BTU und LEAG kooperieren zum Hühnerwasser-Quellgebiet

Die Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung sichert die Ökosystemforschung im Wassereinzugsgebiet für weitere fünf Jahre

Vertreter der BTU Cottbus-Senftenberg und der LEAG haben heute eine neue Nutzungsvereinbarung für das Quellgebiet Hühnerwasser unterschrieben. Damit können die wissenschaftlichen Arbeiten auf dieser Forschungsplattform weiter fortgeführt werden. Seit 2005 untersuchen Wissenschaftler der BTU zusammen mit Forschern anderer Institutionen im In- und Ausland die Entwicklung eines künstlich geschaffenen Quellgebiets im Rekultivierungsbereich des Tagebaus Welzow-Süd. Auf insgesamt sechs Hektar Fläche wird dort ein umfangreiches Beobachtungsprogramm betrieben, mit dem die Forscherinnen und Forscher neue Erkenntnisse zur Entwicklung von Ökosystemen erhalten. Beobachtet werden Prozesse der Grundwasser- und Bodenentwicklung sowie der Ansiedlung von Pflanzen auf scheinbar unberührtem Boden. Ein Teich erlaubt zudem Einblicke in die Entstehung junger Gewässer.

Mit der neuen Nutzungsvereinbarung ermöglicht die LEAG eine Fortsetzung der wissenschaftlichen Arbeiten für zunächst weitere fünf Jahre. "Wir haben erkannt, dass die Einzigartigkeit dieser Fläche dazu beigetragen hat, viele wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen zu tragen. Eine Fläche sich selbst zu überlassen, gehört für unsere Bergbaufolgelandschaften nicht zum erklärten Ziel. Für die Wissenschaft machen wir hier aber eine Ausnahme und lassen die Natur selbst Regie führen", so die Leiterin für Rekultivierung und Naturschutz bei der LEAG, Franziska Uhlig-May.

Verschiedene Forschungsvorhaben nutzen die Fläche aktuell oder sind in Vorbereitung, zu den Themenbereichen Modellierung und Entwicklung von Nahrungsnetzen. Die Forschungsplattform Hühnerwasser ist zudem zur Veranschaulichung für die Studierenden und in Form von Praktika  in verschiedene umweltwissenschaftliche Studiengänge der BTU integriert. Zahlreiche Studien- und Abschlussarbeiten wurden dort zu speziellen Fragen der Ökosystementwicklung bereits angefertigt.

Die künstliche Herstellung dieses Wassereinzugsgebietes mit Tagebautechnik erlaubt die Dokumentation der Ökosystementwicklung ab einem exakt definierten "Punkt Null". "Seit dem Beginn der Entwicklung vor 12 Jahren konnten wir verschiedenartige Entwicklungsschritte beobachten und dokumentieren. Gut sichtbar wurden dabei die übergeordnete Bedeutung von Lebewesen, von Mikroorganismen bis hin zu Bäumen, bei der Entwicklung von Ökosystemen und die enge Vernetzung der unterschiedlichen Entwicklungsprozesse  des Wasserhaushalts, der Bodengenese und der pflanzlichen und tierischen Kolonisierung", erklärte Dr. Annika Badorrek vom Forschungszentrum für Landschaftsentwicklung und Bergbaulandschaften der BTU.



Hintergrund:

Im Herbst 2005 wurde das sechs Hektar große künstlich geschaffene Wassereinzugsgebiet Hühnerwasser als Quellgebiet eines gleichnamigen Bachlaufs im Tagebau Welzow-Süd durch das Bergbauunternehmen hergestellt. Um Niederschlagswasser zu sammeln, wurde im Untergrund der Fläche eine Tonschicht eingezogen und mit Sand überdeckt. Die Fläche wurde anschließend planiert, jedoch nicht gedüngt oder bepflanzt, sondern einer unbeeinflussten Eigenentwicklung überlassen.

Mit einer ersten Nutzungsvereinbarung wurde das Gelände der BTU als Forschungsfläche überlassen. In der Zwischenzeit hat sich das Gebiet als ein weltweit bekannter Forschungsgegenstand der Umweltwissenschaften etabliert und ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Kooperationen. Das "Hühnerwasser" wurde im Jahr 2009 als Ort im Land der Ideen ausgewählt.



Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:


Dr. Marita Müller, BTU, Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Telefon 0355 69 3206, marita.mueller(at)b-tu.de



Kathi Gerstner, LEAG, Pressesprecherin, Büro Cottbus
Telefon 0355 2887 3010, kathi.gerstner(at)leag.de

Kontakt

Tina Berger
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
T 2430
tina.berger(at)b-tu.de
Auf dem Hühnerwassergelände wird die Entwicklung eines künstlich geschaffenen Quellgebiets im Rekultivierungsbereich des Tagebaus Welzow-Süd erforscht.

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