Potsdamer Platz - Die ungebaute Stadt

Lehrdokumentation, Publikation

Die Beiträge des vorliegenden Readers sind Ergebnisse eines Seminars des Lehrstuhls Städtebau und Entwerfen (Prof. Heinz Nagler) und des Lehrstuhls Theorie der Architektur (Prof. Eduard Führ) der BTU-Cottbus aus dem Wintersemester 2005/06.

Aus dem Vorwort:

Wettbewerbe sind Experimente in Städtebau und Architektur. Im Experiment werden neue mögliche Realitäten geschaffen, von denen jedoch im Allgemeinen nur eine verwirklicht werden kann. Der Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen widmete sich im WS 2005/06 in Kooperation mit dem Lehrstuhl Theorie der Architektur (Prof. Führ) diesem Überschuss an Ideen anhand des Beispiels Potsdamer Platz. Neben dem Gebauten sollten auch die unverwirklichten Projekte diskutiert werden.

Wie kaum ein anderer Ort regte der durch Krieg und Mauerbau zur Brache verkommene Potsdamer Platz in Berlin die Architektenschaft Anfang der 90er Jahre dazu an, Stadtvisionen zu kreieren. Es ging darum, an eine unterbrochene Linie anzuknüpfen, denn seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts beschäftigte der Potsdamer Platz als Sinnbild der Moderne gleichermaßen Architekten, Literaten und Passanten.

Neben dem offiziellen städtebaulichen Ideenwettbewerb und dem anschließend durchgeführten Architekturwettbewerb zum Potsdamer Platz Areal Anfang der 90er Jahre, schrieb der Berliner Architektenverein eine Ideenkonkurrenz aus, um ein größeres Spektrum an Entwürfen zu gewinnen. Bereits zuvor waren von namhaften Architekten Visionen für die neue Mitte Berlins entworfen worden. So entstand eine Fülle an Visionen für den Potsdamer Platz, die dezidierte Positionen zur Stadt beziehen, welche höchst unterschiedlichen zeitgenössischen Strömungen in Architektur und Städtebau angehören.Ausgehend von kontrastierenden Wettbewerbsbeiträgen zum Potsdamer Platz sollten Seminar "Experimenteller Städtebau" die spezifischen Charakteristika der jeweiligen städtebaulichen Haltungen analytisch herausgearbeitet, interpretiert und kritisch reflektiert werden. Die Analyse der einzelnen Beiträge führte zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem theoretischen Hintergrund des Entwurfs. Die gezeichneten Visionen wurden auf ihre Funktionsweise, Symbolhaftigkeit etc. untersucht. Ziel war eine Schulung der Urteilsfähigkeit als Voraussetzung für eine eigene fundierte Position zur Frage "Welche Stadt wollen wir?" und "Wie lässt sie sich bauen?". Der vorliegende Reader umfasst eine Auswahl der Beiträge zum Seminar zu den Themen Natur vs. Kultur (Planungen des Berliner Senats), Stadtlandschaft (Wisniewski und Scharoun), Europäische Stadt (Hilmer&Sattler), Rationalismus (Giorgio Grassi), Stadt der Hybride (Alsop&Störmer) und Stadt Fragmente (Daniel Libeskind).

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