftiger Katalog entstanden, der bezüglich der Barrierefreiheit den Status quo ganzer Stadträume wiedergibt, sie qualifizierend bewertet und optimiert. Den aufgezeigten Mängeln werden Lösungsvorschläge gegenübergestellt und im Hinblick auf die Priorität der Maßnahme gewichtet. Diese Methodik ist durchaus auf andere Räume und Objekte zu übertragen und stellt somit eine generelle Herangehensweise dar.
Im letzten Teil werden alle konkreten Regeln und Normen zur Barrierefreiheit systematisch systematisch – geordnet nach den entsprechenden Bauteilen bzw. Raumanforderungen im Innen- und Außenraum – aufgelistet

Impressum

Maßnahmenkonzept "Barrierefreies Eisenhüttenstadt"

Herausgeber

Prof. Dipl.-Ing. Heinz Nagler
Dipl.-Ing. Christoph Dieck

Projektleitung

Prof. Dipl.-Ing. Heinz Nagler
Dipl.-Ing. Christoph Dieck

Projektbearbeitung

Florian Gratias
Timo Sporwien

ISBN: 978-3-9812163-3-2

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